Von der OÖ-Liga in die deutsche Bundesliga – Trainer Daniel Mair im Interview über seinen Wechsel zu Borussia Mönchengladbach

Nach einem kurzen, aber überaus erfolgreichen Engagement bei der SU Vortuna Bad Leonfelden, welches mit dem lang ersehnten Aufstieg in die LT1 OÖ-Liga seine Krönung fand, folgt Coach Daniel Mair dem Ruf der deutschen Bundesliga. Bei Borussia Mönchengladbach wird der 32-Jährige eine interessante Doppelrolle einnehmen. Ligaportal.at sprach mit ihm unmittelbar nach seiner Ankunft in Deutschland.

 

Von der OÖ-Liga zu Borussia Mönchengladbach – Trainer Daniel Mair im Interview

Ligaportal: Wie ist der Kontakt mit Borussia Mönchengladbach entstanden?

Mair: „Ich habe eine achtmonatige Ausbildung zum Spielanalysten am internationalen Fußballinstitut in München absolviert. Da war auch ein Dozent von Borussia Mönchengladbach. Im Verein ist dann die Stelle frei geworden. Der Leiter des Instituts hat mich daraufhin bei Mönchengladbach empfohlen. Dann bekam ich plötzlich den Anruf.“

Ligaportal: Haben Sie lange überlegen müssen, als das Angebot kam?

Mair: „Ich habe nicht lange überlegen müssen, was den Schritt nach Deutschland betrifft. Bad Leonfelden zu verlassen, fiel mir aber schon sehr schwer. Es war eine Herzensangelegenheit. Wir haben in den vergangenen 14 Monaten dort einiges Positives aufgebaut. Wenn man aber klar denkt, ist die Entscheidung eindeutig. Der Verein hat sich auch extrem gefreut für mich. Sie waren stolz auf mich. So etwas ist sehr schön.“

Ligaportal: Wie sieht Ihre Aufgabe in Mönchengladbach konkret aus?

Mair: „Ich habe eine Doppelrolle. Ich bin Co-Trainer und Spielanalyst bei der 2. Mannschaft, die in der Regionalliga spielt. Es geht also um Gegneranalyse und um die Analyse der eigenen Spiele.“

Ligaportal: Welche Erwartungen haben Sie an Ihren neuen Job?

Mair: „Ich kann hier viel lernen. Ich bin 32 Jahre alt und hatte bislang einen Trainerjob über 14 Monate. Es gab die Überlegungen, als Cheftrainer in Österreich Liga für Liga nach oben bis in den Profibereich zu kommen oder aber das hier zu nutzen. Hier kann ich in den nächsten Jahren auf hohem Niveau und bei besten Bedingungen alles lernen und aufsaugen. Ich arbeite mit Eugen Polanski, der der Cheftrainer der 2. Mannschaft ist, zusammen. Er hat selber unter Thomas Tuchel, Julian Nagelsmann oder Jupp Heynckes trainiert und war Co-Trainer von Marco Rose.“

Ligaportal: Mit Gerardo Seoane hat die Bundesligamannschaft einen neuen Cheftrainer. Wird es auch mit ihm einen regelmäßigen Austausch geben?

Mair: „Es gibt generell einen sehr engen Kontakt zwischen den beiden Profimannschaften im Verein. Man fährt etwa auch gemeinsam auf Trainingslager. Das ist aber Zukunftsmusik. Ich konzentriere mich jetzt einmal rein auf meine Aufgaben und darauf, dass ich einen super Einstieg habe. Der Rest kommt von alleine.“

Ligaportal: Wie sieht Ihre persönliche Karriereplanung aus? Streben Sie einen Cheftrainerposten im deutschen Profibereich an?

Mair: „Ich will langfristig auf dem höchsten Niveau im Profibereich arbeiten. Das war immer mein Ziel. Ich habe als aktiver Fußballer aufgehört, weil in der 2. Liga die Grenze war. Wenn es gut läuft, denke ich, dass es im Trainergeschäft andere Grenzen für mich gibt. Jetzt will ich einmal alles aufsaugen. Ich bin die ersten Tage hier und freue mich einfach. Ich will positiv bleiben und gut arbeiten. Vielleicht kommt dann wieder einmal ein überraschender Anruf, durch den ich die Karriereleiter weiter hinaufklettern kann.“

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