2. Landesliga Ost

FC Klosterneuburg: Sensationeller Erfolgslauf soll auch nach Abgang des Torgaranten weitergehen!

Der FC Klosterneuburg ist in der 2. Landesliga Ost im Moment Teil der Spitzengruppe. Mit beachtlichen 28 Punkten liegt man auf dem dritten Rang der Tabelle. Dabei hat man gerade mal sechs Zähler Rückstand auf den großen Meisterschaftsfavoriten, die Admira Panthers. Die starken Leistungen wurden bis zuletzt durchgezogen und die Erwartungen mehr als übertroffen, wie Obmann Thomas Pils im Interview mit Ligaportal schildert. Daher blickt man trotz der Tatsache, im Frühjahr auf den Goalgetter verzichten zu müssen, im Verein sehr selbstbewusst positiv der Rückrunde entgegen.

Wie bewertet man vereinsintern bisher die laufende Saison?

Thomas Pils: „Hervorragend! Ich bin jetzt aber nicht von unseren Leistungen überrascht. Auf der anderen Seite wissen wir, dass das Niveau in dieser Liga sehr hoch ist. Es gibt zahlreiche ernstzunehmende Konkurrenten. Und unser Ziel war zunächst eigentlich mal, uns in dieser Klasse zu etablieren. Dies ist uns sehr schnell gelungen. Dass wir gleich eine derart beeindruckende Rolle in der Meisterschaft spielen, ist umso schöner.“

Welches Ereignis hat im Herbst bei Ihnen für die meisten Glücksgefühle gesorgt?

Thomas Pils: „Generell freut mich, dass wir mehr oder weniger ohne schwächere Phase durch die Hinrunde gekommen sind. Das ist bemerkenswert, da der Großteil der Mannschaften auf einem sehr ähnlichen Niveau spielt. Es gibt kein extremes Leistungsgefälle. Umso wichtiger ist es, das Potential regelmäßig abrufen zu können. Wenn ich mich auf ein Spiel beziehen soll, war das jedenfalls das Derby gegen Langenlebarn. Da haben wir 4:0 gewonnen. Jeder hat von uns den Sieg erwartet. Das sind dann oft die schwersten Partien. Aber wir haben das durchgezogen und sind unserer Favoritenrolle gerecht worden.“

Was war das Erfolgsrezept in der bisherigen Saison?

Thomas Pils: „Da denke ich vor allem an die Kaderbreite. Bei uns passt nicht nur der erste Anzug, sondern auch die Qualität der Spieler, die von der Bank kommen. Das bekommen wir auch immer wieder von der Konkurrenz zu hören. Unser Prunkstück ist die Defensive. Das hat uns im letzten Jahr schon ausgezeichnet. Mit einer funktionierenden Abwehr tun sich natürlich auch die anderen Mannschaftsteile, also das Mittelfeld und der Sturm, leichter. Christian Hueber, den es aufgrund des Jobs ins Ausland zieht und der uns im Frühjahr nicht mehr zur Verfügung stehen wird, hat mit seinen 15 Treffern auch seine Torjägerqualitäten unter Beweis gestellt.“

Welche Vorzüge, die sich seine Stürmerkollegen im letzten halben Jahr noch abschauen konnten, haben den Goalgetter ausgezeichnet?

Thomas Pils: „Die Spielintelligenz ist hier vor allem zu erwähnen. Mit seinen unvergleichlichen Antizipationsfähigkeiten hat er Situationen immer wieder richtig kommen sehen und ist dann am richtigen Fleck gestanden. Hoffentlich haben sich unsere Talente da noch einiges abgeschaut.“

Wer sind vielleicht die Stars von morgen, die aktuell für Klosterneuburg auflaufen?

Thomas Pils: „Wir haben hier im Verein aktuell zahlreiche Nachwuchskräfte, die auf sich aufmerksam machen. Das ist immer schwer zu sagen, wer letztlich langfristig seinen Weg machen wird. Eine gute Entwicklung traue ich jedenfalls Konstantin Reiter zu. Er ist noch keine 20 und hat sich bei uns im Mittelfeld schon etabliert. Auch in Leopold Vogel sehe ich zum Beispiel großes Potential. Er hat tolle Anlagen für einen Stürmer.“

Wie möchte man die Transferzeit in der Winterpause nützen?

Thomas Pils: „In erster Linie möchten wir auf unser eingespieltes Team bauen. Der treffsicherste Akteur verlässt uns zwar, aber naturgemäß ist so ein Angreifer, der Tore garantiert, am Markt sehr schwer zu finden. Deswegen setzen wir uns auch nicht unnötig unter Druck. Wir halten Augen und Ohren offen. Vielleicht ergibt sich etwas. Klosterneuburg ist attraktiv und hat interessante Rahmenbedingungen zu bieten. Wichtiger ist aber sowieso, dass wir ein funktionierendes Mannschaftsgefüge haben. Es sind auch genug andere Akteure dazu in der Lage, offensiv gefährlich zu werden. Und vielleicht ist ja auch ein aufstrebender Mann wie Leopold Vogel bald dazu in der Lage, in die Fußstapfen von Christian Hueber zu treten.“

Was sind nun die Ziele für den Frühling?

Thomas Pils: „Vor dem Ligabeginn war das Ziel die Etablierung bzw. der Klassenerhalt in der Liga. Es ist jetzt mal die Hälfte der Saison vorbei. Neue Ambitionen werden nun nicht in Form von Platzierungen genannt. Vielmehr ermöglicht uns die starke Hinrunde, dass wir nun weiter von Spiel zu Spiel schauen können. Das nächste Match ist immer das Wichtigste. Das ist ja generell in den letzten Jahren schon immer unsere Herangehensweise gewesen. Wir können uns auf die Entwicklung unseres Spiels konzentrieren.“

Wer wird letztlich vorne sein im Rennen um den Meistertitel?

Thomas Pils: „Das sind für mich ganz klar die Admira Panthers. Denke nicht, dass da jemand bis zum Ende dran bleiben kann.“