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Aufsteiger FC Andau will sich in der Burgenlandliga behaupten

Viele Fußballfans kennen Andau nur aus den Wetternachrichten als heißesten Ort Österreichs, nun sind die Kicker vom FC Andau in die höchste Amateurliga vom Burgenland aufgestiegen. Für einige Clubs aus dem Süden des Burgenlandes ist der FC ein unbeschriebenes Blatt und ca. 140km entfernt. Bereits Ende Herbst zeichnete sich ab, dass die Truppe von Trainer Christian Bauer mit dem Herbstmeistertitel etwas vorhatte, was schlussendlich mit dem Aufstieg bestätigt wurde. Jetzt heißt es für den Seewinkler Fußballverein und seine Fans: Auf zu neuen Ufern.

Ligaportal sprach mit Obmann Roland Peck über Ziele und Erwartungen für die erste Saison in der Burgenlandliga.

Ligaportal: Kam der Aufstieg in die Burgenlandliga unerwartet, oder haben Sie vor Saisonbeginn damit gerechnet?

Peck: „Zum Start in die Herbstsaison haben wir ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, aber als wir Herbstmeister wurden, haben wir gedanklich schon damit begonnen, Planungen zu machen. Als es im Frühjahr weiterhin gut gelaufen ist, wurde es immer realistischer, dass wir den Schritt machen wollen. Nachdem es in der II. Liga Nord immer weniger Vereine gibt, die motiviert sind, in die Landesliga aufzusteigen, haben wir den Entschluss gefasst, das Abenteuer in der höchsten Amateurliga vom Burgenland anzunehmen.“

Ligaportal: Ihr habt bereits 2016/17 den Meistertitel geholt, habt aber Siegendorf den Vorrang gegeben. Was waren damals die Gründe dafür?

Peck: „Wir sind damals mit dem Meistertitel auf dem falschen Fuß erwischt worden, unsere Sportanlage war gerade im Umbau einschließlich der Tribüne und wir waren als Funktionäre in der Gesamtheit überfordert. Wir waren mitten im Bau und in allen Belangen zu unsicher, darum haben wir damals auf den Aufstieg verzichtet, ohne dafür Sanktionen zu bekommen, was jetzt nicht mehr möglich ist.“

Ligaportal: Bleibt der Kader zusammen oder gibt es viele Ab- und Zugänge?

Peck: „Der Kader bleibt so wie er ist zusammen, wir haben drei Neuzugänge: Maximilian Mikula aus Parndorf, Lukas Macho aus Frauenkirchen und Loic Barthelemy Tenlep, ein gebürtiger Kameruner, der kommt vom SV Oberloisdorf. Wir wollen nicht mit großem wirtschaftlichem Risiko eine Menge neue Spieler holen, außerdem wäre es unfair gegenüber den jungen Andauer Spielern, die mit den Legionären den Aufstieg geschafft haben und sich in der Burgenlandliga weiterentwickeln können. Wichtig für uns war auch, dass Goalgetter Lukas Cambal geblieben ist, denn mit seinen Treffern sollen die einen oder anderen Punkte gewonnen werden.“

Ligaportal: In der vergangenen Saison habt ihr einen Zuschauerschnitt von ca. 300 gehabt, in der Burgenlandliga werden die Seewinkler Derbys fehlen, dann kommen Güssing oder Kohfidisch, Vereine, welche keine sogenannten Zuschauermagneten sind. Hoffen Sie auf mehr Zuschauer aus dem Seewinkel?

Peck: „Zu Beginn der Meisterschaft wird das Interesse auf jeden Fall vorhanden sein, und wenn wir gute Leistungen zeigen, werden auch weiterhin die Zuschauer kommen. Zum Auftaktspiel gegen den Mitaufsteiger Rudersdorf werden viele Fans kommen, zumal an diesem Wochenende im Bezirk noch nicht gespielt wird.“

Ligaportal: Welche Erwartungen und Ziele haben Sie für die kommende Meisterschaft in der Burgenlandliga?

Peck: „Es ist schon ein sportlich großer Sprung von der II. Liga in die Burgenlandliga, aber wir haben im Grunde nichts zu verlieren und man steigert sich auch mit der Aufgabe. Ich hoffe schon, dass wir eine gewisse Rolle spielen werden und uns behaupten können und nicht ganz untergehen. Wir beabsichtigen nicht aufzusteigen, um dann wieder abzusteigen, sondern möchten einige Siege einfahren und das erste Jahr in dieser Liga überstehen. Es wäre für uns ein optimaler Start, wenn wir das erste Spiel gegen Rudersdorf gewinnen würden.“