Christian Schragner kehrt als Spielertrainer zurück - Absdorf muss Defensivarbeit verbessern

Die Hinrunde in der Gebietsliga Nord/Nordwest verlief für SV Absdorf nicht nach Wunsch, nach schwierigem Start kam die Mannschaft zwar zwischenzeitlich auf, im Finish des Herbstes blieb man aber ohne Dreier und der Verein überwintert mit den meist erhaltenen Treffern mit elf Zählern an der letzten Stelle. "Wir holten in den ersten vier Matches nur einen Punkt, haben uns dann erfangen und schafften drei Siege in Serie. Gegen Prottes führte unser Team bis zur 70. Minute 2:0, verlor aber noch 2:3 und das war der Knackpunkt. Es folgten zwei weitere unglückliche 2:3 Niederlagen und danach war die Luft draußen", fasst Absdorfs sportlicher Leiter Mario Krumpöck die erste Hälfte der Saison zusammen.

Stürmer ausgetauscht

"Wir haben es wieder einmal nicht geschafft, defensiv stabiler zu werden. Zwar erzielten wir viele Tore, bekamen aber auch viel zu viele Gegentore. Die Mannschaft war bei Standards anfällig, im Umschaltspiel in die Defensive waren wir fahrlässig und es kamen auch Verletzungen dazu. Mathias Glatzenberger war aufgrund eines Kreuzbandrisses noch nicht einsatzfähig, Mario Breuer fehlte uns ebenfalls und Neuzugang Marvin Wasserrab verletzte sich im ersten Vorbereitungsmatch. Zudem ging Michael Kopp in die Schweiz. Wir haben uns nach dem letzten Herbstspiel gegen Lassee zusammengesetzt und die Weichen für das Frühjahr gestellt", erklärt Krumpöck weiter.

Nach Ende der Hinrunde kam es bei Absdorf relativ rasch zu Entscheidungen, um frischen Wind reinzubringen. Von Trainer Tomislav Batarilo hat man sich getrennt, David Jukl wurde zudem abgegeben. Dafür kam man rasch in Kontakt mit Absdorf-Urgestein Christian Schragner, der bei Zwettl in der 1. Landesliga engagiert war. Er wurde als Spielertrainer an seine alte Wirkungsstätte zurückgeholt, zudem wurde mit Michael Chudik aus der 2. Landesliga von Rohrendorf ein neuer Stürmer verpflichtet.

Kreis für den neuen Spielertrainer schließt sich

"Wir schauen jetzt nach vorne, wir wollen den Weg mit den eigenen Spielern weitergehen. Mit Christian Schragner und dem neuen Stürmer sowie der Option, dass Akteure wie Mathias Glatzenberger und Mario Breuer von ihren Verletzungen zurückkehren, hoffen wir, so schnell wie möglich von hinten wegzukommen", blickt Absdorfs sportlicher Leiter optimistisch auf die Rückrunde.

Am 18. Jänner startet Absdorf in die Vorbereitung, Neo-Spielertrainer Christian Schragner hat dann neun Wochen Zweit, um das Team kennenzulernen und die Weichen für den Ligaverbleib zu stellen. Der Rückkehrer erklärt das Zustandekommen des Engagements: "Ich war immer in Kontakt mit Mario und Absdorf und wurde eigentlich gefragt, wie es im Sommer aussieht. Da die Entwicklung im Herbst bei Absdorf allerdings negativ war, kam es zur Anfrage, ob ich schon im Winter kommen kann. Ich hatte dann ein offenes Gespräch mit dem Obmann von Zwettl und es ging dann sehr schnell. Für mich schließt sich ein Kreis, ich kann die letzten 1 1/2 Jahre bei meinem Stammverein spielen und gleichzeitig beginnt hier meine Trainerkarriere."

Der Neo-Coach erklärt abschließend, woran man in den kommenden Wochen arbeiten muss, um den Klassenerhalt zu schaffen: "Um die Offensive mache ich mir keine Sorgen, die Mannschaft hat im Herbst aber zu viele Gegentore bekommen und da müssen wir ansetzen. Wenn wir defensiv gut stehen, werden wir nur schwer zu schlagen sein."

 

 

 

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