Erlaa: Titelduell mit reichlich Emotion

Punktegleicherlaa ask starten die beiden Spitzenreiter ASK Erlaa und Unterwaltersdorf ins Frühjahr der 2. Klasse Ost-Mitte. Sofern es nicht überraschend einen lachenden Dritten gibt, spielen die beiden Teams das 1. Klasse-Ticket aus. Ein Titelduell, das es in sich hat. Ein Duell, wo enorm viel Emotion dahinter steckt. Denn in der jüngsten Vergangenheit betätigten sich beide als Spielverderber.

 

Der Erlaa-Trainer hat die Geschehnisse noch genau vor Augen: „Vor zwei Jahren trafen wir in der letzten Runde zu Hause auf Unterwaltersdorf, benötigten einen Punkt zum Meistertitel“, erzählt Manfred Kaderabek. Doch die Gäste, für die es um nichts mehr ging, spielten nicht mit, siegten mit 1:0 und ließen die Erlaa-Spieler mit Tränen zurück.

Revanche im Vorjahr

Vergangene Saison blies Erlaa zur Revanche, zum Schaden von Unterwaltersdorf: „Wir knöpften ihnen in der vorletzten Runde zu Hause einen Punkt ab und zerstörten damit ihre Titelträume. Für uns reichte es noch zu Platz drei.“

Heuer wird wohl einer der beiden Erzrivalen das Rennen machen. Zur Halbzeit halten beide bei 31 Punkten, Erlaa weist das um zwei Treffer bessere Torverhältnis auf. Kaderabek, der gemeinsam mit Walter Szloboda das Traineramt ausfüllt, glaubt, dass sein junges Team auch am Ende die Nase vorne haben wird: „Wir forcierten in der Vorbereitung unser schnelles Spiel nach vorne mit wenigen Ballkontakten, sind gerüstet für den Titelkampf.“

Start gegen das Schlusslicht

In der Herbstsaison gelangen in 13 Partien 50 Treffer: Zehn gingen aufs Konto von Top-Torjäger Matthias Aichinger, neun verbuchte Harald Hable. Alle sieben Heimspiele wurden gewonnen, Ebergassing und Mödling jeweils mit 8:0 vom Platz geschossen. Die Rückrunde wird am Samstag, 17. März, beim gerade mal mit zwei Pünktchen ausgestatteten Schlusslicht Pottendorf eingeläutet: Im Hinspiel hatte Erlaa mit dem Nachzügler seine liebe Not, mühte sich zu einem 1:0-Sieg.

Der Schlager gegen Unterwaltersdorf geht am fünftletzten Spieltag (12. Mai) auf eigener Anlage in Szene, das erste Aufeinandertreffen entschied Erlaa in der Fremde mit 2:1 für sich. „Doch aufgepasst vorm Tabellendritten Siebenhirten“, warnt Kaderabek. „Sie schleichen sich von hinten rein, ich habe sie auf der Rechnung.“ Kaderspieler Serhan Kayikci fehlt Erlaa in den ersten Runden, er zog sich einen komplizierten Handbruch zu.

Christian Reichel

 

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