Union Geretsberg möchte 50-jähriges Meister-Jubiläum mit Aufstieg krönen

"Im Sommer haben wir mit Edin Mrkonjic frühzeitig eine Top-Verstärkung an Land gezogen, doch während der Übertrittszeit haben uns nicht weniger als sechs Stammspieler unerwartet verlassen. Demzufolge war eine derart erfolgreiche Saison nicht zu erwarten und freuen uns riesig über den ersten Herbstmeistertitel seit 15 langen Jahren", erklärt Gerhard Wimmer, Obmann der Union Raiffeisen Geretsberg. Am vergangenen Wochenende drehten die Mannen von Coach Franz Neuhauser das Heimspiel gegen Tarsdorf, behielten mit 4:3 hauchzart die Oberhand und setzten sich in der 2. Klasse Süd-West mit dem bereits zehnten Saisonsieg die Herbst-Krone auf.

 

Enorme Konstanz und tolle Kameradschaft

Nur in Ostermiething (mit 0:5 fiel die einzige Niederlage jedoch heftig aus) musste sich der Ligaprimus geschlagen geben, die übrigen zehn Spiele konnten die Innviertler allesamt gewinnen. Obwohl immerhin drei Teams öfter ins Schwarze trafen und sogar vier Mannschaften weniger Gegentore kassierten, steht die Union seit Samstag als Herbstmeister fest. "Auch wenn wir keine hohen Siege feiern konnte und die Ergebnisse des Öfteren knapp ausgefallen sind, waren wir ungemein konstant und sind stabil durch den Herbst gekommen. Die Pleite in Ostermiething hat zwar weh getan, konnten sie jedoch entsprechend einordnen. Denn zum einen mussten wir in diesem Match zwei, drei Leistungsträger vorgeben, und zum anderen wurden die Juniors von Kickern aus dem OÖ-Liga-Kader verstärkt. Es spricht für die Moral und Qualität unserer Mannschaft, dass sie dieses Debakel weggesteckt und sofort wieder in die Spur gefunden hat", ist der Obmann stolz auf die Kicker. "Nach den vielen Abgängen hat es im Sommer nicht gut ausgesehen, war zum damaligen Zeitpunkt keine Rede von einem möglichen Herbstmeister- oder gar Meistertitel, doch im Team ist der Zusammenhalt sensationell und habe eine derart tolle Kameradschaft noch nicht erlebt". 

"Wollen das Fußballjahr nicht mit einer Niederlage beenden"

In der vergangenen Saison kamen die Geretsberger als Dritter ins Ziel, von den beiden Aufsteigern aus Pischelsdorf und St. Pantaleon war die Union jedoch durch satte 15 Punkte getrennt. "Im Herbst waren wir im Aufstiegsrennen präsent, in der Rückrunde hat dann aber die nötige Konstanz gefehlt. Seit einigen Jahren sind wir zumeist im Spitzenfeld der Tabelle präsent, aus verschiedenen Gründen hat es zum großen Wurf am Ende aber nicht gereicht. Umso erfreulicher ist es, dass die aktuelle Hinrunde bislang nahezu makellos verlaufen ist und die Aufstiegschance wahren konnten", wünscht sich der Obmann nach über einem Jahrzehnt die Rückkehr in die 1. Klasse. Im letzten Spiel des Jahres muss der frischgebackene Herbstmeister am Samstag bei den ebenfalls formstarken St. Radegundern antreten. "Auch wenn der überraschende Herbstmeistertitel ausgelassen gefeiert wurde, wollen wir das Fußballjahr nicht mit einer Niederlage beenden und zumindest punkten. Zum einen könnten wir einen Konkurrenten auf Distanz halten, und zum anderen mit einem Punktepolster in die entscheidende Phase der Meisterschaft gehen", hofft Gerhard Wimmer insgeheim auf den elften Saisonsieg, könnte aber auch mit dem ersten Unentschieden gut leben.

2024 jährt sich der erste Geretsberger Meistertitel zum 50. Mal

Im Innviertel ist eine ruhige Winterpause zu erwarten, zumal aus heutiger Sicht keine Transfers geplant sind und zudem auch kein Trainingslager in der Ferne abgehalten wird. "Nach dem sensationellen Herbst geht es vor allem darum, das bewährte Personal zu halten - und es sieht auch ganz danach aus, als sollten wir dieses Vorhaben realisieren können. Verstärkungen sind aktuell keine angedacht, aber in einer Übertrittszeit kann sich bekanntlich immer etwas Überraschendes ergeben", schließt der Obmann Transfers nicht grundsätzlich aus. Da die Konkurrenten aus Ostermiething, Handenberg, St. Radegund und Paffstätt nicht allzu weit entfernt sind, erwartet den Ligaprimus eine spannende und intensive Rückrunde. "Wenn man als Erster überwintert, möchte man die Tabellenführung natürlich behaupten bzw. ins Ziel bringen, würden aber auch den Umweg über die Relegation in Kauf nehmen. 1974 konnten wir den ersten Meistertitel in der Vereinsgeschichte feiern, da würde im kommenden Sommer, zum 50-jährigen Jubiläum, ein erneuter Titel bzw. Aufstieg perfekt passen", so Wimmer.

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