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Sportliche Verbesserung: Mariatrost legt den Fokus auf die Steigerung der Athletik und Fitness

In der Gebietsliga Mitte holte sich der USV St. Marein/Graz die Herbstmeisterkrone. Dahinter haben sich zumindest vier Mannschaften positioniert, die ebenso noch ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitplaudern wollen. Der JSV Mariatrost hat sich nach der Hinrunde in den hinteren Rängen positioniert, liegt mit zwölf Punkten am zehnten Platz. Ligaportal.at hat sich beim Verein umgehört.

 Petz Querformat

Headcoach Thomas Petz zieht Bilanz

Als Einstiegsfrage wollen wir uns nach deinem Fazit zur Herbstsaison 2021 erkundigen. Was ist deine Analyse?

„Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden damit, wie diese Herbstrunde verlaufen ist. Wir haben unser Soll erfüllt, alle schlagbaren Gegner besiegt und befinden uns derzeit auf keinem Abstiegsplatz, was das klar deklarierte Ziel vor der Saison war. Das ist in der aktuellen Lage umso wichtiger, da wir bei einem potenziellen Covid-19-bedingten Saisonabbruch in der Gebietsliga Mitte verbleiben würden. Der eine oder andere Punkt mehr wäre noch möglich gewesen, aber wenn wir die Saison auf Platz 10 beenden, können wir uns nicht beschweren. Ein Negativpunkt, den man herausheben kann, ist unser Verletzungspech. Dieses Risiko besteht aber immer.“

Was war dein Highlight der Saison?

„Gute Frage *lacht*. Wenn ich ein Spiel herausheben muss, wäre das der erste errungene Punkt gegen LUV Graz an meinem Geburtstag. Auch wenn ein Sieg möglich gewesen wäre, bin ich in der Retrospektive sehr zufrieden. Man hat den Jungs angemerkt, wie motiviert sie waren für den Coach alles zu geben – das ist keine Selbstverständlichkeit!"

Was kann/soll in der Zukunft verbessert werden?

„Um jetzt nicht zu sehr auf den taktischen Feinheiten herumzureiten, kann gesagt werden, dass es uns mit meinem Co-Trainer Marcus Stephani gelungen ist in einem halben Jahr eine neue Mannschaft zu formen. Sehr besonders dabei finden wir die aktuelle Motivation einzelner Spieler sowie die kollektive Teamchemie. Offensiv könnten wir uns noch verbessern, um eine größere Gefahr für den Gegner darzustellen, wobei der Fortschritt auch hier klar ersichtlich war. Für die Frühjahrsaison wollen wir uns in den Bereichen Athletik und Fitness steigern, weil das in den Augen des Trainerteams das 'A' und 'O' auf dem Level ist, auf dem wir uns befinden."

Wie wird das konkret im Frühjahr angegangen?

„Das Frühjahr starten wir mit einer Vorbereitung, die nicht als herkömmlich bezeichnet werden kann. Mit dem Injoy Graz Ost als wichtigem Kooperationsparter organisieren wir ein individuelles Kraft- und Ausdauertraining sowie eine Steigerung der Athletik in Form von Kleingruppen, um auf ein hohes körperliches Level zu kommen. Eine Mannschaft mit einem gutem Fitnesslevel ist in der Gebietsliga Mitte, unserer Ansicht nach, die halbe Miete. Zusätzlich starten wir im Jänner bereits mit dem Hallentraining und fokussieren uns ab Februar am Kunstrasen auf Technik und Taktik. Außerdem wollen wir uns auf der einen oder anderen Position mit Neuzugängen verstärken.“

Und abgesehen vom Sportlichen, Thomas, wie geht‘s dem Verein?

„Dem Verein geht es aus meiner Perspektive sehr gut. Der Vorstand ist sehr engagiert. Das kann man nicht oft genug hervorheben, da alle Funktionäre freiwillig tätig sind. Namentlich gilt es den Peter (Dudau), unseren Obmann, den Gerhard (Horvath), als sportlichen Leiter und Sektionsleiter, sowie unsere Kassiererin, die Karin (Beck), und die Karin (Kindermann), als Schriftführerin zu erwähnen. Außerdem tragen unsere beiden Jugendleiter Patrick (Höfler) und Rene (Horvath) maßgeblich dazu bei, dass dem Verein das „J“ für Jugend weiterhin zugeschrieben werden kann. Der Klub hat über Corona hinweg sehr gut gewirtschaftet, wofür wir aktuell die Lorbeeren ernten. Man merkt auch allen Beteiligten die Motivation an; das geht vom Jugendtrainer über die Ordner bis hin zum Obmann. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich viele Zahnräder drehen und der Verein im Aufschwung ist!“

Wärest du nicht Trainer in Mariatrost, welcher Verein würde dich reizen?

„Ich bin hier sehr glücklich. Der FC Bayern würde mich zwar reizen, nur habe ich derzeit aus beruflichen Gründen keine Zeit für München.“

Hast du noch ein abschließendes Wort für die JSV-Anhänger?

„Liebe Fans, nutzt die freien Monaten mit euren Liebsten zum Kraft tanken, passt auf euch auf und ich hoffe wir sehen uns demnächst am Mariatroster Sportplatz; egal ob das bei einem Spiel der Kampfmannschaft oder eines der zahlreichen Jugendteams ist. Die wichtigste Botschaft in der aktuellen Zeit ist aber klarerweise BLEIBT’S G’SUND!“

 

by ReD

Foto: JSV Mariatrost/Heidinger