Günther Reisinger: Corona unterbricht auch die Mädchen-Hobbyliga „Nord“!

Je 2 Mannschaften aus Linz und dem Mühlviertel starteten im Herbst in die Mädchen-Hobby-Liga (kurz: MHL) und hätten im November auch die „Winterkönigin“ krönen können, wenn ……aus den bekannten Gründen nicht dieses Unterfangen im November gestoppt worden wäre. Beim Chef-Organisator Günther Reisinger (USV St. Oswald/Freistadt) erkundigte sich das Ligaportal nach seinen Bemühungen um das Starterfeld, seinen Eindruck von den Spielen und seine „Belohnung“ als Trainer:

 

Günther, seit wann bist Du für die Zweiermannschaft USV St. Oswald 1 b tätig und wie ist es dazu gekommen?

Reisinger: „Vor 5 Jahren hatten wir ein „Überangebot“ an Spielerinnen für unsere Kampfmannschaft.

Ich habe dann mit dem SV Hellmonsödt und auch mit der Union Kefermarkt Kontakt aufgenommen, weil ich wusste, dass diese Team Freundschaftsspiele untereinander austrugen. So entstand dieser Bewerb, aus dem dann Hellmonsödt und Kefermarkt ausgeschieden sind; weil sie in die Frauenklasse Nord/Ost umgestiegen sind. Feldkirchen/Donau hat sich mittlerweile aufgelöst, weil viele Spielerinnen zum TSV Ottensheim wechselten“.

Wie ist das aktuelle Quartett zustande gekommen?

„Da die SPG Hagenberg/Schweinbach 1b heuer nicht mehr ausreichend Spielerinnen für die Meisterschaft der Frauenklasse stellen konnte, haben sie bei mir angefragt, ob eine Teilnahme an der Hobbyliga möglich wäre und ich habe sofort zugesagt, weil ihre Qualität unsere Liga aufwertet. Im Herbst war es sogar möglich für uns, das Match in der MHL v o r den Kampfmannschaften in der LT1-O.Ö Liga auszutragen, eine ganz tolle Veranstaltung. LSC Linz 1 b war auch schon in der Vorsaison dabei und Kleinmünchen 1 d hat sich ebenfalls wegen einer Teilnahme an mich gewandet. Die 13, 14- jährigen Talente haben aus verschiedenen Gründen ein Engagement bei Fußballerinnen Mädchen-dem Weiterspielen in einer Burschenliga vorzogen“.

Ist die Anzahl von 4 Mannschaften für Dich ideal?

„Ja, da hat jeder 6 Spiele, für mich lassen sich Terminkollisionen mit St. Oswalds A-Team, wo ich Co-Trainer bin, vermeiden, wir legen die Termine möglichst auf das Wochenende, weil wir viele Studentinnen im 18-er Kader haben: Darunter sind auch 13-14 jährige, die aus den gemischten Burschenteams stammen, die aber dort , weil körperlich unterlegen, nicht mehr weitermachen möchten. Dazu kommen auch Spielerinne aus der Einser-Mannschaft „herunter“, die nach den Regeln ja 1 Halbzeit bei mir spielen dürfen und die dann auch im Spiel den Youngsters behilflich sind und auch gut zureden“.

Es haben also auch Anfängerinnen bei Euch eine Chance auf einen Einsatz?

Da wir gemeinsam mit dem A-Kader mit denselben Trainingseinheiten mit Cheftrainer Michi Tucho trainieren, „spannen“ wir hier meistens eine erfahrene Spielerin mit einer Nachwuchsspielerin zusammen, die ihr dann die Entwicklung erleichtert. Da bringen wir eben die erforderliche Geduld auf, weil die Fortschritte unterschiedlich sind.“

Aus facebook und anderen Medien entnehme ich, dass A-Team und 1b-Mannschaft sehr gut harmonieren?

„Der Zusammenhalt unter den Mädels ist groß, und wir arbeiten auch außerhalb des Sportplatzes daran. So haben wir bei einem „Work-Flow“ schon geglückte Teambildungsmaßnahmen wie den langen, unfallfreien Transport von „rohen Eiern“ oder herausfordernden Vertrauens-Übungen veranstaltet, die von den Mädels in zufällig zusammengewürfelten Teams glänzend gemeistert wurden.“

Zurück zum Fußball: unter welchen Bedingungen wird die MHL gespielt?

„Nach den Grundregeln des ÖFB, also Elf gegen Elf auf dem Großfeld, mit einer einzigen Ausnahme: wir spielen mit Rücktausch, sodass auch mehr Spielerinnen eingesetzt bzw. auch zeitweise pausieren können. Die Vorbereitung auf dem normalen Spielfeld erleichtert später den Umstieg ins A-Team.“

Dein Eindruck von der Hobbyliga im Herbst?

„Durch die größere Routine ist die SPG Schweinbach/Hagenberg als ehemaliges Meisterschafts-Team natürlich im Vorteil, wir konnte aber gegen die Favoritinnen immerhin ein 0:0 erreichen. Insgesamt sind die Spiele spannend, wobei schon großer Ehrgeiz, aber auch große Fairness zu sehen war. Mir ist nur 1 schwere Verletzung, ein Schienbeinbruch bekannt, der leider auf sehr rutschigem Terrain, unglücklich und ohne jede Absicht passierte. Die Zweikämpfe werden in der Regel bei weitem nicht so körperbetont und intensiv wie in den Frauenklassen geführt, im Gegenteil, es ist zu sehen, dass „ältere“ und robustere Spielerinnen vorher zurückziehen oder abbremsen, ehe sie mit einer jüngeren, körperlich unterlegenen Gegenspielerin zusammenprallen“.

Wie bist Du mit Deinem Team und denen, die Dich unterstützen, zufrieden?

„Mit dem Abschneiden bin ich voll zufrieden, weil ich mich nicht in erster Linie am Ergebnis orientiere, sondern daran, ob es den Mädels Spaß macht, zu spielen.

Große Unterstützung genieße ich von Cheftrainer Michi Tucho genauso wie von den Spielerinnen. Kapitänin Nicole Kerschbaummayr pausiert zwar derzeit, steht mir aber nach besten Kräften bei der Administration bei und hält ideal den Kontakt zwischen Mannschaft und Trainer. Die größte Belohnung ist für mich, wenn ich sehe, wie sich die Mädels auch schon über einen einzelnen Torerfolg freuen und Spaß am Fußball haben“.

Reifen wieder Talente in der 1 b als Verstärkung für das A-Team heran?

„Im Sommer ist Isabell Pirklbauer von Lasberg zu uns gekomen, stand schon 3 mal im Aufgebot in der LT1- O.Ö. Liga und kam auch schon zu einigen Einsatzminuten in der „Ersten“. Auch Marie Tucho und Lara Schwaiger zeigen sehr gute Ansätze.

Habt Ihr noch immer Zulauf von interessierten Mädchen?

„Ja, vor allem in den Schulen spricht es sich herum, durch „Mundpropaganda“ stoßen immer wieder

Einsteigerinnen zu uns“.

Wie stellt sich der Verein USV St. Oswald generell zum Frauenfußball?

„Der Verein steht voll hinter uns und unterstützt uns nach besten Kräften. Man darf ja nicht übersehen, zu unseren Spielen kommen schon, wen es erlaubt ist, in der OÖ Liga 100-150 Zuschauerinnen, auch aus den Nachbargemeinden, das ist auch Werbung für den Verein.“

Dein kurzes Resümee zum Abschneiden des A- Teams im Herbst?

„Nach verhaltenem Start (Verletzungen, Ausfälle) sind wir erst in Fahrt gekommen, streben nach wie vor einen Mittelfeldplatz an und haben mit dem Cupsieg beim Favoriten SV Fenastra Krenglbach ein absolutes Highlight erlebt“.

Eure Pläne fürs Frühjahr in der MHL?

„Am 7. und 14. November hätten wir noch einige Spiele austragen sollen, sie werden im Frühjahr, so es Corona zulässt, nachgeholt und dann folgt wieder die Meisterschaft mit Hin- und Rückspiel. Durch die Feiertage stehen dann mehr mögliche Termine für die Austragung der Spiele zur Verfügung, das erleichtert uns die Organisation“.

Alles Gute für Dich und Deine beiden Mannschaften für das Frühjahr!

 

USV St. Oswald/Freistadt 1 b, stehend von links nach rechts:

Trainer Günther Reisinger, Teresa Reisinger, Elena Kaineder, Alexandra Grünberger, Stefanie Pupeter Nicole Etzelstorfer, Simone Viertlmayr; vorne: Melanie Gutenbrunner, Lara Schwaiger, Melanie Winkler, Torfrau Lisa Order, Marie Tucho , Isabell Pirklbauer, Johanna Wagner (Foto: Verein)

 

 

Dr. Helmut Pichler

 

 

 

 

 

 

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