Kampfgeist in Kraubath: Der Weg durch Höhen und Tiefen

In den Fußballstadien der Unterliga Nord B baut der TUS Kraubath – trotz aktueller Tabellensituation - weiterhin auf Positivität und einen unaufhörlichen Kampfgeist. Mit einem Blick auf die vergangene Hinrunde wird deutlich, dass sich der Verein in einem anhaltenden Abstiegskampf befindet - und somit derzeit das Schlusslicht der Liga mit lediglich drei Punkten bildet. Den jüngsten Erfolg, der in der letzten Hinrundenpartie gegen Spielberg aufgeflammt ist, nimmt man als Hoffnungsschimmer mit in das Frühjahr.

kraubath jubel ripu

Zwischen Kampf und Stabilität

In der Unterliga Nord B, in der der Wettbewerb hart und die Hürden hoch sind, hinterlässt der TUS Kraubath schon seit einigen Jahren seine Spuren. Der ständige Abstiegskampf zeugt von einer Mannschaft, die sich in einer schwierigen und anspruchsvollen Umgebung behaupten muss, um von Jahr zu Jahr immer wieder aufs Neue den Klassenerhalt zu besiegeln. Zudem befindet sich der Verein noch auf der Suche nach einem festen Trainer, wodurch sich die Lage im Verein nicht gerade entspannt – ganz im Gegenteil – die Situation spitzt sich immer weiter zu. Doch trotz all diesen Problemen, Hindernissen und Herausforderungen im Verein hat die Mannschaft bewiesen, dass sie sich nicht so leicht geschlagen gibt.

Hoffnung und Entschlossenheit

In einer Ära des Wandels und der Unwägbarkeiten bleibt der TUS Kraubath ein Verein, der sich von Widrigkeiten nicht entmutigen lässt. Die kommende Frühjahrssaison eröffnet die Möglichkeit einer Wiederauferstehung und die Entschlossenheit, aus vergangenen Erfahrungen zu lernen. Die Zukunft mag ihre Geheimnisse hüten, doch mit einem klaren Blick auf die angestrebten Ziele gepaart mit dem unerschütterlichen Willen, können die kommenden Herausforderungen doch noch gemeistert werden.

Vom Spielfeld zur Trainerbank - ein Rückhalt in turbulenten Zeiten

Eine Stütze für diesen Verein – in dieser aktuell prekären Situation – ist mit Sicherheit Heiko Holzer. Eigentlich als wichtiger Spieler im Team gedacht, musste er seiner Mannschaft in den letzten zwei Partien der Hinrunde in einer für ihn ganz neuen Rolle aushelfen – nämlich als Interimscoach. In einem kurzen Gespräch stellt er sich den Fragen unserer Redaktion.

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Interimscoach Heiko Holzer über…

… die abgelaufene Herbstsaison:

„Die vergangene Herbstsaison stellte uns vor erhebliche Herausforderungen, vor allem bedingt durch zahlreiche Abgänge und Verletzungen. Der Verlust unseres Kapitäns, einer echten Führungsperson im Team, aufgrund eines Kreuzbandrisses, sowie der Abgang weiterer wichtiger Stützen, haben zu einem starken Umbruch geführt. Wir haben vermehrt auf die jüngere Generation gesetzt, was zwar Chancen eröffnete, jedoch auch Anpassungsschwierigkeiten mit sich brachte.“

… die Stimmung im Verein:

„Trotz der sportlichen Misere ist die Stimmung im Verein erstaunlich gut. Die schnelle Etablierung und Integration junger Spieler haben der Mannschaft neue Dynamik verliehen und einen positiven Einfluss auf die Atmosphäre gehabt.“

… den Posten als Interimstrainer in dieser schwierigen Phase:

„In solchen herausfordernden Phasen ist es wichtig, die Realität anzuerkennen. Bei kleinen Vereinen ist ein Umbruch oft unausweichlich, weshalb wir uns auch in den letzten 6-7 Jahren konsequent dem Kampf um den Klassenerhalt stellen mussten. Obwohl die Spiele trotz des Umbruchs gut sind, spiegelt sich dies leider nicht in den Ergebnissen wider.“

… die positiven Aspekte im Team:

„Trotz der schwierigen Hinrunde haben wir es geschafft, Ausfälle und Abgänge gut zu kompensieren. Die Mannschaft ist weiterhin konkurrenzfähig, und wir sehen dies als positive Basis, auf der wir im kommenden Jahr aufbauen können.“

… Verbesserungen für das Frühjahr und gesteckte Ziele:

„Unser klares Ziel für das Frühjahr ist der Klassenerhalt. Hierbei müssen wir vor allem an unserer Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor arbeiten, da wir viele Chancen liegen gelassen haben. Die Unordnung in unserer Defensive hat zu vielen Gegentoren geführt, daher ist eine verbesserte Organisation ein entscheidender Schwerpunkt. Dieser Prozess erfordert Zeit und Reife, und wir sind entschlossen, die notwendigen Schritte im kommenden Jahr umzusetzen.“

 

Wordrap mit Heiko Holzer

Dein Lieblingsverein? 

Manchester United

Dein Lieblingsspieler?

Damals Steven Gerard – heute: Cristiano Ronaldo

Was magst du überhaupt nicht?

Unehrlichkeit

Was magst du ganz besonders? 

Loyalität und Zusammenhalt

Gibt es spezielle Ziele, die du in deiner Karriere noch erreichen möchtest?

Eventuell wieder einmal als Spieler in das Fußballgeschehen eingreifen

 

by Anes Mesanovic

Fotos: RIPU Sportfotos und TUS Kraubath/privat