Gebietsliga West

Ex-Maribor-Goalgetter neuer Trainer in Kaindorf

Kurt Nessl tritt beim Gebietsligisten SV Kaindorf an der Sulm in die zweite Reihe zurück. Die akut abstiegsgefährdeten Südsteirer holen mit Kliton Bozgo dafür einen ehemaligen Star-Stürmer von NK Maribor und 13-fachen albanischen Nationalspieler als neuen Coach. Mit "Toni" Bozgo und seinen Verbindungen soll trotz Finanzschwäche die ein oder andere Verstärkung geholt und so der Klassenerhalt gesichert werden. Bei bisher nur zwei Siegen aus 13 Spielen in der Herbstsaison der Gebietsliga West zweifellos eine herausfordernde Aufgabe für den neuen Coach.

Es war ein Trainerwechsel in beiderseitigem Einvernehmen. Kurt Nessl, seit zweieinhalb Jahren Coach des SV Kaindorf, wird weiter für den Verein tätig sein: "Ich kümmere mich jetzt wieder um die U15. In der Kampfmannschaft brauchen wir einen neuen Besen, die kehren besser", sagt Nessl, der bereits in den letzten beiden Saisonen die Mannschaft nur knapp vor dem Abstieg bewahren konnte. Beim Nachwuchs sieht die Ausgangslage auch deutlich besser aus, die U15-Mannschaft wurde Herbstmeister.

Albaner als neuer Trainer

Als neuen Trainer hat Kaindorf-Obmann Christian Taucher mit Kliton Bozgo einen ehemaligen Stürmerstar, der seine größten Erfolge beim NK Maribor feierte, engagiert. Bozko spielte auch vier Jahre lang bei der Admira. 13 Mal lief er für das albanische Nationalteam auf, blieb aber ohne Torerfolg. Seine bisher einzigen Trainerstationen waren ein Engagement beim FC Gamlitz sowie ein Kurzgastspiel beim Kärntner Unterligisten FC Sachsenburg im heurigen Frühjahr.

Verstärkung gesucht

Bozgos Ausgangsposition bei den Kaindorfern ist herausfordernd: Nur zehn Punkte konnten im Herbst erkämpft werden, vier Punkte fehlen auf den ersten Platz außerhalb der Abstiegszone. Verantwortlich dafür macht Ex-Trainer Nessl vor allem den Abgang von gleich sieben wichtigen Spielern im Sommer, die nicht ersetzt werden konnten. Denn die Finanzdecke der Südsteirer ist dünn. Trainingsgelder gibt es keine, ein Fixum nur fallweise, erklärt Jugendleiter Josef Poss. Dennoch sollen die Kontakte des neuen Trainers vor allem nach Slowenien helfen, mit dem ein oder anderen Talent aus dem südlichen Nachbarland den Klassenerhalt zu schaffen, so Poss.

Dann könnte die derzeitige Durststrecke überwunden sein und die Mannschaft mit dem eigenen Nachwuchs wieder gestärkt werden. "In der U15 haben wir echte Rohdiamanten, wir sind zweimal Meister geworden, die Burschen sind in zwei Jahren reif für die Kampfmannschaft", versprüht der Jugendleiter Optimismus.

 

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