Nach beeindruckender Siegesserie, TSU Handenberg am Weg zurück in die 1. Klasse

Die TSU Mitterbauer Handenberg war zuletzt in der 1. Klasse Süd-West aktiv, kam dort in der vergangenen Saison nur als Letzter ins Ziel und musste den schweren Gang in die 2. Klasse Süd-West antreten. Einen Stock tiefer taten sich die Innviertler zunächst schwer, nach einem Fehlstart mischten die Mannen von Coach Markus Renzl dann aber die Liga auf und eilten von Sieg zu Sieg. Die TSU beendete die Hinrunde am dritten Rang und ist vom Herbstmeister aus Geretsberg nur durch drei Punkte getrennt. "Auch am Beginn der Saison waren die Leistungen in Ordnung, im Sommer steckte jedoch der Abstieg noch in den Köpfen, war der Rucksack in den ersten Spielen sehr schwer. Dann ist es aber perfekt gelaufen, hat einfach alles gepasst und haben uns eine tolle Ausgangsposition verschafft", ist der stellvertretende Sektionsleiter, Roland Landrichinger, mit dem bisherigen Abschneiden überaus zufrieden.

 

Nach Fehlstart mit sensationeller Siegesserie

Der Absteiger blieb in den Startblöcken hängen, verlor zum Auftakt in Geretsberg, teilte dann mit Mit-Absteiger Laab die Punkte und musste in Ostermiething eine weitere Niederlage einstecken. In der Folge nahm die TSU aber mächtig Fahrt auf, ist seit 1. September verlustpunktfrei und feierte in neun Spielen ebenso viele Siege. "Schade, dass die Hinrunde zu Ende war, denn vermutlich hätten wir noch den einen oder anderen Dreier nachlegen können. Aber wichtig war, dass wir nach dem Fehlstart die Ruhe bewahrt und rasch in die Spur gefunden haben. Auch wenn wir spielerisch stärker waren als die meisten Gegner, hatten wir ab und an auch das nötige Glück", spricht Landrichinger den "dreckigen" Sieg gegen Tarsdorf an.

Enorme Heimstärke - 15 Fruhwald-Tore

Die beiden Niederlagen mussten die Handenberger in der Fremde einstcken, vor heimischer Kulisse fuhr die Renzl-Elf in sechs Spielen aber stolze 16 Punkte ein. Während lediglich die Juniors aus Ostermiething weniger Gegentore kassierten, trafen nur die Kicker aus St. Peter öfter ins Schwarze - Manuel Fruhwald zeichnete für 15 der insgesamt 38 TSU-Treffer verantwortlich und avancierte gemeinsam mit Geretsbergs Edin Mrkonjic zum Torschützenkönig der Liga. "In den ersten Spielen fehlte neben dem Selbstvertrauen auch das nötige Glück, dann hat sich die Mannschaft aber toll präsentiert und ist mit der entsprechenden Leichtigkeit von Sieg zu Sieg geeilt. Vor der Saison haben wir nicht gewusst, ob der sofortige Wiederaufstieg realistisch ist, aber nach der starken Hinrunde ist die Rückkehr in die 1. Klasse das erklärter Ziel", meint der Funktionär.

Neuer, junger Mittelfeldspieler

In der noch jungen Winterpause hat sich in Handenberg der Kader bereits verändert. Während Meriton Bajraktari, der vorwiegend in der Reserve gekickt hat, nach Neukirchen/Enknach wechselt, steht mit Fabian Schacherbauer ein neuer Mittelfeldspieler zur Verfügung. "Fabian war bei Bezirksligist Gilgenberg mit seinen Einsatzzeiten nicht zufrieden und ist an uns herangetreten. Der 18-Jährige ist überaus talentiert, im Mittelfeld vielseitig einsetzbar und wird zumindest bis Sommer leihweise bei uns kicken", begründet Roland Landrichinger den Wechsel. "Wir halten die Augen und Ohren weiterhin offen und werden unter Umständen noch einen Transfer tätigen, genauso gut kann es aber auch sein, dass sich nichts mehr tut".
Aktuell ruht im Innviertel der Ball, ehe ab Mitte Jänner das Training wieder aufgenommen wird. "Das Jahr war ungemein stressig und waren zunächst im Abstiegskampf präsent, aber auch der Herbst war trotz der Erfolge überaus intensiv, weshalb wir den Akteuren eine wohlverdiente Pause gönnen. Zudem stehen etliche Skifahrer in unseren Reihen", so Landrichinger.

Spannender Vierkampf um den Aufstieg

Da die ersten Vier der Tabelle nur durch vier Punkte getrennt sind, erwartet die Handenberger ein ebenso spannender wie intensiver Aufstiegskampf. Ebenso wie für die Konkurrenten, ist auch für die Renzl-Elf in der entscheidenden Phase der Meisterschaft alles möglich, vom Meistertitel, über einen fixen-Aufstiegsplatz, bis zur Relegation - die TSU könnte am Ende aber auch mit leeren Händen dastehen. "Ein Verein wie unserer gehört nicht in die 2. Klasse. Demzufolge werden wir im neuen Jahr alles daransetzen, um das Ziel zumindest als Zweiter zu erreichen. Aber schon die ersten Spiele sind möglicherweise vorentscheidend", spricht der Funktionär die Partien gegen Geretsberg und Ostermiething an. "Nach der tollen Siegesserie nehmen wir uns viel vor. Doch um im Sommer den möglichen Aufstieg oder sogar Meistertitel feiern zu können, sollte die Bilanz in den direkten Duellen positiv ausfallen und müssen die big points einfahren". 

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