Nach Seuchenjahr stellt SC Ernsthofen Weichen zu einer positiven Zukunft

Der SC Ernsthofen blickt auf das vermutlich schwächste Jahr in der Vereinsgeschichte zurück. die Niederösterreicher waren zuletzt in der 1. Klasse Ost aktiv, kamen dort in der vergangenen Saison nur als Letzter ins Ziel und mussten den schweren Gang in die 2. Klasse Nord-Ost antreten. In der untersten Leistungsstufe ist die erfoffte Trendwende bislang ausgeblieben, im Gegenteil. Die Mannen von Trainer Radek Gulajev wurden die "Roten Laterne" auch einen Stock tiefer nicht los und überwintern mit mickrigen sieben Punkten am Konto erneut am letzten Platz. "Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird, hätten einem weiteren Absturz aber nicht gerechnet. In der aktuell ungemein schwierigen Situation werden nun aber die Ärmel hochgekrempelt, soll in absehbarer Zeit eine Euphorie bzw. Aufbruchstimmung entfacht werden", erklärt Funktionär Erich Nöbauer.

 

Klassischer Fehlstart und schwaches Finish

Der Absteiger kam nicht aus den Startblöcken und startete mit vier Pleiten in die Saison. In der Folge zeigte der Pfeil vorsichtig nach oben, feierten die Niederösterreicher (in Naarn und gegen Katsdorf) die ersten und bislang einzigen Siege und ergatterten in der darauffolgenden Runde in Treffling einen Punkt. Damit hatte der SCE sein Pulver aber auch schon verschossen und beendete das enttäuschende Jahr mit fünf Niedelragen in Serie, weshalb die "Rote Laterne" über den Winter in Ernsthofen leuchtet. "Jeder kennt im Fußball die ungeschriebenen Gesetze und weiß, dass, wenn es nicht läuft, alles zusammenkommt. Bei uns war das nicht anders. Als wir halbwegs wieder in die Spur gefunden hatten, hat der Verletzungsteufel gnadenlos zugeschlagen. Mit Hannes Böhm ist auch noch unser wichtigster Spieler ausgefallen und dann ist gar nichts mehr gegangen", schüttelt Erich Nöbauer den Kopf. "Nach den zahlreichen Abgängen im Sommer mussten wir im Herbst immer wieder Spieler vorgeben und konnten die Ausfälle nicht kompensieren".

Neue Sportliche Leitung

Auch wernn die Enttäuschung riesengroß ist, lässt man in Ernsthofen nichts unversucht, den Pfeil wieder in die richtige Richtung zu drehen. "Mit Hannes Böhm hat ein Urgestein die Sportliche Leitung übernommen und wird von Lukas Eisenhuber und Manuel Marquart unterstützt. Der neue Sportchef geht engagiert ans Werk und ist bemüht, die Weichen zu einer positiven Zukunft zu stellen", weiß der Funktionär. "In dieser ungemein schwierigen Situtaion stellt sich die Charakterfrage, müssen die Ernsthofener mit dem entsprechenden Herzblut an einem Strang ziehen."

Mögliche Rückkehr von Ernsthofenern

Trotz des Seuchenjahres stellt sich in Ernsthofen die Trainerfrage nicht. "Radek Gulajev leistet gute Arbeit und trägt am Absturz keine Schuld. Der neue Sportchef ist aktuell mit der Kaderplanung beschäftigt und arbeitet an der möglichen Rückkehr von Ernsthofenern, die derzeit bei anderen Vereinen aktiv sind. In der Winterpause sind gezielte bzw. punktuelle Transfers geplant", meint Erich Nöbauer, der die gute Nachwuchsarbeit hervorhebt. "Im Nachwuchs sind Top-Trainer tätig und sind vor allem bei den Kleinsten exzellent aufgestellt. Allerdings fehlt aktuell der unmittelbare Unterbau. Alle im Verein stellen sich der schwierigen Situation und sind bemüht, im neuen Jahr das Ruder herumzureißen. Auch wenn die Saison mehr oder weniger gelaufen ist, wollen wir uns in der Frühjahrs-Tabelle gut positionieren und in der Rückrunde zur nötigen Stabilität finden, um in der nächsten Saison wieder höhere Ziele anstreben zu können".

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