St.Kathrein ist Herbstmeister - und die anderen Teams?

Die Gebietsliga Ost erlebte in der Herbstsaison ein fesselndes Fußballspektakel, das von der zeitweisen Dominanz des Tabellenführers St. Kathrein geprägt war. Mit beeindruckenden 27 Punkten, neun Siegen und einer kontinuierlichen Entwicklung unter Trainer Franz Czadil sicherte sich das Team den Herbstmeistertitel. Zwischendurch schoben sich jedoch die Verfolger immer wieder an das Team heran, oder sogar kurzfristig vorbei. Immer wenn man dachte, eine Mannschaft setzt sich nun ab, wusste der aktuelle Tabellenfüher eine Antwort oder die Konkurrenz zeigte plötzlich Schwächen.

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St.Kathrein/Offenegg gewann im Herbst neun Spiele und hält bei 27 Punkten

Die Spitzengruppe - es gibt eine Handvoll absolute Topteams 

St. Kathrein zeigte sich nicht nur durch einen geradlinigen Spielstil, sondern auch durch einen ausgeprägten Teamgeist, der das Fundament ihres Erfolgs bildete. Die Mannschaft unterstrich ihre Ambitionen, die Liga zu dominieren, und wird im Frühjahr sicherlich alles daran setzen, den ersten Platz zu verteidigen. FC Oberes Feistritztal, Absteiger der letzten Saison, überzeugte mit einer kompakten Spielweise und präsentierte sich als die beste Abwehr der Liga. Die Mannschaft ist definitiv ein Favorit für den Aufstieg in die Unterliga und wird für Spannung sorgen. Man geht ebenso mit 27 Punkten in die Rückrunde.

St. Johann/Haide erwies sich als Tormaschine der Liga, erzielte beeindruckende 37 Tore und führte zwischenzeitlich die Tabelle an. Trotz des aktuellen dritten Platzes zeigte die Mannschaft eine starke Saison und wird im Frühjahr sicherlich um den Spitzenplatz kämpfen. Der SV Hirnsdorf beeindruckte mit der zweitbesten Offensive der Liga, erzielte bereits 34 Tore und könnte im Frühjahr für Überraschungen sorgen, wenn die Form beibehalten wird.

Mit nur fünf Punkten Rückstand auf den Herbstmeister präsentiert sich Schönegg als ernstzunehmender Verfolger. Trainer Atangana setzt auf eine junge Mannschaft, die attraktiven Fußball zeigt und sich im Frühjahr weiterhin behaupten möchte.

Hirnsdorf Spielszene

Hirnsdorf spielte eine solide Herbstrunde

Das Mittelfeld der Liga - gute Teams mit Potenzial

Albersdorf auf dem sechsten Platz verlor lediglich dreimal und etablierte sich als Aufsteiger als ernstzunehmende Kraft. Trainer Klug setzt hohe Ansprüche an sein Team, insbesondere in der Heimspielstätte, wo man seit fast zwei Jahren eine Macht ist.

Stubenberg gewann sieben Spiele, verlor jedoch sechs und zeigt bisher eine gewisse Unbeständigkeit. Mit mehr Konstanz könnte die Mannschaft im Frühjahr nach oben klettern. Die Weiz Reserve, die mehr zugetraut wurde, konnte im Herbst nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen. Dennoch sollte man das Team noch nicht abschreiben, da im Frühjahr noch alles möglich ist.

St. Jakob muss im Winter die Offensive verstärken, um das Manko der Mannschaft auszugleichen. Kaindorf bleibt schwer einzuschätzen und ist stark von der Tagesform abhängig. Schäffern bekam bereits 32 Gegentore, was auf Defensivprobleme hinweist. In der Defensive ist Nachbesserung erforderlich, um im Frühjahr erfolgreicher zu sein. In den Abstiegskampf wird man vermutlich nicht kommen.

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Oberes Feistritztal hält ebenso bei 27 Punkten und ist ein heißes Eisen im Kampf um den Aufstieg

Hier wird die Luft dann wirklich rauher 

Naintsch und Mitterdorf gewannen lediglich zwei Spiele und kämpfen gegen den Abstieg. Schlusslicht ist der USV St. Lorenzen, der bereits 43 Gegentore kassierte. Mit nur einem Sieg im Herbst wird die Mission Klassenerhalt im Frühjahr zu einer enormen Herausforderung.

Torschützen als Garanten für Erfolg 

Die besten Torschützen der Herbstsaison waren Zsolt Hegyesi (St. Johann) mit 16 Toren, Peter Gyepes (Stubenberg) mit 12 Toren und Mario Berghofer (Schönegg). Die Frühjahrsrunde verspricht somit Spannung pur im Kampf um Aufstieg und Abstieg. Vermutlich wird in dieser ausgeglichenen Liga die konstanteste Mannschaft aufsteigen. Das Team, das seinen "Stiefel" am lässigsten über die gesamte Saison herunter spielt.

Bericht und Fotos Florian Kober, weitere Fotocredits: Hirnsdorf, FC Oberes Feistritztal