SC Gattendorf: Den Vize-Herbstmeistertitel nicht erwartet

Im Sommer 2017 ist der SC Gattendorf in die II. Liga Nord aufgestiegen und hat seitdem einen guten Mittelfeldplatz in der Tabelle belegt. In diesem Sommerwurden einige Spieler ausgetauscht und mit dem neue Trainer Dietmar Bader kam die Wende, vom Mittelmaß zum Aufstiegsaspiranten. Auf eigenem Boden ist man eine Macht, 6 Siege und nur eine Niederlage stehen auf dem Konto, auswärts hat man noch Luft nach oben, will man die Frühjahrssaison als Tabellenerster beenden.

Nur die Herbstmeisterschaft ist sportlich wertvoll

Was hat Trainer Dietmar Bader zur momentanen Situation zu sagen: „Unser Ziel war es, im Herbst so viel als möglich Punkte zu sammeln und nichts mit dem Abstieg zu tun haben, die Neuzugänge zu integrieren und Nachwuchsspieler in die Mannschaft einzubauen. Es ist mir aber nicht immer gelungen, so wie ich wollte, aufgrund von Verletzungen musste ich öfters auf andere Spieler ausweichen, die jungen Spieler hatten öfters Schule gehabt, und mit dem Erfolg muss ich ehrlicherweise sagen, habe ich nicht gerechnet. Mitten in der Saison sind wir ein wenig gestrauchelt, vielleicht haben wir uns auch auf unseren Lorbeeren ausgeruht, die zwei Niederlagen, in Pamhagen und gegen Apetlon haben uns etwas aus der Spur geworfen, aber anschließend haben wir kein Spiel mehr verloren und das Resultat ist der zweite Tabellenplatz. Im Winter werden wir uns von Martin Jackuliak trennen, aber nicht, weil er schlecht gespielt hat, aber es ist nicht unser Ziel, aufzusteigen, sondern junge Spieler zu integrieren und das kann man am besten, wenn es bisher gut gelaufen ist und man freie Plätze innerhalb der Mannschaft schafft. Wir wollen kleine Schritte gehen, den Nachwuchs behutsam aufbauen und so mit der Zeit ein starkes Team mit Eigengewächsen schaffen“. Zum Thema Aufstieg äußert sich der Trainer folgendermaßen:“ Die Frühjahrmeisterschaft ist eine Farce, das ist etwas, was man nicht will, nur die Herbstmeisterschaft ist sportlich wertvoll. Was im Frühjahr passiert ist eine Katastrophe, keiner will Meister werden, also muss man verlieren, um nicht vom Verband zurückgesetzt zu werden. Man kann nicht so weitermachen, man muss Reformen anstreben, aber so wie es scheint, ist der Verband resident gegenüber Veränderungen“ sagt ein kritischer Dietmar Bader.

Wie sieht Obmann Lutz-Jürgen Felke die momentane Lage:“ Es ist unser bestes sportliches Ergebnis seit der Vereinsgründung vor 93 Jahren, was noch dazu kommt, wir haben eine super Nachwuchsarbeit geleistet und sind mit der U23 Herbstmeister geworden. Der Aufstieg ist zurzeit kein Thema für uns, dazu sind wir noch nicht reif genug, aber wenn von unten leistungsstarke Spieler nachkommen, kann man in einigen Jahren darüber sprechen“.

Abgang: Martin Jackuliak, Ziel unbekannt

 

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