Legende zu LUV Graz

altDamit hat bei LUV Graz wohl niemand gerechnet. Der Verein aus der Unterliga Mitte überwintert tatsächlich auf dem vorletzten Tabellenplatz mit gerade einmal sieben Punkten auf dem Konto und fast noch einmal so viel Zählern - nämlich sieben - Rückstand auf den zwölften Platz. Wir unterhielten uns an dieser Stelle mit Obmann Leopold Stöhr und wollten unter anderem wissen, warum man sich so schwer tat und der Motor einfach nicht rund laufen wollte. Inzwischen gibt es auch einen neuen starken Mann an der Seitenlinie.

"Wir sind selbst alle am meisten schockiert", stellt der Funktionär klar. "Damit konnte einfach keiner rechnen. Wir haben mit der fast gleichen Mannschaft in den letzten Jahren immer vorne mitgespielt und jetzt plötzlich sind wir unten dabei." Dabei wäre es grundsätzlich ja kein so großes Problem, wäre da nicht der mittlerweile schon relativ große Rückstand auf die sichere Zone. "Ich bin davon überzeugt, dass wir es noch schaffen, aber es wird ganz sicher kein Zuckerschlecken", so Stöhr, der auch durchaus von der Hinrunde enttäuscht ist.

Kein großer Schnitt

Die Grazer kassierten die zweitmeisten Gegentore der Liga - 34 an der Zahl. Selbst schoss man auch die zweitwenigsten. Auch das ist ein Indiz dafür, dass es im Herbst überhaupt nicht rund lief. "Natürlich haben wir die eine oder andere Veränderung vorgenommen, aber den großen Schnitt hat es im Sommer nicht gegeben." Gerade deswegen ist Stöhr so verwundert.

Benko als Trainer

Inzwischen trennte man sich auch von Trainer Joachim Springer und engagierte mit Fritz Benko einen noch erfahreneren Mann. "Er ist eine Legende und wird uns ganz sicher weiterhelfen können." Auch am Spielersektor wird es Veränderungen geben. "Wir müssen reagieren. Sonst wird es wirklich noch eng." Das große Geld werde man aber nicht in die Hand nehmen. Außerdem kehrt Leistungsträger Mario Koschier von seiner Verletzung in den Kader zurück. "Er war den ganzen Herbst verletzt. Mit ihm tun wir uns dann auch sicher wieder leichter."

von Redaktion