Maria Anzbach bis dato mit einer soliden Corona-Saison

Der 1952 gegründete 1. SV Maria Anzbach in der 3.000 Einwohner zählenden Marktgemeinde bei Neulengbach belegt derzeit den vierten Tabellenplatz in der 2. Klasse Traisental. Bei 13 Punkten aus sieben Spielen beträgt der Rückstand auf Leader TSU Hafnerbach lediglich fünf Zähler, vorm Abstieg ist man jetzt schon so gut wie sicher. SV-Trainer Martin Pölzleithner bietet uns einen Einblick, wie es derzeit im Verein so aussieht.

„Coronabedingt ist die Stimmung leider ein bisschen im Keller, während des Spielbetriebs war sie aber super. Von der Tabellenposition sind wir eigentlich da, wo wir hingehören. Zum Schluss hätte es noch drei wichtige und richtungsweisende Spiele geben müssen, die letztlich aber aufs nächste Jahr verschoben wurden. Alles in allem bin ich nicht unzufrieden, was den Saisonverlauf betrifft“, so der Coach des 1. SVMA. Er und seine Spieler seien laufend in Kontakt, sowohl telefonisch als auch via Whatsapp.

Pölzleithner: „Klar spielen wir lieber vor Zuschauern“

Alle angeordneten Maßnahmen gegen das Virus wurden laut Pölzleithner eingehalten: „Zuerst haben wir uns individuell fit gehalten, dann mit dem nötigen Abstand im Kleingruppentraining. Danach ging es ganz normal in die Vorbereitung.“ Zwar gab es einige Verdachtsfälle, in denen die betroffenen Spieler unter Quarantäne gestellt wurden. Erkrankt war aber letztlich niemand am Virus. Auch wäre es zu keinen plötzlichen Spielabsagen gekommen – die letzten zwei Partien wurden als Geisterspiele ausgetragen. „Klar spielen wie lieber vor Zuschauern, die Mannschaft hat das trotzdem ganz gut hinbekommen. Natürlich ist ein enormer finanzieller Schaden aufgrund der fehlenden Umsätze entstanden, den die Entschädigungen vom Verband nicht abdecken können.“

Entwicklung abhängig von drittem Lockdown

Darüber, wie es in der Liga weitergeht, kann der SV-Trainer nur mutmaßen: „Das ist schwierig zu sagen. Ich bezweifle jedenfalls, dass es mit dem Trainingsstart im Jänner wirklich klappt. Das wird davon abhängen, ob es wieder einen Lockdown gibt oder nicht. Vom Verband her gibt es derzeit die Order, dass der Spielbetrieb mit Anfang März wieder aufgenommen wird.“ So wolle man die nachzutragenden Spiele zeitgerecht nachholen. „Doch ob das auch so passiert, ist ziemlich fraglich.“ Zum Thema Transfers meint Pölzleithner: „Stand jetzt wurden mit unseren Spielern gute Gespräche geführt, alle bleiben an Bord. Natürlich halten wir auch immer Ausschau nach neuen Spielern, aber nur, wenn sie uns wirklich weiterhelfen. Da muss alles passen in Sachen Einstellung und Leistung.“