Rohrbach ist Herbstmeister - wie sieht es dahinter aus?

Mittlerweile ist die Herbstrunde in der Unterliga Ost gespielt. Es zeichnen sich weitere Tendenzen ab. Der SV Rohrbach führt die Tabelle an, der SV Gutenberg hat die rote Laterne inne. Kein Team konnte bisher dem Rest der Liga enteilen, immer wieder gab es in den vergangenen Wochen überraschende Ergebnisse und so wirkt der Punktestand in der Unterliga Ost weiterhin wie ein aufgefädelter Zug.

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St.Ruprecht ist in den letzten Wochen in Form gekommen - oben sortiert sich das Feld 

Rohrbach ist Herbstmeister - aber Burgau als Vierter ist nur drei Punkte zurück

Die Unterliga Ost zeigt sich in dieser Saison äußerst spannend, wobei der SV Rohrbach seine Ambitionen auf den Aufstieg eindrucksvoll untermauert. Die Mannschaft, die in der vergangenen Saison auf dem dritten Platz landete, hat sich zu einem ernsthaften Titelkandidaten entwickelt. Aktuell führt man die Tabelle an und die Aussichten für das Frühjahr sind vielversprechend. Mit nur drei Niederlagen und 26 Punkten holte man den Herbstmeistertitel. Dabei zeigt die Mannschaft eine beeindruckende Defensivleistung, die sie zur zweitbesten Abwehr der Liga macht - nur siebzehn Gegentore musste man bisher hinnehmen.

SV Ilztal liegt nur einen Punkt hinter dem Tabellenführer. Die letztjährigen Absteiger haben erst zwei Niederlage hinnehmen müssen und spielen konstant gut und sammeln weiterhin wertvolle Punkte für ihr klares Ziel: den Wiederaufstieg. Mit nur 16 Gegentoren verfügt man über die sicherste Abwehr der Liga. Der Aufsteiger USV Grafendorf kam mit viel Euphorie in die Liga und besiegte unter anderem den SV Pircha. Ein zwischenzeitliches kleines Tief überwand man und landete in der Herbstrunde auf dem dritten Platz. Der SV Burgau führte nach zehn Runden die Tabelle an und rutschte erst in der Endphase auf den vierten Platz ab. 

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Pircha blieb im Herbst wohl unter den Möglichkeiten - Dechantskirchen spielte eine insgesamt solide Hinrunde

Pischelsdorf legte eine solide Saison hin, war zuletzt gut in Form gekommen und ist im Kampf um den Aufstieg noch längst nicht abzuschreiben. Der USV Pircha startete die Saison unter den Erwartungen, hat jedoch inzwischen Fahrt aufgenommen und wird als eine der spielstärksten Mannschaften der Liga gehandelt. Trotz ihres schwierigen Saisonstarts gelten sie weiterhin als noch längst nicht abgeschrieben für einen Spitzenplatz nach der Frühjahrsrunde. 

Das solide Mittelfeld der Unterliga Ost

Dechantskirchen gewann knappe Spiele oder verlor sie knapp, was auf eine gewisse Unbeständigkeit, aber auch Klasse, hinweist. Die Tordifferenz liegt bei 26:26 - man ist insgesamt ausgeglichen unterwegs und im Mittelfeld. Pinggau-Friedberg nimmt den achten Platz ein und stellt gemeinsam mit Ilztal die Tormaschine der Liga mit 35 erzielten Toren. In den letzten Wochen vor der Winterpause verlor man an Terrain und rutschte vom 4. Tabellenplatz ins Mittelfeld. TUS Vorau, eine junge Mannschaft, hat im Herbst einen Trainerwechsel erlebt. Christoph Pretterhofer übernahm das Ruder und konnte Stabilität in die Mannschaft bringen. 

Bad Blumau ist so etwas wie die Wundertüte der Liga - wenn sie verlieren, dann richtig. In zwei Spielen gegen Pischelsdorf und Ilztal kassierten sie insgesamt 14 Gegentore. Wenn sie in Form sind, sind sie ein unangenehmer Gegner. Eine Prognose für das Frühjahr abzugeben, ist jedoch schwierig. 

Der Aufsteiger St. Ruprecht hat im Laufe der Herbstrunde begonnen, Punkte zu sammeln, nachdem sie zuvor wochenlang ohne wirklich zählbares Ergebnis gespielt hatten. Von allen Teams aus dem unteren Tabellentableau hatte man zuletzt die beste Form aller Mannschaften.

Die kritische Zone - es geht um die wichtigen Punkte

Der USV Pöllauberg hat bisher vier Unentschieden und drei Siege errungen, was auf eine gewisse solide Leistung hindeutet, aber sie tun sich beim Punktesammeln schwer. Gross Steinbach kämpft erneut in der unteren Tabellenregion und hat mit 38 Gegentoren die schlechteste Defensive der Liga. Man wird in der Winterpause in der Defensive nachlegen müssen.

Die rote Laterne der Liga trägt derzeit der SV Gutenberg, der erst zwei Siege verbuchen konnte. Mit nur sieben Punkten auf der Habenseite, wird es ein harter Kampf um den Verbleib in der Unterliga.

Torschützen und Aussichten

Die Unterliga Ost verspricht eine spannende Saison, und es bleibt abzuwarten, welches Team sich den Titel sichern wird und welche Mannschaften am Ende der Saison im Juli den Aufstieg schaffen. Mit zahlreichen Spielen und vielen Zuschauern ist die Liga beliebt und ausgeglichen. Thomas Kollmann aus Pircha führt die Torschützenliste mit 14 Treffern an, gefolgt von Boris Vidovic (Grafendorf) und Peter Schermann (Rohrbach) mit jeweils zehn Toren. Wir erwarten eine aufregende Saison in der Unterliga Ost und berichten !

Bericht und Fotos Florian Kober

Tabelle Unterliga Ost