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„So darfst du zu Hause nicht auftreten“ – Sommerein erlebt gegen Wolfsthal einen bitteren 1:7-Abend

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SC Sommerein
SC Wolfsthal

In der Gebietsliga Süd/Südost ist der SC Sommerein am Freitagabend gegen SC Wolfsthal mit 1:7 unter die Räder gekommen. Zur Pause lagen die Gastgeber bereits 0:2 zurück, nach dem Seitenwechsel brach die Partie endgültig auseinander. Co-Trainer Dominik Gotschy nahm kein Blatt vor den Mund, sprach von einem „bitteren Abend“ und davon, dass es seiner Mannschaft an den grundlegenden Dingen gefehlt habe.

Linienrichter an der Eckfahne mit Blick Richtung Spielfeld

Image by Stadien_NRW from Pixabay

Frühe Tore brachten Sommerein rasch ins Hintertreffen

Mit dem 0:1 durch Adnan Dzafic in der 12. Minute war Sommerein früh unter Druck. Sechs Minuten später erhöhte Dario Kopic auf 0:2, und mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Wer danach auf eine Reaktion der Gastgeber gehofft hatte, sah nach dem Seitenwechsel das Gegenteil. Wieder Dzafic stellte in der 52. Minute auf 0:3, Raphael Eichwalder legte nur zwei Minuten später das 0:4 nach, Christoph Hoffmann traf in der 57. Minute zum 0:5. Damit war die Partie längst entschieden, doch Wolfsthal blieb weiter am Drücker. Dzafic schnürte mit dem 0:6 in der 72. Minute seinen Dreierpack, Timotej Sluka erhöhte drei Minuten danach auf 0:7. Dass Michael Nikolic in der 84. Minute noch zum 1:7 traf, änderte am klaren Bild dieses Abends nichts mehr.

„Über 90 Minuten viel zu wenig von uns“

Entsprechend deutlich fiel danach auch die Einordnung von Dominik Gotschy aus. „Wir haben gewusst, dass Wolfsthal viel Qualität in den eigenen Reihen hat. Deshalb hätten wir von der ersten Sekunde an aggressiv, giftig und in den Zweikämpfen da sein müssen“, sagte der Co-Trainer. Genau das sei seiner Mannschaft aber nicht gelungen. „Von der ersten bis zur 90. Minute haben wir den Gegner gewähren lassen, ohne ihn großartig bei seinem Spiel zu stören“, so Gotschy. Er suchte dabei keine Ausreden und sprach offen an, wie er den Auftritt gesehen hat: „Es war über 90 Minuten viel zu wenig von uns. So darfst du nicht auftreten, vor allem zu Hause nicht.“ Gerade das schmerzte ihn besonders, weil die Erwartung vor dem Spiel eine ganz andere gewesen war.

Die Basics fehlten, Wolfsthal nutzte seine Klasse

Gotschy verwies darauf, dass Sommerein eigentlich mit einem guten Gefühl in diese Partie gegangen sei. „Wir haben unter der Woche drei sehr gute Trainings gehabt und sind mit anderen Erwartungen in das Spiel gegangen“, sagte er. Umso größer war danach die Enttäuschung, weil aus seiner Sicht genau jene Punkte gefehlt haben, die gegen einen Gegner dieser Qualität unverzichtbar sind. „Es hat an den grundlegenden Dingen gefehlt wie Einsatzwille, Körpersprache, Aggressivität und Zweikampfverhalten“, erklärte er. Gleichzeitig sprach er den Gästen ein klares Lob aus. „Wolfsthal hat immer wieder spielerische Lösungen gefunden, war sich aber auch nicht zu schade für weite Bälle und war nach Standards gefährlich“, sagte Gotschy. Sein Fazit fiel eindeutig aus: „Nach dieser Darbietung ist das für mich schon eine Top-drei-Mannschaft.“

Kein Blick auf andere, sondern volle Verantwortung

Bemerkenswert war auch, dass Gotschy nach dieser deutlichen Niederlage jede Diskussion über Nebenschauplätze sofort abräumte. An einer Bewertung der Schiedsrichterleistung wollte er sich gar nicht erst beteiligen. „Nach so einem Spiel müssen wir nicht andere Leistungen bewerten. Wir müssen über unsere Leistung reden“, stellte er klar. Damit war die Richtung vorgegeben. Für Sommerein geht es nun darum, diese 1:7-Niederlage sauber aufzuarbeiten und im Training die richtige Reaktion zu zeigen. „Wir müssen unter der Woche Gas geben und wieder eine Trendwende einleiten, um in die richtige Spur zu finden“, sagte Gotschy. Wolfsthal untermauerte mit dem klaren Auswärtssieg seine Rolle in der Spitzengruppe, während die Sommereiner vor allem eines mitnehmen müssen: Dass es ohne die angesprochenen Basics in dieser Liga sehr schnell deutlich werden kann.

Gebietsliga Süd/Südost: Sommerein : Wolfsthal - 1:7 (0:2)

  • 84
    Michael Nikolic 1:7
  • 75
    Timotej Sluka 0:7
  • 72
    Adnan Dzafic 0:6
  • 57
    Christoph Hoffmann 0:5
  • 54
    Raphael Eichwalder 0:4
  • 52
    Adnan Dzafic 0:3
  • 18
    Dario Kopic 0:2
  • 12
    Adnan Dzafic 0:1