Spielberichte

"Es war eigentlich eine X-Partie" – Amaliendorf holt sich den Sieg erst mit dem letzten Standard

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Amaliendorf-Aalf.
SCU Kottes

In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel hat sich SC Amaliendorf-Aalfang gegen SCU Renz Kottes mit 2:1 durchgesetzt. Trainer Manuel Lamp nannte die Partie nach dem Schlusspfiff "eigentlich eine X-Partie", und genau so fühlte sich das enge Duell auch an. Lange war alles offen, weil beide Mannschaften auf Augenhöhe unterwegs waren. Erst ein spätes Standardtor brachte den Gastgebern in Runde zehn doch noch den entscheidenden Vorteil.

Blick durch das Tornetz auf den Torwart

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Frühe Führung, aber keine Ruhe im Spiel

Schon der Spielverlauf passte zu jener Einschätzung, die Lamp nach den neunzig Minuten mehrfach betonte. Amaliendorf ging in der 17. Minute durch Alexander Nöbauer mit 1:0 in Führung, hatte damit aber noch lange keine Kontrolle über die Partie. Kottes blieb im Spiel, hielt das Tempo hoch und kam in der 39. Minute durch Clemens Höllerschmid zum 1:1, das auch den Halbzeitstand bedeutete. Für den Trainer der Heimelf war das kein Zufall. "Es war ein Hin und Her von beiden Mannschaften", sagte Lamp und stellte klar, dass seine Mannschaft keineswegs deutlich überlegen gewesen sei. Dazu passte auch seine Aussage: "Wer das Führungstor schießt, der wird wahrscheinlich gewinnen." Genau dieses Gefühl zog sich aus seiner Sicht durch den gesamten Nachmittag.

Gute Umschaltmomente, aber zu wenig Entschlossenheit

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel laut Lamp eng und umkämpft. Der Amaliendorf-Coach sprach von einem Gegner, der seiner Mannschaft "alles abverlangt" habe, und fand für Kottes auffallend klare Worte. "Der Gegner war sehr stark. Das ist eine junge Mannschaft, sehr stark", sagte Lamp. Dass seine Elf sich am Ende trotzdem durchsetzte, gefiel ihm auch deshalb, weil sie in einer offenen Partie nie abreißen ließ. Gleichzeitig sah er trotz des Sieges sehr wohl Punkte, an denen seine Mannschaft arbeiten muss. "Wir haben gute Umschaltmomente gehabt, wo wir besser fertigspielen müssen", meinte Lamp. Für ihn lag genau dort ein wesentlicher Punkt: Amaliendorf kam in gute Situationen, spielte diese im letzten Drittel aber nicht immer sauber und entschlossen genug zu Ende. "Die Umschaltmomente müssen wir besser fertigspielen, entschlossener im letzten Drittel sein", hielt der Trainer fest.

Die Entscheidung fällt in der Nachspielzeit

Dass diese Partie am Ende doch noch einen Sieger fand, lag dann an einer Szene ganz spät im Spiel. In der 90.+3. Minute traf Tadeas Zezula zum 2:1 für Amaliendorf, und Lamp ordnete diesen Treffer sofort als Schlüsselmoment ein. "Ausschlaggebend war natürlich in der letzten Minute der Standard, wo wir das 2:1 gemacht haben", sagte der Trainer. Damit bekam eine Partie, die für ihn lange nach einem Remis ausgesehen hatte, doch noch eine Entscheidung. Umso wichtiger war für Lamp, wie seine Mannschaft bis zum Schluss drangeblieben ist. "Wir haben nie aufgegeben, haben gut dagegengehalten und haben uns in der letzten Minute belohnt mit einem Siegestreffer", sagte er. Auch abseits des Resultats blieb der Heimtrainer sachlich: Strittige Szenen habe es aus seiner Sicht nicht gegeben, der Schiedsrichter habe es "ganz gut gemacht". In der Tabelle steht Amaliendorf nach diesem Heimsieg auf Rang drei, Kottes folgt knapp dahinter auf Platz vier. Lamp nahm aus dem Nachmittag daher beides mit: drei Punkte und die Erkenntnis, dass "im Großen und Ganzen" vieles gepasst hat, im letzten Drittel aber noch mehr drin ist.

Gebietsliga Nordwest/Waldviertel: Amaliendorf : SCU Kottes - 2:1 (1:1)

  • 93
    Tadeas Zezula 2:1
  • 39
    Clemens Höllerschmid 1:1
  • 17
    Alexander Nöbauer 1:0