ATSV Sattledt in schwieriger Zeit auf Trainersuche

In der vergangenen Saison der Landesliga West war der ATSV Bamminger Sattledt nach einer mäßigen Rückrunde als Neunter ins Ziel gekommen. Nach über einem Jahr hatte Coach Robert Lenz, der inzwischen bei OÖ-Ligist Bad Leonfelden das Zepter schwingt, seine Tätigkeit beendet. Unter Neo-Trainer Stefan Unterberger kamen die Sattledter nicht vom Fleck, konnten in der aktuellen Spielzeit nur beim Sieg gegen Aufsteiger Schwanenstadt und beim Unentschieden gegen Schlusslicht St. Marienkirchen/Wallern 1b punkten und standen un den übrigen sieben Spielen jeweils mit leeren Händen da, weshalb der ATSV, der seit bereits 384 Minuten vergeblich auf einen Treffer wartet, als Vorletzter in akuter Abstiegsgefahr schwebt. Die Suche nach einem neuen Übungsleiter (Coach Unterberger war vor wenigen Wochen zurückgetreten) ist am Voralpenkreuz weit fortgeschritten, soll der Neo-Trainer in absehbarer Zeit präsentiert werden und die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur führen.

 

Gestandene Sattledter springen als Funktionäre in die Bresche

"Nicht zuletzt aufgrund des personellen Umbruchs im Sommer haben wir gewusst, dass wir keine Bäume werden ausreißen können, ein derart schlechten Saisonverlauf bzw. die massive Präsenz im Abstiegskampf war aber nicht zu erwarten", erklärt Johann Henzinger, der vor rund zwei Wochen als Sportlicher Leiter die Verantwortung übernommen hat. "Die Talfahrt hat aber nicht nur sportliche Gründe. Denn aufgrund von erheblichen gesundheitlichen Problemen konnte Harald Bamminger, der seit vielen Jahren als Präsident, Sponsor und auch Kassier die Fäden zieht, seine Tätigkeiten im Verein nicht wie gewohnt ausüben. Auch wenn Harald inzwischen am Weg der Besserung ist, wünschen wir ihm alles Gute und eine rasche Genesung", so Henzinger. Mit dem Fehlen des Präsidenten ist in Sattledt auf Funktionärsebene kurzzeitig ein Vakuum entstanden. "Manfred Zoni und Dietmar Böhm haben die wirtschaftlichen Probleme inzwischen in den Griff bekommen. Zudem sind mit Daniel Hubinger, Edmund Krumhuber und Klaus Eder gestandene Sattledter als Funktionäre in die Bresche gesprungen und werfen ihr Herzblut in die Waagschale", weiß der neue Sportchef. "Ärgerlich ist, dass ausgerechnet diese Funktionäre, die tolle Arbeit leisten, von Außenstehenden bzw. Fans für die sportliche Misere verantwortlich gemacht und völlig zu Unrecht kritisiert werden".

Offensive ein laues Lüftchen - Trainersuche in der entscheidenden Phase

Während die Defensive über weite Strecken eine ordentliche Performance abliefert und fünf andere Mannschaften zum Teil wesentlich mehr Gegentore kassierten, ist die Sattledter Offensive im Herbst bislang ein laues Lüftchen. In den neun bisherigen Spielen traf der Vorletzte nur vier Mal ins Schwarze und ist seit bereits 384 Minute ohne Torerfolg. "Wir wissen, wo der Schuh besonders stark drückt. Aber zum einen hat sich Semih Gölemez früh verletzt, und zum anderen konnten wir den Abgang von Torjäger Marek Szotkowski, der im Frühjahr einige Probleme zugedeckt hat, nicht kompensieren", kennt Johann Henzinger die Problemzone. Seit dem Rücktritt von Trainer Unterberger tragen Michael Schimpelsberger, Semih Gölemez und Daniel Hubinger interimistisch die Verantwortung. "Wir haben mit vielen möglichen Kandidaten gesprochen und den Kreis eingeengt. Wenn alles klappt, sollten wir spätestens in der kommenden Woche den neuen Coach präsentieren können", kündigt der Sportchef aufsteigenden weißen Rauch an. "Seit einigen Wochen krempeln viele im Verein die Ärmel hoch, weshalb wir bei der Trainersuche darauf geachtet haben, dass der neue Coach einen Bezug zum Verein hat". 

"Wollen uns vernünftige Ausgangsposition für die Rückrunde verschaffen"

Nach der letztwöchigen 0:2 Pleite in Schärding, der bereits siebenten Saisonniederlage, ist am kommenden Samstag die SPG Andorf/Sigharting in der Voralpenkreuzarena zu Gast. "Auch wenn die Andorfer im oberen Drittel der Tabelle präsent sind und uns ein starker Gegner erwartet, helfen in der aktuellen Situation nur Siege entscheidend weiter. Damit der Druck nicht weiter steigt, wäre ein Dreier - auch für den neuen Trainer - ungemein wichtig. Trotz der vielen Probleme sehen wir der Zukunft zuversichtlich entgegen, wollen uns das nötige Glück erarbeiten und uns in den restlichen Spielen im Herbst eine vernünftige Ausgangsposition für die Rückrunde verschaffen", ist Johann Henzinger guter Dinge, dass der Pfeil in absehbarer Zeit wieder nach oben zeigen wird.

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