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Herbstmeister im Portrait: SV Neulengbach

altHerbstmeister der ÖFB-Frauenliga wurde wenig überraschend der NÖ-SV Neulengbach Plegeheim Beer mit acht Siegen und einem Unentschieden. Der Herbstmeistertitel wurde allerdings nur wegen dem besseren Torverhältnis im Vergleich mit dem ASV Simacek Spratzern erreicht. Eigentlich eine echte Sensation – wenn auch das Torverhältnis um 21 Tore besser ist als jenes des Zweitplatzierten. Neulengbach lieferte auch international beachtliche Leistungen ab! Ergebnisse, von dem der österreichische Männerfußball nur träumen kann. Im Achtelfinale der UeFa-Frauen Championsleague lieferte man äußerst beachtliche Spiele gegen die europäische Topmannschaft FC Malmö ab. Unterhaus.at blickt mit Dir. Bruno Mangl auf eine höchst erfolgreiche Saison zurück.

Unterhaus.at: „Wie schaut Ihre Bilanz für die abgelaufene Herbstsaison aus?"

Bruno Mangl: „In Österreich haben wir bis auf das Spiel gegen Spratzern alle Spiele gewonnen, in der Championsleague haben wir das Achtelfinale erreicht und eine gute Figur gegen den FC Malmö gemacht. Man konnte in diesem Duell ganz deutlich sehen, dass es uns gelungen ist, den Abstand zur europäischen Spitze erheblich zu verringern."


Unterhaus.at: „Wie beurteilen Sie die Dichte des europäischen Frauenfußballs im Vergleich mit jenen der Männer?"

Bruno Mangl: „Die große Breite in der Spitze wie bei den Männern ist nicht vorhanden. Trotzdem muss man aber anmerken, dass in der Frauen Championsleague 54 Mannschaften teilnehmen und 46 davon sind nationale Meister. Bei dieser Konkurrenz unter die letzten sechzehn zu kommen ist doch sehr beachtlich."


Unterhaus.at: „Wo liegt der österreichische Frauenfußball im internationalen Vergleich?"

Bruno Mangl: „Zunächst muss man sagen, dass in den führenden Nationen wie zum Beispiel Deutschland oder den skandinavischen Länder schon seit den achtziger Jahren der Frauenfußball ziemlich professionell betrieben wird. In den Spitzenländern gibt es auch Sponsoren die erkannt haben, dass man mit Sponsoring im Frauenfußball wesentlich zielgerichteter Konsumenten erreichen kann als bei den Männern. Natürlich muss dafür die generelle Akzeptanz von Frauenfußball hoch sein – und das ist sicher auch eine gesellschaftspolitische Frage. In den skandinavischen Ländern sind die Voraussetzungen in dieser Richtung besonders gut und dort steigen zum Beispiel auch Kosmetikfirmen in das Sponsoring ein. Es gibt aber auch große Unterschiede bei Nachbarländern – in Portugal ist Frauenfußball kaum ein Thema, in Spanien dagegen schon."


Unterhaus.at: „Kommen wir zurück auf die ÖFB-Frauenliga – ist Spratzern besser geworden oder hat Neulengbach nachgelassen?"

Bruno Mangl: „Spratzern hat sich ganz sicher markant gesteigert und war im Sommer auch am Transfermarkt sehr aktiv. Spratzern hat einen starken Kader und eine sehr gute Trainerin. Ich glaube aber nicht, dass wir die Dominanz verloren haben. Wir haben sehr gute Teams sehr hoch geschlagen. Unsere Stärke ist die ausgeglichen starke Mannschaft und vor allem versuchen wir laufend Nachwuchsspielerinnen in die Mannschaft einzubauen. Das gelingt uns eigentlich sehr gut. Internationales Ziel ist es in absehbarer Zeit auch einmal das Viertelfinale der Champions-League zu erreichen. Weiter nach oben, fürchte ich, werden wir es aber mit unseren Möglichkeiten nicht schaffen."


Unterhaus.at: „Was würde dem österreichischen Frauenfußball weiterhelfen?"

Bruno Mangl: „Es wäre ganz wichtig, dass das Medieninteresse steigt. In Neulengbach versuchen wir eine möglichst professionelle Medienarbeit aufzuziehen und Neulengbach ist in den Medien sicher wesentlich öfter vertreten als das österreichische Nationalteam. Sponsoren gibt es nur, wenn es entsprechende Publizität für einen Sport gibt. Ein Manko ist natürlich, dass die ÖFB-Frauenliga nicht sonderlich ausgeglichen ist – schuld daran ist aber auch Neulengbach.(Bruno Mangl lacht). Auch der ÖFB wäre gefordert Zeichen zu setzen und ein wenig den Fokus auf den Männerfußball zu überdenken."


Unterhaus.at bedankt sich für das interessante Gespräch.


von Josef Krainer