Schock in Frankenau

"Natürlich haben wir auf eine Präsenz im Vorderfeld der Tabelle gehofft, dass wir jedoch nach der Herbstsaison der 2. Klasse Mitte im Aufstiegskampf mittendrin und voll dabei sind, hätten wir nicht erwartet", ist Emmerich Glavanits, Sektionsleiter des SC Frankenau, von der Leistung der Mannschaft angetan. Nach dem siebenten Platz im Vorjahr ist die erste Hälfte der aktuellen Meisterschaft ebenfalls solide verlaufen, belegte die Elf von Trainer Erwin Bokor nach neun Runden den fünften Rang. Vier Siege später liegt in der Tabelle nur der Herbstmeister aus Stoob vor den Frankenauern. Eine Verletzung trübt jedoch die Freude, droht Hasan Harambasic für den Rest der Saison auszufallen.

 

Der Mittellfeldspieler zog sich eine Knieverletzung zu, besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss. "Wir sind einigermaßen geschockt. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, können wir einen Spitzenplatz abschreiben. Wir hoffen, dass die Verletzung nicht ganz so schlimm ist und Hasan im Frühjahr wieder dabei sein kann", so Glavanits. Neben Harambasic ist auch Gabor Mocsar verletzt, macht dem Ungarn eine hartnäckige Schambeinentzündung zu schaffen. Ansonsten steht Coach Bokor der gesamte Kader zur Verfügung, sind personelle Veränderungen im Winter nicht vorgesehen.

Aufgrund der Siegesserie überwintern die Frankenauer auf einem möglichen Aufstiegsplatz. "Wir hatten schon im Vorjahr eine gute Mannschaft und haben einen Top 5-Platz als Ziel ausgegeben, das gute Abschneiden hat uns dann aber doch etwas überrascht. Auch wenn im Verein über einen möglichen Aufstieg geteilte Meinungen herrschen, wollen wir den eroberten zweiten Rang verteidigen", meint der Sektionsleiter, der eine spannende Rückrunde erwartet. "Stoob hat sich im Sommer gut verstärkt und den Herbstmeistertitel verdient, ist aber noch nicht durch. Die ersten fünf der Tabelle haben gute Chancen, wobei man auch Großwarasdorf auf der Rechnung haben sollte."

In Frankenau waren keine Transferaktivitäten geplant, nach der Verletzung von Hasan Harambasic könnte unter Umständen ein Umdenken erfolgen. "Sollte es sich bei Hasan tatsächlich um einen Kreuzbandriss handeln, werden wir die Situation noch einmal überdenken und uns möglicherweise am Transfermarkt nach einem Ersatz umsehen. Da unsere finanziellen Mittel jedoch begrenzt sind, kann es auch sein, dass wir auf einen Transfer verzichten. Aber vielleicht wird ein Spieler, der im kommenden Sommer zu uns stoßen sollte, vielleicht schon im Winter bei uns landen", erklärt Emmerich Glavanits. Der Tabellenzweite genießt die Winterpause in vollen Zügen und nimmt erst im Januar das Training wieder auf.

 

Redaktion

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