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Rekordverdächtig: 68(!)-Jähriger trifft im Wiener Unterhaus!

Dass das Alter nichts weiter als eine Zahl ist, bewies am vergangenen Wochenende Herbert Schranz vom Wiener Unterhaus-Klub UFK Schwemm auf spektakuläre Art und Weise. In der 65. Minute eingewechselt, drückte der routinierte Joker einer Partie, deren handelnde Akteure locker seine Enkelsöhne sein könnten, mit dem erst dritten Ballkontakt seinen ganz persönlichen Stempel auf, indem er zum 6:2-Endstand traf. Einen besseren Tag hätte sich der 68-Jährige für dieses Kunststück nicht aussuchen können.

 

herbert schranz 2

Historisch

Minute 65 des Reserve-Spiels in der 1. Klasse B zwischen UFK Schwemm und Austria XVII: Herbert Schranz betritt als Einwechselspieler den Rasen. In Minute 85 wird es dann furios: Unmittelbar vor dem gegnerischen Gehäuse gelangt Schwemm-Akteur Sven Seichter in Ballbesitz und legt das Leder sehenswert per Hacke zurück zum perfekt positionierten Schranz, der humorlos mit seinem starken linken Fuß abschließt. Das Spielgerät schlägt unhaltbar neben der Stange ein. Vier Gegenspieler, welche allesamt auf der Torlinie positioniert waren, konnten jenen platzierten Flachschuss nicht mehr verhindern. Der Joker sticht und markiert somit den 6:2-Endstand – mit seiner erst dritten Ballberührung und 68 Jahren, sieben Monaten sowie sechs Tagen - einfach unfassbar! 

Perfekter Rahmen

Schranz gelang jenes Kunststück am Tag des 50-Jahr-Gala des Vereins im Orpheum, die er selbst organisierte. Der Torschütze gilt als Gründungsmitglied, einer 48-jährigen Tätigkeit als Kassier, mit 1353 Spielen (73 Tore), Trainer der Kampfmannschaft (14 Jahre) sowie Trainer der Reserve (10 Jahre) als absolute Vereinslegende. Außerdem ist er Chefredakteur der Vereinszeitung (212 Auflagen), Initiator des Schwemm-Gedenksteins am Haspingerplatz sowie des Schwemm-Pfads (40 Tafeln) zum 40-jährigen Jubiläum und Organisator von bisher 40 Ballveranstaltungen mit bis zu 350 Gästen. 

Erfolgsgeheimnis

Der Maschinenbauingenieur und ehemalige Professor am TGM Wien, Abteilungsvorstand und Kurzzeitdirektor befindet sich im Ruhestand und verbringt neben den wöchentlichen Stunden am Fußballplatz seine Zeit beim Wandern beziehungsweise Skifahren in den Bergen oder mit Gartenarbeit. Um mit seinen bedeutend jüngeren Kollegen und Gegenspielern im Training und bei Matches mithalten zu können, unternimmt er neben zwei Einheiten auf dem Rasen pro Woche und einer durchschnittlichen Trainingsbeteiligung von 75% im Sommer Bergwanderungen mit insgesamt rund 20 000 Höhenmetern.

Im Winter hält er sich mit gut und gerne 50 Schitagen samt insgesamt circa 1000 Abfahren fit. Einsätze an Spieltagen sind indes sehr selten geworden. Steht er dann aber wieder einmal auf dem Platz, kann er immer noch für richtige Highlights sorgen – wie am vergangenen Samstag. Schranz weiß dabei ganz genau, wie er das kompensiert, was ihm die jüngeren Kollegen und Gegenspieler logischerweise voraushaben. „Ich coache viel auf dem Platz. Zudem versuche ich, Räume zu schaffen. Bei den wenigen Kurzeinsätzen, die ich habe, laufe ich die Gegner permanent an“, sagt der dreifache Familienvater.


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