Stainz bringt Zwei-Tore-Führung nicht über die Zeit

stainz scEin spannendes, abwechslungsreiches Spiel zeigten der SC Stainz und der USV edelschrott usvBäckerei Cafe Jechart Edelschrott vor rund 150 Zuseher. Stainz sah wie der sichere Sieger aus, führte bereits mit 4:2 und hatte nach dem Ausschluss eines Edelschrotter Spielers auch eine nummerische Überlegenheit. Aber der Titelaspirant gab nicht auf und kämpfte verbissen.

Stainz kann die 1:0 Führung nicht in die Pause bringen

In der vorigen Saison beendete Edelschrott die Meisterschaft mit dem zweiten Tabellenplatz, übrigens punktegleich mit dem SC Stainz. Beide Mannschaften zählen zum erweiterten Kreis der Titelaspiranten. Dementsprechend vorsichtig gehen beide Teams ans Werk. Die ersten Minuten sind geprägt von vorsichtigem Spiel, ein erstes Abtasten. Die Truppe von Trainer Rene Pojer übernimmt dann das Kommando, aber Edelschrott ist bei Konterstössen brandgefährlich: Zweimal taucht ein Stürmer alleine vor dem Tor des SC Stainz auf, aber zweimal vergeben die Stürmer der Gäste. Aus der ersten guten Aktion geht dann der Gastgeber in Führung: Michael Suppan tritt einen Freistoß aus rund 25 Meter und der Ball geht unhaltbar für Tormann Christian Hatzl zum 1:0 ins Kreuzeck (31.). Auf der anderen Seite kommt Edelschrott unter tatkräftiger Mithilfe von Tormann Harald Holzer zum Ausgleich: den Freistoß von Martin Edler lässt Stainz Goalie unter seinem Körper zum 1:1 durch (38.). Kurz vor der Pause gehen dann die Gäste in Führung: einen langen, weiten Ball in den kleinen Strafraum kann Markus Rosegger unbedrängt zum 1:2 ins Tor köpfeln (43.). Wieder hat Tormann Holzer nicht gut ausgesehen.

Nach 2:4 Rückstand gelingt noch der Ausgleich

Nach dem Wechsel starten die Gastgeber, wie aus der Pistole geschossen. Nach einem Standard fällt der Ausgleich: ein Freistoß wird hoch in den Strafraum gespielt, mehrere Spieler gehen auf den Kopfball, aber ausgerechnet Markus Rosegger bringt den Ball im eigenen Tor unter – 2:2 (46.). Jetzt hat Stainz die beste Phase und diktiert diese Begegnung eindeutig. Edelschrott kann nichts entgegensetzen und so geht die Heimmannschaft in Führung: bei einem langen Ball spielen die Gäste auf abseits, Lukas Wenzl startet über die linke Seite genau richtig und hat keine Probleme zum 3:2 abzuschließen (53.). Damit gibt sich Stainz noch nicht zufrieden. Daniel Fabian setzt sich durch, kommt alleine vor den Tormann und schießt zum 4:2 ins Netz (61.). Wenig später schickt Schiedsrichter Grill Rene Pongritz mit gelb/roter Karte vom Platz (70.). Damit ist Edelschrott auch nummerisch geschwächt. Dieser Ausschluss hat aber die Gäste aufgeweckt, die jetzt mit langen Bällen den Gegner aus dem Konzept bringen. Und so eine Aktion bringt den Anschlusstreffer: Die Abwehr verschläft einen langen Ball und nachdem Marcus Potocan im Strafraum angespielt wird, zappelt das Leder im Netz – 4:3 (79.). Der Ausgleich fällt dann unter äußerst kuriosen Umständen: wieder wird ein Ball lange nach vorne gespielt, Fabian Schneeberger (kurz zuvor eingetauscht), bedrängt von einem Stürmer, hebt den Ball zurück zum eigenen Tormann, sieht aber nicht, dass dieser schon 25 Meter vor dem Tor steht, und die Kugel kollert zum 4:4 ins Netz (83.). In den letzten Minuten drängt Edelschrott massiv auf die Führung, kann aber keinen entscheidenden Angriff lancieren..

Rene Pojer, Trainer SC Stainz: „Zwei bittere verlorene Punkte. Wir hatten fast 80 % Spielanteile, aber leider haben wir uns drei Tore selbst gemacht. Positiv: Meine Mannschaft hat sich enorm weiterentwickelt, einen großen Sprung gemacht. Wir haben einen Titelaspiranten ganz klar beherrscht. Daher bin ich mit dem Punkt zufrieden."

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von Gerald Posch