Neusiedl strauchelt auch in Jennersdorf

"In den ersten sieben Runden der BVZ Burgenlandliga ist es perfekt gelaufen, jetzt hat unsere insgesamt sehr junge Mannschaft den erwarteten Einbruch. Zudem liegen uns die Reisen in den Süden offenbar nicht", spricht Michael Weiss, Sektionsleiter des SC Neusiedl am See, die magere Bilanz in der Fremde - nur ein Punkt aus den letzten drei Auswärtsspielen - an. Auch beim UFC Jennersdorf, der in den vergangenen Wochen glücklos agierte, musste sich die Mannschaft von Trainer Richard Niederbacher geschlagen geben.

 

Jennersdorf mit Start nach Maß

Vor rund 250 Besuchern fand die Heimelf von Trainer Joachim Poandl gut ins Spiel und ging überaus engagiert ans Werk. Gut zehn Minuten waren gespielt, als den Hausherren der verdiente Führungstreffer gelang, war Philipp Mayer nach einer Freistoßflanke von Mitja Ernisa mit dem Kopf zur Stelle. Die bissige Poandl-Elf kam in der ersten Hälfte kaum noch zu zwingenden Chancen, hatte Spiel und Gegner aber zumeist gut im Griff.

Neusiedl macht Druck - Poandl-Elf erhöht auf 2:0

Im zweiten Durchgang machten die in den ersten 45 Minuten enttäuschenden Neusiedler mächtig Dampf und setzen die Gastgeber gehörig unter Druck. Neben Pavol Sedlak und Patrick Kienzl war es vor allem Torjäger Marian Tomcak, der einige gute Chancen nicht nutzen konnte und zumeist am ausgezeichneten Jennersdorfer Schlussmann Kevin Gumhold scheiterte. Nach 65 Minuten dann die wohl spielentscheidende Szene, als dem Neusiedler Johannes Seywerth bei einem Zweikampf im eigenen Strafraum der Ball an die Hand sprang, Schiedsrichter Kern auf den Punkt zeigte und Ernisa den fälligen Elfmeter zum 2:0 vewandelte.

Die Niederbacher-Elf steckte auch trotz des klaren Rückstandes nicht auf, der Anschlusstreffer durch Marco Baumholzer in Minute 84 fiel aber zu spät. In den Schlussminuten fanden die Gäste keine Ausgleichschance mehr vor, sodass es beim, aufgrund einer großarigen kämpferischen Leistung, nicht unverdienten 2:1-Erfolg des UFC Jennersdorf blieb. Während die Poandl-Elf am nächsten Samstag in Horitschon gastiert, empfängt der SC Neusiedl bereits am Freitag mit dem ASK Marz das bislang stärkste Auswärts-Team der Liga.

Manfred Deutsch, Obmann UFC Jennersdorf:

"Im Gegensatz zu den vergangenen Spielen hatten wir heute das nötige Quäntchen Glück. Die Mannschaft hat toll gekämpft und die Druckphase der Neusiedler in der zweiten Halbzeit gut überstanden. Mit dem wichtigen Sieg konnten wir den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle herstellen und hoffen, dass nun ein Ruck durch die Mannschaft geht."

Michael Weiss, Sektionsleiter SC Neusiedl am See:

"Seit geraumer Zeit läuft es nicht mehr nach Wunsch, macht sich der Substanzverlust negativ bemerkbar. In der ersten Halbzeit haben wir schlecht gespielt, dennoch hätten wir das Match gewinnen können, haben in der zweiten Halbzeit aber zahlreiche gute Chancen vergeben. Zudem haben die Jennersdorfer gekämpft wie die Löwen. Nach der Auswärtstournee sind wir froh, wieder auf eigener Anlage spielen zu können und hoffen, dass wir gegen Marz wieder auf die Siegerstraße zurückfinden werden."

 

Günter Schlenkrich

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