Die Tormaschine ist auf Hochtouren

altZwei Spiele, sechs Punkte und 13 geschossene Tore. Diese eindrucksvolle Bilanz kann die SU Rebenland vorweisen. Im Bezirksderby wurde SV Stein Reinisch Spielfeld/WSV Retznei mit 6:1 aus dem Stadion geschossen. Die Gäste haben ordentlich dagegen gehalten und versuchten dem Titelaspiranten das Leben so schwer als möglich zu machen.

Blackout bringt die Führung

Knapp 30 Grad hat es im Stadion Arnfels als Schiedsrichter Karl Fuchs beide Mannschaften auf das Spielfeld führt. Nach Auftaktsiegen beider Mannschaften sind rund 300 Zuseher neugierig auf dieses Bezirksderby. Rebenland-Trainer Thomas Hack hat sein Team sehr offensiv eingestellt. Auf der anderen Seite reagierte Trainer Bojan Zrnko mit defensiver Einstellung. Die Heimmannschaft erarbeitet sich in den ersten Minuten zwar eine optische Überlegenheit, die aber vorerst zu keinen Tormöglichkeiten führt. Der sehr engagierte Gegner macht mit viel Laufarbeit und Einsatz die Räume sehr eng. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten kann sich das Team von Kapitän Rafael Peitler besser auf die Gäste einstellen. Dennoch bedarf es eines Blackouts von Spielfeld´s Tormann Marcel Baldauf: er nimmt einen Rückpass mit der Hand auf. Der verhängte indirekte Freistoß führt zum 1:0: Manfred Ostermann spielt den Ball für Sebastian Zirngast auf und dieser trifft ins Netz (24.). Rebenland setzt sofort nach: Sebastian Zirngast spielt aus der eigenen Verteidigung einen langen, weiten Pass direkt in den Lauf von Tadej Strelec, der alleine auf das Tor zuläuft, zuerst einen Schuss andeutet um dann über den liegenden Tormann den Ball ins Netz zu lupfen – 2:0 (26.). Ein Weltklasse Tor! Spielfeld/Retznei gibt sich aber noch nicht geschlagen. Bedingt auch durch das nachlassende Tempo der Heimmannschaft werden die Gäste etwas stärker und können vor der Pause auch den Anschlusstreffer erzielen. Nach einem Getümmel im Strafraum schießt Daniel Kreinz auf´s Tor, der Ball wird von einem Verteidiger zum 2:1 ins eigene Tor abgefälscht (40.). Rebenland´s neuer Tormann Daniel Roessler war da chancenlos. „Dass Roessler bei uns spielt, verdanken wir seiner schulischen Ausbildung. Er besucht in Arnfels die HTL und hat bereits im Frühjahr bei uns mittrainiert. Sein Stammverein Gröbming hatte nichts dagegen, jetzt wird er einmal bis zu seiner Matura bei uns spielen", erklärt Rebenland Sektionsleiter Manfred Gaube.
Die Gäste wittern jetzt noch eine Chance auf den Ausgleich, machen aber die Rechnung ohne Wirt. Denis Poljanec bereitet einen Konter mustergültig vor, bedient den völlig freistehenden Goalgetter Strelec und es steht 3:1 (44.).

Manfred Ostermann knackt Spielfeld/Retznei endgültig

Nach dem Wechsel kontrolliert Rebenland das Spiel, tut sich aber mit den mustergültig kämpfenden Gegner nach wie vor sehr schwer. Eine wunderschöne Einzelaktion von Manfred Ostermann entscheidet dieses Derby vorzeitig: der Mittelfeldspieler setzt sich an der Flanke ideal durch, zieht in den Strafraum und sein platzierter Schuss passt genau – 4:1 (58.). Dieser Treffer hat dann die Moral der Auswärtsmannschaft gebrochen. Bedingt auch durch die hohen Temperaturen und des hohen Einsatzes schwinden die Kräfte. In der 70. Minute bringt Trainer Hack den etwas angeschlagenen Angel Timev ins Spiel, der mit seiner ersten Aktion gleich zeigt was er drauf hat: Timev kommt am 16er an den Ball, spielt diesen ideal zum sich freilaufenden Tadej Strelec und der Ball zappelt im Netz – 5:1 (71.). Für den Schlußpunkt sorgt der Topspieler persönlich: einen Eckball verlängert Sebastian Zirngast per Kopf und der Bulgare köpfelt das 6:1 (80.). Ein Treffer mit Seltenheitswert, zählt doch das Kopfballspiel nicht unbedingt zur Stärke von Timev.

Thomas Hack, Trainer SU Rebenland: „Mit dem Auftakt bin ich hochzufrieden. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut. Ein großes Kompliment möchte ich dem heutigen Gegner aussprechen, die sehr engagiert und motiviert waren und uns das Leben ziemlich schwer gemacht haben. Die Saison ist noch sehr lange und ich hoffe, dass die zwei verletzten Spieler Gernot Ruhri und Tormann Andreas Berghofer bald einsatzfähig sein."

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von Gerald Posch