Wechsel zur ASKÖ Donau Linz – SV Gramastetten verliert einen seiner wichtigsten Offensivspieler

Zweifelsohne war es das gefährlichste Angriffstrio in der abgebrochenen Spielzeit der 1. Klasse Nord: Julian Peherstorfer sowie die Brüder Armin und Johann Huemer verbanden eine hohe technische Qualität, Tempo und absolute Variabilität im vordersten Drittel mit gnadenloser Effizienz. Satte 21 der 31 Tore des SV Gramastetten gingen auf das Konto genannter Akteure. Jenes Trio wird nun aber gesprengt. Peherstorfer folgt dem Ruf der ASKÖ Donau Linz und wagt den Sprung in die Oberösterreich-Liga. Ligaportal.at sprach mit Gramastettens sportlichem Leiter Lukas Steidl.

 

Ligaportal: Welche Qualitäten fehlen euch nun im Kader nach dem Abgang von Julian Peherstorfer?

Steidl: „Seine Schnelligkeit zeichnet ihn aus. Vor dem Tor ist er immer gefährlich. Er hat bei uns viele Tore gemacht, aber auch viele vorbereitet. Er ist also auch uneigennützig. Der Erfolg der Mannschaft steht bei ihm immer im Vordergrund. Ein Spieler mit so einer Qualität, der menschlich top ist, geht uns sehr ab. Wir legen aber keinem Akteur, der die Chance hat, in eine höhere Liga zu wechseln, Steine in den Weg. Selbstverständlich sollen sie die Chance nutzen. Wenn es im konkreten Fall nicht aufgeht, wird man schauen, ob er zurückkommen kann. Ich hoffe aber, dass es ihm aufgeht.“

Ligaportal: Hat sich ansonsten schon etwas auf dem Transfermarkt getan?

Steidl: „Wir haben noch zwei weitere Abgänge. Philipp Kastner geht aus beruflichen Gründen in die Schweiz. Michael Jukic sucht sich einen neuen Verein, damit die Wege kürzer sind. Es ist noch unbekannt, wo er hingeht.“

Ligaportal: Wie wollt ihr diese Abgänge kompensieren?

Steidl: „Wir sind schon relativ weit mit der Kaderplanung. Zwei Abgänge wollen wir durch Transfers ersetzen. Diese sind schon fast fix. Namen kann ich aber noch keine nennen. Einer spielt in der Landesliga, der andere in der 1. Klasse. Ansonsten wollen wir auf junge Akteure aus dem eigenen Nachwuchs beziehungsweise aus der Reserve setzen.“

Gramastetten1

Ligaportal: Nach einem phänomenalen Herbst mit neun Siegen und zwei Remis aus elf Partien wart ihr zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs überlegener Tabellenführer. Wenn nur noch die ausstehenden Spiele der Hinserie absolviert worden wären, hätte euch niemand mehr einholen können. Wie habt ihr die Nachricht vom Abbruch samt Annullierung aufgefasst?

Steidl: „Alle waren sehr enttäuscht. Wir hätten nicht gedacht, dass sich auch die Nachtragspartien des Herbstes nicht mehr ausgehen würden. Die Stimmung in der Mannschaft könnte zurzeit besser sein. Der Herbst mit elf ungeschlagenen Spielen war sehr gut. Belohnt wurden wir dafür aber nicht – nur beim Landescup dürfen wir in der kommenden Saison teilnehmen. Man muss aber auch sagen, dass der Aufstieg nicht so zwingend war, dass für uns jetzt die Welt untergeht.“

Ligaportal: Ist der Titel samt Aufstieg in der neuen Saison das oberste Ziel?

Steidl: „Nein. Es gilt, jeden Spieler jedes Jahr weiterzuentwickeln. Wir wollen somit als Kollektiv besser werden. Wir geben keine Tabellenplätze als Ziele aus. Abseits vom Sportlichen wollen wir außerdem auf dem Hauptfeld ein Flutlicht. Es sieht gut aus, dass wir das noch heuer realisieren können.“

 

Fotocredit: Jana Lanzerstorfer


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