"Wollen mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben" - Schweinbachs Sektionsleiter Philip Gollner im Interview

Keinen leichten Stand hatte die Sportunion Schweinbach im bisherigen Saisonverlauf der 1. Klasse Nord-Ost. Nachdem man in der vergangenen annullierten Saison im gesicherten Tabellenmittelfeld landete, befindet sich die Fejes-Truppe bis dato voll im Abstiegskampf wieder – lediglich ein Pünktchen trennt die Union von einem Relegationsplatz. Insbesondere die hohe Anzahl an Gegentreffern – 25 an der Zahl - bereitete der Mannschaft enorme Probleme und sorgte mitunter auch für die triste Ausgangslage für das Frühjahr. Ob und wann allerdings ein regulärer Spielbetrieb wieder erlaubt sein wird, lässt die derzeit schwierige Situation kaum zu prognostizieren. Ligaportal.at sprach mit Philip Gollner, Sektionsleiter der Sportunion Schweinbach.

 

Ligaportal: Der Herbst ist ja nicht wirklich nach Wunsch verlaufen. Wie ziehen Sie nun Bilanz?

Gollner: „Wir können mit der Hinrunde nicht zufrieden sein, da hatten wir im Vorhinein ganz andere Ziele. Nach einer guten Vorbereitung sind uns dann vier Leistungsträger verletzungsbedingt ausgefallen, darunter auch unser Topscorer mit einem langwierigen Kreuzbandriss. Das hat die ganze Situation nicht leichter gemacht. Wir hatten aber auch einige Spiele im Herbst, in denen wir die klar bessere Mannschaft waren aber trotzdem am Ende ohne Punkte dagestanden sind.“

Ligaportal: Was waren neben den Verletzungen die Ursachen für die vielen Niederlagen?

Gollner: „Man kann auf keinem Fall einem Spieler den Vorwurf machen, dass er nicht gekämpft und Alles gegeben hat. Ein großes Problem in vielen Partien war aber die mangelhafte Chancenauswertung. Durch den Ausfall unseres gesetzten Stürmers haben wir die Tormöglichkeiten schlichtweg zu wenig genützt. Das war im Herbst sicher der größte Grund, warum wir die Punkte nicht geholt haben. Außerdem hatten wir oft Schwierigkeiten, unsere Leistungen über 90 Minuten zu zeigen. Unsere Schwächephasen wurden dann von den Gegnern eiskalt ausgenutzt.“

Ligaportal: Wie war die Stimmung innerhalb der Mannschaft, auch aufgrund der speziellen Situation durch das Corona-Virus?

Gollner: „Die Stimmung war immer top in der Mannschaft. Auch die Niederlagenserie hat diese nicht beeinflusst. Wir haben auch keine Sekunde am Trainerteam oder an irgendeinem Spieler gezweifelt. Jeder hat sich vorbildhaft an die neuen Umstände angepasst, der ganze Verein hat dahingehend super funktioniert.“

Ligaportal: Im Herbst musste man durch die strengen Vorlangen auch einen Rückgang der Zuschauerzahlen verkraften. Inwiefern hat die Pandemie Ihren Verein in finanzieller Hinsicht getroffen?

Gollner: „Unsere wichtigste Einnahmequelle, das Hallenfest, konnten wir in diesem Jahr nicht veranstalten. Trotzdem sind wir gut durch die Saison gekommen, weil auch die Trainer und einige Spieler auf ihre Aufwandsentschädigungen verzichtet haben. Bis auf die Heimspiele hatten wir zwar keine Einnahmen, allerdings sind uns auch der Großteil der Ausgaben entfallen. Somit halten sich die finanziellen Auswirkungen der Pandemie bis dato in Grenzen.“

Ligaportal: Die Auftritte im Herbst hatten oft viel Luft nach oben. Auf welchen Positionen sehen Sie Handlungsbedarf?

Gollner: „Wir haben definitiv Handlungsbedarf, um den Kader einfach weiter zu vergrößern. Wir sind auch bereits am Transfermarkt tätig geworden und sind uns mit zwei Spielern schon so gut wie einig. Bekanntgeben werden wir diese aber erst in der Übertrittszeit. Sie werden auf alle Fälle unser Mittelfeld bzw. unseren Sturm verstärken. Ansonsten wird uns dieselbe Mannschaft auch im Frühjahr erhalten bleiben.“

Ligaportal: Der Zeitpunkt des Rückrundenauftaktes ist aufgrund der momentanen Situation ja äußerst ungewiss. Was sind Ihre Ziele für die Frühjahrsmeisterschaft, sofern gespielt werden kann?

Gollner: „Vor allem hoffen wir, dass wir die Vorbereitung sowie unser Trainingslager im Burgenland wie geplant durchführen können. Im Frühjahr wollen wir uns dann klar verbessern und die Abstiegsränge so schnell wie möglich hinter uns lassen. Wir wollen einfach nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben und befreit aufspielen.“


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