In der Unterliga West hat SC MSG Eibiswald gegen ATUS Bärnbach nach einer 3:1-Führung nur 3:3 gespielt. Die Gäste lagen nach der Pause klar zurück, kamen aber noch einmal zurück. Für Bärnbach-Trainer Walther Eccher war es ein Abend mit Licht und Schatten: spielerisch nicht über 90 Minuten überzeugend, vom Verlauf her aber ein Remis, das vor allem wegen der Moral und der späten Reaktion Gewicht bekam.

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Eccher erlebte die Partie als offenen und umkämpften Schlagabtausch. „Es war ein sehr umkämpftes Spiel mit vielen Torchancen und vielen Fehlern, das am Ende für uns nach einem Rückstand noch gut ausgegangen ist“, sagte der Trainer. Eibiswald ging in der 15. Minute durch Michael Schauer in Führung, Bärnbach antwortete aber noch vor der Pause: Sebastian Pauritsch stellte in Minute 37 auf 1:1. Gerade deshalb ärgerte Eccher eine verpasste Möglichkeit vor dem Seitenwechsel besonders. „Kurz vor der Pause treffen wir bei einer Großchance die Stange. Statt dass wir das 2:1 machen, sind wir nach der Pause im ersten Angriff direkt 2:1 hinten.“ Genau so kam es dann auch: Darko Pranjic traf in der 48. Minute zum 2:1, und als Thomas Koch neun Minuten später auf 3:1 stellte, schien das Spiel aus Sicht der Gäste schon deutlich in Richtung Eibiswald zu kippen.
Dass Bärnbach trotzdem noch einmal herankam, führt Eccher vor allem auf zwei Dinge zurück: auf die personelle Lage und auf die eigene Hartnäckigkeit. Eccher verwies darauf, dass Eibiswald in der zweiten Halbzeit nach einer Roten Karte gegen Paul Krizanac in Minute 53 in Unterzahl weiterspielen musste und dass sich die Partie dadurch veränderte. „Die ganz spielentscheidende Situation war die Rote Karte. Die hat uns ermöglicht, in Überzahl die Situationen besser auszuspielen“, sagte Eccher. Bemerkenswert war aus seiner Sicht aber auch, dass die Gastgeber sogar in Unterzahl noch das 3:1 machten. Umso wichtiger war für Bärnbach, danach nicht abzureißen. Sebastian Weissenberger verkürzte in der 67. Minute auf 3:2, Valentin-Tristan Grabner stellte in der 78. Minute auf 3:3. Danach war für Eccher sogar noch mehr drinnen: „Wir haben in der Ein-Mann-Überzahl mehrere Torchancen herausgespielt und hätten das Spiel ohne Weiteres auch noch gewinnen können.“
Ganz zufrieden war der Bärnbach-Coach trotz der Aufholjagd nicht, und genau darin lag nach dem Schlusspfiff seine Analyse. „Von den Chancen her und von den Spielanteilen her würde man über 90 Minuten nicht zufrieden sein“, meinte Eccher. Positiv bewertete er vor allem den Zug nach vorne. „Gut funktioniert hat der Wille, die Chancen herauszuspielen und druckvoll Situationen über den Flügel in die Box zu bringen. Das war das große Plus an diesem Tag.“ Gleichzeitig verschwieg er die Schwächen nicht. Wer auswärts drei Gegentreffer kassiert, hat in der Regel auch defensiv zu viele Situationen offen gelassen, und genau das sprach Eccher an. „Gerade in der Defensivaktion haben wir zu viel zugelassen. Das ist sicher verbesserungswürdig.“ Auch in Überzahl wünscht er sich von seiner Mannschaft mehr Ruhe und bessere Entscheidungen, weil dann aus dem 3:3 vielleicht tatsächlich noch ein voller Erfolg geworden wäre.
Respekt hatte der Trainer auch für den Gegner, der für ihn trotz des späten Ausgleichs vieles richtig gemacht hat. Eccher beschrieb Eibiswald als „sehr kompakt“ und „sehr körperlich robust“. Vor allem die Umschaltmomente der Gastgeber gefielen ihm gar nicht. „Sie haben sehr gute Umschaltmomente gefunden und sehr gut gespielt“, sagte er. Dazu kamen aus seiner Sicht gefährliche Aktionen durchs Zentrum und immer wieder Abschlüsse aus der Distanz. So bleibt bei Bärnbach unter dem Strich ein Punkt, der wegen des 1:3-Rückstands noch wertvoll wurde, aber keine Ausrede liefert. Die Moral nimmt Eccher mit, die offenen Themen auch: hinten stabiler werden, in Überzahl ruhiger bleiben und aus guten Phasen mehr machen. Genau zwischen diesen beiden Polen bewegte sich dieses 3:3 in Eibiswald.