2. Klasse Waldviertel Zentral

Beim USC Mallersbach lebt man den Fußball

Die kleine Ortschaft ärgert immer wieder die Großen der 2. Klasse Waldviertel Thayatal und sammelt wie im Vorjahr fleißig Punkte. Der sportliche Erfolg steht in Mallersbach aber definitiv nicht an erster Stelle.

 

Trainerwechsel vom Vater zum Sohn

Auch wenn es in der Herbstsaison wieder wie geschmiert lief, immerhin musste man bereits gegen alle Teams aus den Top Vier ran, kündigt sich beim USC Mallersbach während der spielfreien Zeit ein Trainerwechsel an. Viel Veränderung wird dieser aber nicht mit sich bringen, denn Libor Palicka, Sohn des bisherigen Übungsleiters sowie aktiver Kaderspieler, wird künftig die Geschicke des Vaters übernehmen. Mit dem tschechischen Trainer soll am gelungenen Saisonstart angeknüpft werden. Nach sieben gespielten Partien darf man sich an vier vollen Punkterfolgen erfreuen, unter anderem das Ligaschwergewicht aus Irnfritz konnte man als bisher einziges Team der Liga bezwingen. Die drei Niederlagen holte man sich hauptsächlich gegen Teams an der Spitze ab. Doch für die restliche Hinrunde meint es der Spielplan doch etwas besser mit den Mallersbachern und der Weg könnte durchaus noch weiter nach oben gehen.

„Es ist für jeden ein Hobby“

Doch in Mallersbach steht ganz klar der Fußball als Freizeitbeschäftigung und unser aller liebstes Hobby im Vordergrund und weniger sportliche Höchstleistungen. Vereinsobmann Karl Reiss beispielsweise ist kein Freund davon, den Spielern über die Feiertage und der spielfreien Zeit hinweg Trainingsprogramme auszuhändigen: „Jetzt ganz ehrlich. Wir haben viele Handwerker und Familienväter im Team. Wenn die anderen wüssten wie viel wir trainieren, müssten sie sich schämen. Aber wenn wir ins Match reingehen sind wir voll da. Ab der 70. Minute müssten wir stehend k.o. sein, aber gerade da werden wir erst richtig stark.“ Vielleicht ist gerade diese Mentalität das Geheimnis für die beeindruckenden Ergebnisse. An der Einstellung scheitert es nämlich definitiv nicht. „Es ist für jeden ein Hobby. Genauso wie das Spielen am Platz, soll auch die Kantine ein Hobby sein“, gibt Karl Reiss seine Vorstellung vom Sport im Fußballunterhaus preis.