Vitis Sektionsleiter Gerald Dick: "Gesundheit hat Vorrang und primär ist wichtig, dass die Wirtschaft wieder in Schwung kommt"

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus auf der ganzen Welt hat die Bundesregierung in den letzten Tagen einschneidende Maßnahmen für die gesamte österreichische Bevölkerung verkündet, der ÖFB und die Verbände reagierten darauf und übermittelten Verordnungen, die vom Aussetzen des Spielbetriebs bis zur Sperrung der Sportanlagen reichen. "Wr haben den Anordnungen sofort folge geleistet und die Trainings im Nachwuchs und im Erwachsenenbereich wurden ausgesetzt. Unser Verein hält sich natürlich an die Maßnahmen, es wurde auf Heimtraining umgestellt und die Spieler haben ein individuelles Programm für zu Hause bekommen", so 1. SV Vitis Sektionsleiter Gerald Dick.

"Annullierung der Saison am fairsten"

"Ich persönlich glaube fast nicht, dass wir die Saison weiterspielen können, ich kann mir nicht vorstellen, dass ab 13. April gleich alles wieder auf 100 hochgefahren werden kann. Die Meisterschaft wird wohl abgesagt werden, schließlich ist die Gesundheit in der jetzigen außergewöhnlichen Situation vorrangig", erklärt der Funktionär des Tabellendritten der 1. Klasse Waldviertel. "Wenn die Meisterschaft nicht mehr weitergespielt wird, bin ich der Meinung, dass eine Annullierung am fairsten wäre und im Sommer die Saison neu gestartet werden sollte. Für die Teams an der Tabellenspitze ist es natürlich hart, die am Ende der Tabelle liegenden Mannschaften hätten aber noch die Chance gehabt, sich in der Liga zu halten. Ich glaube es wäre am vernünftigsten, wenn es in dieser Saison keine Auf- und Absteiger gibt."

Eine sportliche Entscheidung wird es von den zuständigen Funktionären wohl in den nächsten Wochen geben, für die Vereine steht aber auch der finanzielle Aspekt in dieser schwierigen Zeit im Fokus. "Wenn die Lage in den nächsten Wochen so bleibt, fehlen natürlich gewisse Einnahmen. Man kann nur hoffen, dass die Sponsoren mit an Bord bleiben. Es kommt uns jetzt zu Gute, dass wir nicht viel fremde Spieler haben und die Aufwandsentschädigungen sehr minimiert sind. Wir haben viele Eigenbauspieler und das ist auch für der vertragliche Situation ein Vorteil. Unsere Spieler haben in der schwierigen Phase Verständnis für den Verein", meint Gerald Dick.

Der Sektionsleiter von Vitis ergänzt dazu noch: "Wir planen immer vorsichtig, natürlich wäre es aber gut, wenn es von Seiten des Verbandes jetzt Unterstützung für die Vereine geben würde. Das primäre Ziel muss also sein, dass nun die Wirtschaft wieder in Schwung gebracht wird, dann können auch die Sponsoren den Vereinen erhalten bleiben."