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Halbzeit in der Herbstsaison 2022/23 in der Burgenlandliga

Die 8. Runde der Burgenlandliga ist vorüber und es ist Zeit eine Halbzeitanalyse der Herbstmeisterschaft zu machen. Sowohl im vorderen Tabellendrittel als auch im Tabellenkeller herrscht ein buntes Treiben. Vereine kommen und gehen, andere verbleiben auch in ihrer Position im Ranking. Es bleibt spannend, wer geht als Herbstmeister über die Ziellinie, wer überwintert mit der roten Laterne?

Das obere Drittel der Tabelle

Bereits vor dem Saisonstart war der SC/ESV Parndorf 1919 der absolute Titelfavorit, das hat er auch mit sechs vollen Erfolgen und zwei Remis bestätigt. Man ist als einziger Verein der Burgenlandliga noch ohne Niederlage. Damit, den SV Leithaprodersdorf auf dem zweiten Tabellenrang zu finden, hat niemand gerechnet. Eine Siegesserie von zuletzt sechs Begegnungen hievte den SV auf den derzeitigen Rang. Mit dem ASK Klingenbach hat man schon gerechnet, dass er um die vorderen Plätze in der Tabelle mitspielen können würde. Die beiden Torgaranten Alexander Hofleitner und Mirza Sejmenovic haben 60% der Klingenbacher Tore erzielt. Ein weiterer Überraschungsverein im oberen Drittel der Tabelle ist der SV Sankt Margarethen. In der letzten Saison ganz knapp dem Abstieg entronnen, stehen sie nun auf dem vierten Platz im Ranking. Der Trainerwechsel zu Franz Lederer hat der Mannschaft sehr gutgetan, er hat es geschafft, trotz dem Abgang vieler Leistungsträger ein homogenes Team zu formen und dieses auf Erfolgskurs zu bringen. Auf Tabellenplatz fünf findet man den selbst ernannten Meisterschaftsaspiranten SV Oberwart, der sich nach einem miserablen Saisonstart nach vier Runden von Trainer Florian Hotwagner trennte. Interimscoach Patrick Tölly übernahm die Mannschaft und lieferte bis jetzt mit drei Siegen und einem Remis einen guten Einstand, zur Tabellenspitze fehlen sechs Punkte.

Das Tabellen-Mittelfeld

Von allen Mannschaften des großen Ligamittelfelds führt der SC Ritzing diese Abteilung an. Vor der Saison mit Ambitionen auf den Meistertitel gestartet, ist man auf dem Boden der Realität gelandet, nämlich auf dem sechsten Tabellenplatz. Den Abgang von Goalgetter David Witteveen konnte man nicht kompensieren, elf Tore in acht Begegnungen zeigen eine Schwäche der Offensivabteilung auf. Nach einem erfolgreichen Start in die neue Saison mit drei vollen Erfolgen hat der FC Deutschkreutz anschließend drei Pleiten hingelegt. Der Sieg am vergangenen Wochenende hievte den FC auf Platz sieben des Rankings, dieselbe Position hatte man am Ende der letzten Saison inne. Miserabel ist der SC Pinkafeld in die Saison gestartet, zwei Pünktchen aus fünf Begegnungen waren die Ausbeute. Inzwischen hat sich die Truppe von Trainer Christoph Monschein gefangen, legte eine Serie mit drei Siegen hin und schob sich auf den achten Tabellenplatz vor. Auf Platz neun ist der ASK Kohfidisch positioniert, ein Verein, der mit dem einstelligen Tabellenrang zufrieden ist, „der Aufstieg ist außer Reichweite und mit dem Abstieg will man nichts zu tun haben“ – eine klare Aussage von Obmann Stv. Thomas Polzer. Der SC Bad Sauerbunn war zu Beginn der Saison nach vier Runden noch ungeschlagen, in den nächsten vier Runden setzte es drei Pleiten, womit man sich nun auf dem zehnten Tabellenplatz wiederfindet. Zu sprunghaft ist die Leistung der Mannschaft, einem Hoch folgte dann ein Tief, das dem engagierten Trainer Heinz Kremser viele Nerven raubte.

Das untere Drittel der Tabelle

Das untere Tabellendrittel der Burgenlandliga wird angeführt vom besten Aufsteiger, dem USVS Rudersdorf, der zuletzt nach einem Sieg und einem Remis die Tabelle etwas hochklettern konnte. Bemerkenswert ist, dass man auf fremdem Rasen genauso viele Zähler wie im eigenen Stadion errungen hat. Der UFC Markt Allhau scheint nach der desaströsen Frühjahrssaison auch in der neuen Periode nicht so richtig in die Spur zu kommen, darüber täuscht auch der zweite Saisonsieg am letzten Wochenende gegen einen zurzeit schwachen SC Bad Sauerbrunn nicht hinweg. Mit neun Treffern in acht Matches muss an der Schraube der Offensivabteilung gedreht werden. Die Mannschaft vom Aufsteiger SV Schattendorf hat sich im Sommer mit drei Legionären aus der dritten ungarischen Liga verstärkt. Anscheinend benötigen die Neuzugänge noch etwas Zeit, sich in der Burgenlandliga zu akklimatisieren, denn ein einziges Tor ist die bisherige Ausbeute. Wie schon in der vergangenen Saison, krebst der ASK Horitschon im Tabellenkeller herum. Aber größtenteils waren es ganz knappe Niederlagen, mit etwas mehr Glück hätte man den einen oder anderen Punkt ergattern können. Es braucht eine Siegesserie, damit die junge Mannschaft Selbstvertrauen bekommt. Auf dem vorletzten Platz befindet sich der dritte Aufsteiger, der FC Andau. Ein Sieg gegen den Tabellenletzten Güssing und ein Remis gegen Neuling Rudersdorf waren die einzigen gewonnenen Punkte. Teilweise ist die Defensive vollkommen überfordert, dafür sprechen die 18 Gegentreffer aus den letzten vier Begegnungen. Last, but not least ist der SC Güssing auf dem letzten Tabellenplatz zu finden. Trainer Christoph Herics hat es sehr schwer, mit seiner jungen Mannschaft in die Erfolgsspur zu kommen. Ein Roman Rasser allein macht noch keinen Sieg. Die fehlende Aggressivität und die letzte Durchschlagskraft bei der Vielzahl an Mittelfeldszenen sind wohl die Hauptgründe der Niederlagen.