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2. Klasse Donau

2. Klasse Donau kompakt: Skandalspiel in Rußbach!

Samstag 2-klasse-donauAbend wird in Stetteldorf groß gefeiert. Entweder kann sich Klosterneuburg schon über den Meistertitel freuen, oder Stetteldorf begießt den Sieg über den Tabellenführer im Rahmen der 80-Jahr-Feierlichkeiten. Weniger wichtig aber ebenso emotional wird das Spiel zwischen Rußbach und Würnitz ablaufen, in dem die Heimischen die rote Laterne abgeben wollen.

 

Breitenwaida -breitenwaida svwiesendorf sv Wiesendorf 5:1

In Wiesendorf ist die Luft draussen. Die 0:8-Heimschlappe der letzten Woche gegen Stetteldorf hat der Mannschaft einen ordentlichen Dämpfer versetzt. Dabei waren mit Julius Simon und Gerhard Gastinger zwei der stärksten Offensivspieler der Liga in den Reihen der Gästen. Defensiv klappte es gegen Breitenwaida aber überhaupt nicht. Bereits nach vier Minuten musste man durch Franz Brandl den ersten Gegentreffer einstecken. Kurz danach ließ Simon seine Klasse bei einem Freistoß aufblitzen - 1:1. In der Folge fehlte bei den Gäste aber ein wenig die letzte Überwindung, um das Spiel zu gewinnen. So war es kein Wunder, dass Breitenwaida noch vor der Pause durch Michael Frithum erneut in Führung ging. Nach dem Seitenwechsel war die Partie rasch entschieden. Jürgen Vecera und Frithum machten mit den Treffern drei und vier alles klar. Vecera sorgte zehn Minuten vor dem Ende mit dem 5:1 für den Endstand.

 

Königstetten - koenigstaetten svneuaigen svNeuaigen 5:5

Beide Vereine traten ersatzgeschwächt an. "Bei uns hat zum Beispiel unser Spanier gefehlt. Beim Gegner ist dafür ein Tormann drin gestanden, der wohl keiner war", so Johann Lenk, Trainer der Königstettner. Durch einen 35-Meter-Schuss gingen die Gastgeber nach elf Minuten in Führung. Jürgen Baliko hatte abgezogen. Gabriel Arencibia traf kurz danach zum 2:0. Doch Lukas Rienössl hielt seine Mannschaft mit dem Anschlusstreffer im Spiel. In einer flotten Partie, die von vielen individuellen Fehlern geprägt war, bauten die Heimischen den Vorsprung auf 4:1 aus. "Wenn du zu Hause mit drei Toren führst, darfst du das nicht mehr hergeben. Doch noch in Halbzeit eins kamen die Gäste auf 3:4 heran. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel glich Neuaigen sogar aus. Je ein Treffer auf jeder Seite sorgten nach einer Stunde für den Zwischenstand von 5:5. Damit hatten die Teams aber ihr Pulver verschossen. Bis zum Schlusspfiff bekamen die Zuschauer keinen weiteren Treffer mehr zu sehen.

 

Rußbach -russbach fzsvwuernitz fc Würnitz 0:2

Richtig turbulent ging es in Rußbach zu. In der Anfangsphase nahm das Spiel normal seinen Lauf. Nach einer halben Stunde gingen die Gäste durch Jürgen Hornyak mit 1:0 in Führung. Er tankte sich auf der linken Seite durch und konnte Torhüter Thomas Storkan überwinden. Kurz vor der Pause machte der Unparteiische aber etliche Fehler in Serie, die die Rußbacher Spieler erzürnten. Zunächst sah er ein klares Vergehen an Bernd Bruck nicht, der Elferpfiff blieb aus. Bruck revanchierte sich für das Foul mit einem Ellbogencheck und sah dafür die rote Karte. Nur wenige Sekunden später wehrte Martin Baumhauer den Ball mit der Hand auf der Linie ab. Doch wieder hatte der Unparteiische beide Augen geschlossen. "Er ließ einfach weiterspielen. Da sind die Emotionen mit den Spielern durchgegangen. Maciej Lewna hat den Schiedsrichter ordentlich die Meinung gesagt, ihn aber nicht berührt", so Christian Aigner, Sektionsleiter des FZSV Rußbach. "Der Spieler hat den Schiedsrichter zwei Minuten lang bedrängt, er hat gar nicht mehr gewusst, wo er noch hingehen soll", beobachtete auch Würnitz-Sektionsleiter Leopold Pusch die Situation. Lewna sah natürlich die rote Karte. Rußbach war daher nur noch zu neunt.

Dennoch taten sich die Würnitzer in Halbzeit zwei schwer. Immer wieder probierten sie es mit Einzelaktionen. Der Höhepunkt der Schiedsrichterleistung folgte aber noch: In Minute 55 spielte sich Ceylani Bayrakci den Ball selbst an der Abwehr vorbei, sah den im Abseits stehenden Suad Malcinovic. Bayrakci warnte seinen Mitspieler noch, nicht zum Ball zu gehen, da er im Abseits stand. "Doch der Stürmer ist zum Ball gegangen. Bayrakci hat sich auf den Kopf gegriffen. Doch der Unparteiische hat einfach weiter spielen lassen. Malcinovic hat das Tor gemacht", so ein fassungsloser Christian Aigner. "Es sind ein paar Spieler im Abseits herumgelaufen. Dafür hat er uns ein paar Mal zurück gepfiffen, wo es kein Abseits war", versucht Leopold Pusch die Situation etwas schön zu reden. Die Rußbacher Spieler waren kaum noch unter Kontrolle zu bringen, Bogdan Wagner holte sich wegen einer Unsportlichkeit noch die Ampelkarte ab. "Der Schiri hatte einen Beobachter, darum war er vielleicht etwas nervös", so Pusch.

 

Stetteldorfstetteldorf svklosterneuburg-olympique - Klosterneuburg 1:0

Im Schlagerspiel der 2. Klasse Donau ging es um einiges: Die Gäste des FC Olympique Klosterneuburg konnten mit einem Punktgewinn den Titel fixieren, die Gastgeber des SV Stetteldorf bei ihrer 80-Jahr-Feier die allerletzte Chance auf einen "Last-Minute-Meistertitel" wahren. Die Rahmenbedingungen waren Top: Perfekter Rasen, perfektes Wetter und eine unglaubliche Kulisse: Rund 50 Deutsche des FSV Esselbach (Sportfreundschaft mit dem SVS) feuerten die Heimischen mit Sprechchören lautstark an, auf der anderen Seite hielten 80 Klosterneuburger (eigens mit Fanbus angereist) mit "Klosterneuburg"-Sprechchören und Trommeln dagegen - rund 220 Zuschauer boten einen würdigen Rahmen für das Spitzenspiel der 2. Klasse Donau.Stetteldorftribne

Und die Partie hielt, was sie versprach. Stetteldorf kämpfte, doch der FC Olympique gab von Beginn an auch ohne den gesperrten Führenden der Torschützenliste (Daniel Schöllenbauer) mächtig Gas! Gleich drei Topchancen in den ersten zehn Minuten hätten die Führung der Gäste bedeuten müssen (ein super-Schuss von Mathias Szuchony knapp über die Latte, ein Schuss vom frei stehenden Bünyamin Kilicdagi aus rund elf Metern fiel zu schwach und zu zentral aus, danach konnte sich Szuchony einen ideal in den Lauf gespielten Ball nicht gut genug mitnehmen). Stetteldorf hielt dagegen, kam aber in Halbzeit eins zu keiner nennenswerten Groß-Chance. Die Klosterneuburger fanden sich fünf weitere Male gefährlich im Strafraum, machten aber nichts draus - nach einem idealen Stanglpass von Mathias Szuchony kam Ben Duty in der 43. Minute nur einen Hauch zu spät zum Ball. Die Ausbeute der Gastgeber: Ein Schüsschen vom Sechzehner (27.) und eine gefährliche Freistoß-Flanke in den Strafraum (41.).

Doch Hälfte zwei begann gleich mit einer kalten Dusche für den Tabellenführer. Nach einem Stellungsfehler im Mittelfeld spielte Fritz Walter einen perfekt getimten Pass zum reinstartenden Sebastian Havlik, Innenverteidiger Kristijan Krajina will mit einem Tackling noch retten, der Pressball kullert aber am herauseilenden Keeper Holger Hüffel vorbei zum 1:0 ins Tor. Das erst zweite Saisontor für Havlik - wohl sein bedeutendstes. Danach machten die Klosterneuburger "Powerplay", hatten gute 80% Ballbesitz. Stetteldorf igelte sich in der eigenen Hälfte ein, versuchte das Glück mit einigen seltenen Kontern. Aus zahlreichen Strafraumszenen hatten die Gäste noch einige dicke Möglichkeiten: Ein Stangplass von Duty am Goalie vorbei fand keinen Abnehmer (62.), ein schöner Lupfer von Szuchony streifte nur knapp über die Latte (63.), Duty kam sieben Meter vorm Tor völlig frei zum Schuss, traf den Ball aber nicht scharf genug - kein Problem für SVS-Keeper Satzinger (76.), klosterneuburgfansein Stangenkopfball von Krumpl (78.) und ein übersehenes Handspiel im Stetteldorfer Strafraum (80.). Doch die größte Chance kam erst: Der aufgerückte Verteidiger Stephan Faulhammer schießt nach einer perfekten Körperdrehung Satzinger aus fünf Metern Satzinger an (85.) Das wäre der "Titel-Ball" gewesen. Doch auch Stetteldorf hatte zwei Top-Chancen auf das 2:0: Nach einem perfekten Konter kann OK-Goalie Hüffel den Ball nur mit den Zehenspitzen aus der kurzen Ecke lenken (71.), in der 82. Minute rasiert Zoltan Bus den Ball vom Fünfer und vergibt die dritte große Tormöglichkeit des SVS - es sollte jedoch nicht mehr ins Gewicht fallen.

Olympique-Trainer Daniel Wertheim: "Eine perfekte Kulisse, wie ich sie im Amateurfußball noch nicht erlebt habe. Zwar habe ich schon weit mehr Zuschauer gesehen, aber so eine Stimmung von zwei Fan-Gruppierungen war sensationell. Dazu der perfekte Rasen - es wäre alles angerichtet gewesen. Meine Mannschaft hat auch gut gespielt und alles gegeben - ich kann ihr im Gegensatz zu den Niederlagen gegen Muckendorf oder Königstetten heute keinen Vorwurf machen. Bei einem Top-Chancenverhältnis von 10:3 hatten wir halt kein Glück im Abschluss. Gratulation an Stetteldorf, aber jetzt werden wir alles daran setzen, den Titel Samstag daheim gegen Breitenwaida zu fixieren."

Fotos: ZVG


Weitere Spiele:

Sonntag:

Großmugl - Muckendorf 0:2
St. Andrä - Göllersdorf 4:1

 

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