Wilhelmsburg zieht sich in die 2. Klasse zurück und will sogleich oben mitspielen

Die vergangenen Monate haben den ASK Wilhelmsburg schwer gebeutelt. Beim Saisonabbruch stand man in der Gebietsliga West mit nur sechs Punkten auf dem letzten Tabellenrang. Zu Jahresbeginn ging auch noch Hauptsponsor Laufen verloren, der das Keramik-Werk vor Ort schließt. Daher entschied sich die Vereinsführung für einen geordneten Neustart in der 2. Klasse Alpenvorland. In dieser will man gleich zu Beginn vorn mitspielen. Das Gros des Kaders konnte gehalten werden. Mit Kevin Habacher kehrt ein gestandener Akteur aus Lilienfeld zurück.

 

Breiter Kader soll für Erfolge sorgen

Sportlich ist man für die erste Saison in der 2. Klasse gut gerüstet. Die meisten Spieler, darunter viele Routiniers, konnten gehalten werden. Sechs Abgängen stehen zwei Zugänge gegenüber. Tobias Habertheuer (Rabenstein), Michael Leimhofer (Herzogenburg), Eric Willer (Lengenfeld), Herbert Georgiev (Karlstetten), Jovo Fonjga (Röschitz) und Adam Nedorost (Asparn/Zaya) verlassen den ASK. Verstärkt hat man sich mit dem erfahrenen Kevin Habacher (32), der in der Defensive für Stabilität sorgen soll. Er stößt aus Lilienfeld zum Team von Neo-Trainer Jürgen Pinczker, der Jürgen Sassmann beerbt. Außerdem wurde Stefan Buder reaktiviert. „Glücklicherweise können wir voll auf unseren Nachwuchs bauen“, erklärt Schrittwieser. „Wir verfügen über einen sehr guten Unterbau, sodass Trainer Pinczker auf einen Personalstamm von 40-45 Spielern für Kampfmannschaft und U23 zurückgreifen kann.“

Aufgrund der veränderten Umstände durch die Coronakrise sowie den Wechsel in die 2. Klasse will man sich beim ASK nicht auf einen bestimmten Tabellenplatz festlegen. Dennoch schielt man gleich zu Beginn in Richtung der Spitzenplätze. „Das Ziel sollte schon sein, dass wir oben mitspielen“, hält Schrittwieser fest. „Man muss aber bedenken, dass die Spieler den Fußball aus der Gebietsliga gewöhnt sind. In der 2. Klasse läuft der Hase ja doch ein wenig anders. Dort wird viel robuster und körperbetonter gespielt. Daran werden sich die Jungs erst einmal gewöhnen müssen“, blickt er voraus.

Der Kader steht also. Um optimal auf die Saison vorbereitet zu sein, startet am kommenden Montag der Trainingsbetrieb im Wilhelmsburger Lichtensternstadion.

 

Schleppender Start für Fanartikel-Aktion

Um die Folgen der Coronakrise sowie des Laufen-Absprungs abzufangen, startete der ASK im Mai eine Aktion, bei der die Anhänger des Clubs speziell gestaltete Kappen und T-Shirts im Vereinsdesign erstehen konnten. Diese lieferte jedoch bisher nicht die gewünschten Ergebnisse, wie Geschäftsführer Robert Schrittwieser betont: „Um ehrlich zu sein war es nicht ganz einfach. Die Artikel über Facebook & Co zu verkaufen ist eben schwieriger als direkt auf unserem Sportplatz. In den vergangenen Wochen hat sich das aber verbessert und wir konnten ein wenig mehr verkaufen“, so Schrittwieser.

Generell ist im wirtschaftlichen Bereich noch so manches in Schwebe. „Wir wissen leider noch nicht wie einzelne Firmen weitermachen“, betont Schrittwieser. „Grundsätzlich haben wir aber einen gewissen Sponsorenpool, auch wenn uns der Abgang von Laufen natürlich ein schmerzliches Loch gerissen hat“, hält er fest. Einen Plan für die Zukunft gibt es bereits: „Wir wollen nun die Wilhelmsburger Wirtschaft verstärkt mit ins Boot holen und so das Laufen-Aus kompensieren“, so Schrittwieser.

 

Zugänge:

Kevin Habacher (Lilienfeld), Stefan Buder (reaktiviert)

Abgänge:

Tobias Habertheuer (Rabenstein), Michael Leimhofer (Herzogenburg), Eric Willer (Lengenfeld), Herbert Georgiev (Karlstetten), Jovo Fonjga (Röschitz), Adam Nedorost (Asparn/Zaya)

 

 

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