Die Serie hält: Bad Schwanberg zum dritten Mal in Folge unbesiegt

SV Gralla
SV Bad Schwanberg

Ein Tor machte den Unterschied – Bad Schwanberg siegte mit 2:1 gegen Gralla. Die Grubisic-Elf lag zuerst mit 0:1 zurück, glich noch vor der Pause aus und sicherte sich schlussendlich den Auswärtssieg.

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Coach Jerko Grubisic bleibt mit dem SV Bad Schwanberg weiterhin auf Spur 

Jernej Leskovar traf zur Führung

Bereits nach sieben Minuten gingen die Hausherren in Führung. Nach einem Angriff über die linke Seite spielte Lukas Walter den Ball quer - Jernej Leskovar stand goldrichtig düpierte seinen Gegenspieler mit einem Haken und schoss den Ball mit dem linken Fuss ins lange Eck. Gralla übte weiter viel Druck aus und kam noch zu zwei Top-Chancen. Einmal traf Dominik Nöst nur die Latte und bei einer weiteren dicken Möglichkeit köpfte Leskovar den gegnerischen Tormann Daniel Kinzer an.

Das 1:1 für Bad Schwanberg fiel dann eigentlich überraschend. Nach einem Eckball verteidigten die Heimischen sehr schlecht. Matevz Struc lauerte an der ersten Stange und erzielte nach einem Getümmel den Ausgleich (33.). Zum Seitenwechsel hatte keine Mannschaft die Oberhand gewonnen. Unentschieden lautete der Zwischenstand.

Im zweiten Durchgang stellte Damir Dedic stellte die Weichen für SV Bad Schwanberg auf Sieg, als er in Minute 57 mit dem 2:1 zur Stelle war. Mit einem Volley ins Kreuzeck sorgte er für den Führungstreffer. Dieses Tor ließ bei einigen Gralligern die Wogen hochgehen, sie sahen bei der Ballmitnahme ein Handspiel des Schützen. Der Unparteiische jedoch nicht, somit zählte der Treffer. Auch die nachträgliche Videoansicht hat die Entscheidung des Schiedsrichters bestätigt. 

Ab der 65. Minute übernahmen zwar die Gastgeber wieder das Kommando - trafen wiederum nur die Stange (Leskovar) - aufgrund er kompakten Abwehrleistung der Gäste konnten sie aber kein Tor mehr erzielen. Kurz vor Schluss verließ Gralla-Coach Heinz Thonhofer, nach zwei nicht geahndeten Fouls an Nöst die Coachingzone - in der derzeitigen Regelauslegung das schlimmste, was man als Trainer machen kann - und sah dafür die rote Karte. Nach der Beendigung des Spiels durch den Referee feierten die Gäste einen dreifachen Punktgewinn gegen SV RB Pichler Bau Gralla und bleibt seit drei Spielen en suite unbesiegt.

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Trainer Heinz Thonhofer sah wegen Verlassens der Coachingzone die rote Karte

SV Gralla verbuchte insgesamt fünf Siege, vier Remis und vier Niederlagen. Der Gastgeber baut die Mini-Serie von zwei Siegen nicht aus.

Die Saison von Bad Schwanberg verläuft weiterhin positiv, was die Gesamtbilanz von sieben Siegen, drei Remis und nur drei Niederlagen klar belegt. Dank dieses Dreiers zum Abschluss der Hinrunde wird SV Bad Schwanberg die Rückserie sicher mit einem guten Gefühl angehen.

Bad Schwanberg setzte sich mit diesem Sieg von Gralla ab und nimmt nun mit 24 Punkten den vierten Rang ein - könnte aber von Wies noch überholt werden - während SV RB Pichler Bau Gralla weiterhin 19 Zähler auf dem Konto hat und den achten Tabellenplatz einnimmt. Diese Platzierung bleibt bis zum Beginn der Frühjahrssaison bestehen.

 

Stimmen zum Spiel:

Heinz Thonhofer, Trainer Gralla:

"Das positive ist, dass ich trotz meiner 65 Jahren noch immer das Feuer in mir trage. Das habe ich gestern wieder einmal bemerkt. Schade, wir haben nach dem 1:0 noch zwei Top-Chancen gehabt, einmal nur an die Latte geschossen. Wir waren ständig im Angriff, Schwanberg hat eine sehr robuste Mannschaft und hat dann gut verteidigt."

Egon Meixner, sportlicher Leiter Bad Schwanberg:

"Gralla hat sehr stark begonnen. Nach dem 0:1 hätten die Gegner noch ein Tor machen müssen, danach haben wir das Zepter in die Hand genommen und den verdienten Ausgleich geschossen. Unsere Zweikampfstärke hat uns zum verdienten Sieg geführt."

 

Unterliga West: SV RB Pichler Bau Gralla – SV Bad Schwanberg, 1:2 (1:1)

  • 57
    Damir Dedic 1:2
  • 33
    Matevz Struc 1:1
  • 7
    Jernej Leskovar 1:0

Aufstellungen:

SV RB Pichler Bau Gralla

SV RB Pichler Bau Gralla: Adnan Adilovic - Niko Klaric-Guner, Patrick Brückler, Marijan Mestrovic, Nejc Podlesnik, Felix Heinz Haring, Jan Ljubec - Lukas Walter, Gian-Carlo Feiertag - Dominik Nöst (K), Jernej Leskovar

Ersatzspieler: Christian Ladinig, Philip Schleicher, Paul Pechmann, Florijan Jezovita

Trainer: Heinz Thonhofer

Bad Schwanberg

Bad Schwanberg: Daniel Kinzer - Markus Sebastian Saurer, Matevz Struc - Marcus Prattes, Christian Prattes-Kluge (K), Semin Mrkaljevic, Nik Lorbek - Lukas Koch, Elias Veit, Adel Hachoud, Damir Dedic

Ersatzspieler: Matic Struc, Vedran Keser, Fabian Neuhold, Semir Alija, Kevin Waldbauer, Christopher Townsley

Trainer: Jerko Grubisic

 

by René Dretnik

Foto: RIPU Sportfotos