Union Neukirchen/Vöckla-Puchkirchen-Trainer über finanzielle Absurditäten und Herausforderungen nach Abstieg

Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga Süd musste sich die Union Neukirchen/V.-Puchkirchen erst einmal an die unterschiedliche Spielweise in der 1. Klasse Mitte-West gewöhnen. Haben sie in der Rückrunde der Abstiegssaison zumeist gut mithalten können mit ihrem Gegenpressing, tun sie sich gegen den weniger spielerischen Ansatz vieler Mannschaften eine Etage tiefer oftmals noch schwer.

 

Neuanfang nach Abstieg

Im letzten Winter hat Alexander Neudorfer die Mannschaft in einer fast schon aussichtslosen Situation übernommen: „Im Frühjahr waren wir leistungssmäßig wirklich gut und haben gegen jede Mannschaft mithalten können. Am Schluss haben wir sogar Schwanenstadt geschlagen und sind erhobenen Hauptes abgestiegen“. Im Sommer haben mit Paul Gunst und Florian Ratzberger zwei Säulen die Mannschaft verlassen, diese Abgänge konnte man nicht wirklich kompensieren. Einmal mehr erzählt mit Neudorf ein Trainer aus dem Unterhaus von den finanziellen Absurditäten im Unterhaus: „Bei uns spielt das Geld keine große Rolle. Das macht keinen Spaß, weil fast jeder Spieler schon teilweise absurde Summen verlangt“.

Spielerischer Ansatz im Vordergrund

Gegen die vielen offensivstarken Legionäre in den gegnerischen Mannschaften hat der proaktive Spielansatz von Neudorfer nicht immer funktioniert: „Für uns ist es brutal schwer, wir wollen Fußball spielen und über unser Pressing kommen. Hier werden so viele lange Bälle gespielt und vorne haben sie einfach Qualität mit ihren Legionären“. Die eigene Offensivleistung lastet auf mehreren Schultern, ein klassischer Stürmer ist nicht im Kader. Mit der Zeit ist die Neukirchen/V.- Puchkirchen in der Liga angekommen: „Bis auf Eberschwang war keiner wirklich besser als wir. Es ärgert mich, dass wir so wenig mitgenommen haben, aber die Tabelle lügt nicht, 20 Punkte sind okay“, hält der Coach fest. Vor allem auf die jungen Spieler ist Neudorfer stolz, in der E24 Tabelle stehen sie auf dem 1. Platz der Liga.  

Wohin geht finanzielle Entwicklung im Unterhaus?

Verstärkungen gestalten sich mit begrenzten finanziellen Mitteln immer schwierig, vor allem im Winter: „Wir brauchen einen Stürmer, bekommen aber keinen. In dieser Klasse spielen die meisten Stürmer nicht für unter 1000 Euro im Monat, das Geschäft macht so keinen Spaß mehr“. Neudorfer ist aber sehr zufrieden mit seiner Truppe und hebt ihren Charakter hervor, im Hinblick auf die Gesamtsituation nimmt er auch den Verband in die Pflicht: „Die Situation wird immer schlimmer. Die Spieler verlangen immer mehr, die E24 und die Stammspieler Regelung sind nicht streng genug. Alle die korrekt arbeiten werden auf der Strecke bleiben“.

Mannschaft soll weiterentwickelt werden

Trotz dieser herausfordernden Situation wird es Verstärkungen geben, fix sind diese aber noch nicht. In erster Linie soll die Mannschaft im Frühjahr weiterentwickelt werden. Mit Hinblick auf die Zukunft ist der 6. Platzierte gewarnt: „Wir müssen auf jeden Fall die Klasse halten. Auf Sicht hoffe ich, dass wir von der Mitte-West wegkommen, in der Süd wird mehr Fußball gespielt“, so Neudorfer.  

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