Elite-Obmann-Stv Sramek fordert mehr Einsatz für Amateursport!

"Leider bekommt man in den letzten Wochen und Monaten den Eindruck, dass sich um den Breiten- bzw. Amateursport so gut wie keiner kümmert oder Gedanken macht." Der stellvertretende Obmann und Sportliche Leiter des SC Elite zeigt sich ob der Entwicklung in letzter Zeit nicht sonderlich glücklich. Die Maßnahmen zu Erhalt und Wahrung der Gesundheit aller Österreicherinnen und Österreicher seien nachvollziehbar, doch man müsse sich auch um die kleinen Vereine kümmern, die nicht wissen, ob und wie es nach dieser Krise weitergehen soll. Sein Verein sei erst in den letzten Runden in die Spur gekommen, hab noch jede Menge Arbeit vor sich um die hohen Erwartungshaltungen nach der schlechten letzten Saison zu erfüllen.

Hohe Erwartungshaltung!

"Wirklich ins Laufen ist das Ganze erst in den letzten Spielen vor dem Abbruch gekommen. Da hat die Mannschaft dann auch das umgesetzt, was das Trainerteam von ihr wollte und hat auch endlich die Denk- und Spielweise von Trainer Patrick Pasching verinnerlicht gehabt. Leider konnten wir diesen Schwung dann nicht länger mitnehmen, weil die Meisterschaft abgebrochen wurde", ist Sramek enttäuscht. Die Erwartungshaltung sei nach der schlechten letzten Saison sehr hoch gewesen, mit Platz 9 konnte man diese Erwartungen allerdings auch noch nicht zur Gänze erfüllen.

Viele Spieler folgen Geld!

Die Motivation endlich wieder auf den Platz zu dürfen sei im letzten Jahr nach dem Lockdown riesengroß gewesen, ähnliches erwarte sich Sramek auch heuer nachdem man endlich wieder Fußball spielen dürfe. "Der Aufwand war groß, wir haben das sehr gerne gemacht, denn wir wollten die Infektionszahlen bei Null halten, solange das möglich war. Ganz gelungen ist es uns nicht, am Ende hatten wir 3 Coronafälle."

Wirklich Sorgen mache dem Sportchef jedoch, dass immer mehr, speziell junge Spieler, in die anderen Bundesländer wechseln, da sie dort höhere Aufwandsentschädigungen erwarten und auch erhalten. "Dass wir in Wien nicht so hohe Entschädigungen zahlen können, ist schon ein Problem. Dadurch werden viele Spieler, besonders die jungen, weggelockt." Für den SC Elite selber gab es auch Geld, wenn auch nur im kleinen Ausmaß. "Wir haben aus dem 1. Fond durch den WFV und ÖFB eine Unterstützung bekommen, aus dem 2. Fonds jedoch noch nicht. Wir befinden uns ja doch im Amateurbereich."

Intensität zurückgeschraubt!

"Bereits in der letzten Vorbereitung haben wir die Intensität zurückgeschraubt und nur mehr ein Testspiel pro Woche absolviert. Mehr geht nicht. Wir überfordern die Spieler, wenn man 3 mal trainiert und 2 mal pro Woche spielt. Diese Entscheidung haben wir gemeinsam mit dem Trainerteam getroffen. Die 4-wöchige Vorbereitung sollte für die Nachholspiele reichen. Sollte die ganze Frühjahrsmeisterschaft ausgetragen werden, was eher unwahrscheinlich ist, wäre es jedoch eng", so Sramek.

Partnervereine!

Der SC Elite plant für die nahe Zukunft eine Kooperation mit einem oder mehreren Partnervereinen aus höheren Ligen um deren jungen Spielern mehr Spielpraxis geben zu können und selber davon profitieren zu können und die Qualität im Kader zu steigern. "Wir streben da eine Partnerschaft an, die uns auch sportlich weiterbringt." Die Zeichen stehen also auf Fortschritt beim SC Elite.

 

Marco Wiedermann

 


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