Unterwaltersdorf Coach Georgi Valtchevs Credo: "Geduld haben und positiv denken, irgendwann kommt der Fußball zurück!"

"Im Prinzip war man weder im Bereich Fußball, noch Kultur oder Wirtschaft vorbereitet, wir hatten keine Gedenken, dass uns das Virus treffen könnte. Der Fokus lag auf Fußball, Taktik und Technik, unser Verein hat aber sofort auf die Maßnahmen reagiert und das Training eingestellt", erklärt ASV Unterwaltersdorf Coach Georgi Valtchev. "Wir sind im Kontakt mit den Spielern, Gott sie Dank sind alle gesund. Sie haben am ersten Tag den Trainingsplan bekommen und wir schauen aktuell, welche Einheiten möglich sind. Wenn es zu kalt ist, steht zum Beispiel Zirkeltraining am Programm, wenn es draußen schön ist, gibt es Laufeinheiten."

Entscheidung bis zur 15. Kalenderwoche?

In den letzten Wochen gab es viele Diskussionen, wie und wann die Meisterschaft in ganz Österreich fortgesetzt werden kann, die Vereine der Hauptgruppe erreichte eine Mitteilung, dass der Verband bemüht ist, bis zur 15. Kalenderwoche eine Entscheidung zu treffen. "Wen man sich derzeit die Situation durch das Virus ansieht, liegt der Höhepunkt der Ausbreitung in Österreich noch bevor. Die Frage ist auch, was passieren würde, wenn die Meisterschaft weitergeht und sich ein Spieler infiziert. Dies sind aber alles Spekulationen, der ÖFB und der Verband werden eine Entscheidung treffen und alle Vereine werden es mittragen. Die Gesundheit steht derzeit an erster Stelle, dann kommt laut Kanzler Kurz die Wirtschaft und an der nächsten Stelle die Schule und Universitäten, dazu parallel wahrscheinlich der Sport. Irgendwann bekommen wir wieder die Chance, Spaß am Fußball zu haben", so der Coach des Tabellenzehnten der 2. Klasse Ost-Mitte.

"Als Trainer hat man gerade mehr Zeit zur Weiterbildung"

Eine derartige Krise bietet immer auch eine Chance, Valtchev sieht dies auch aus der Sicht des Trainers: "Ich habe jetzt viel Zeit für meine Familie und auch die Möglichkeit, mich als Trainer weiterzubilden. Mit dem konditionellen und taktischen Bereich konnte ich mich viel mehr als sonst beschäftigen. Vielleicht ist es jetzt auch die Möglichkeit, die Emotionalität etwas zurückzunehmen, als Coach gibt man es den Spielern weiter und dies ist nicht immer positiv. Man hat nun auch mehr Zeit, mit den Spielern einzeln zu kommunizieren."

Auch bei der finanziellen Herausforderung für die Vereine könnte sich der Fußball wieder in eine positive Richtung entwickeln. "Ich habe es auch damals bei Wr. Neudorf gesehen, bei einem Engpass bleiben die Spieler, denen der Verein wirklich am Herzen liegt. Es wird jetzt mehreren Vereinen so gehen und die Sponsoren haben weniger Geld zur Verfügung. Es ist die Chance, dass Kameradschaft und Zusammenhalt gestärkt wird, die Freude am Fußball und das Prestige könnte im Amateurbereich wieder mehr Wert gewinnen. Wir sollten Geduld haben und positiv bleiben, irgendwann kommt der Fußball wieder zurück!"

 

 

 

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