9 Tore in der Landeshauptstadt – Union Edelweiß entscheidet Offensivspektakel gegen ASKÖ Donau Linz für sich

In der abgebrochenen Saison der Oberösterreich-Liga blieben die beiden Traditionsvereine Union Edelweiß und ASKÖ Donau Linz hinter den Erwartungen zurück. 2020/21 soll vieles besser werden. Den Grundstein hierfür könnte man mit einem Erfolgserlebnis in der 2. Runde des Transdanubia Landescups legen. Schlussendlich ging die Kondert-Truppe heute als Sieger hervor. Es war ein verrücktes Linzer Derby, in dem beide sich konkurrierenden Teams über weite Strecken mit offenem Visier agierten.

 

Sechs Volltreffer und ein Platzverweis in Durchgang eins

Vor 200 Zuschauern fanden die Gäste aus Kleinmünchen weitaus besser in die Partie als der Kontrahent. Die Mayrleb-Elf agierte umgehend richtig griffig im Spiel gegen den Ball und mit dem nötigen Esprit nach Eroberung desselben. Dafür belohnte man sich bereits nach sieben absolvierten Minuten, als Sommerneuzugang Edvin Orascanin mit einem Schuss ins lange Eck auf 0:1 stellte. Davon zeigte sich die Union Edelweiß aber keineswegs beeindruckt und trug fortan das Ihrige dazu bei, dass sich nun ein temporeiches, spektakuläres Nachbarschaftsduell entwickelte. Ab der 17. Minute setzte dann eine Phase ein, in der die Hausherren enormen Druck entwickelten und den Gegner regelrecht an die Wand spielten. Gegen überforderte Donau-Kicker punktete man nun mit einfachem, zielstrebigem Fußball und der nötigen Konsequenz vor dem Gehäuse. Nach einem schönen Steilpass des heute beeindruckend aufspielenden Philipp Frühwirth besorgte Stürmer Kenan Ramic den zwischenzeitlichen Ausgleich. Nur vier Minuten später trat erwähnter Vorlagengeber selbst als Torschütze in Erscheinung. Allein vor Donau-Keeper Kevin Koch aufgetaucht, brachte Philipp Frühwirth sein Team mit einem platzierten Schuss ins lange Eck in Front. In der 29. beziehungsweise 34. Minute legten Robert Pervan und Manuel Pichler nach. Beide Male trat Philipp Frühwirth abermals als Assistgeber in Erscheinung. Am Ende eines denkwürdigen ersten Durchgangs wurde es dann noch einmal turbulent. Es handelt sich um zwei Szenen, die ASKÖ Donau Linz noch einmal hoffen ließen. Zunächst verkürzte Matej Vidovic nach einem leichtfertigen Ballverlust der Union Edelweiß auf 4:2 (37. Minute). Unmittelbar vor dem Gang in die Kabinen sah dann auch noch Edelweiß-Akteur Adilaid Dizdarevic, Mittelfeldstratege mit Donau-Vergangenheit, nach einem taktischen Foul die Ampelkarte und musste frühzeitig runter.

 

Gäste kommen noch einmal heran

Nach dem Seitenwechsel setzte sich das fort, was sich vor dem Pausenpfiff bereits angedeutet hatte. ASKÖ Donau Linz agierte nun viel couragierter. Man merkte plötzlich, dass hier doch noch etwas möglich ist. Die Union Edelweiß hatte unterdessen nach einer mitreißenden ersten Hälfte nur mehr auffallend wenig anzubieten. In Unterzahl riss der Faden komplett. In der 59. Minute erzielte Matej Vidovic das überfällige 4:3 mit einem satten Schuss, der direkt unter dem Querbalken einschlug. Die Heimischen konnten nur mehr ganz selten für Entlastung sorgen. Einen dieser Angriffe, mit denen man sich endlich einmal aus der Umklammerung des Kontrahenten befreien konnte, führte dann aber zu einem weiteren Erfolgserlebnis. Aus dem Nichts stellte der Mann des Abends Philipp Frühwirth auf 5:3. Er versenkte das Spielgerät in der 80. Minute im kurzen Eck. Die ASKÖ Donau Linz ließ sich aber davon nicht beirren und hielt den Druck weiterhin aufrecht. Abermals gelang in der 90. Minute verdientermaßen der Anschlusstreffer durch den in der zweiten Hälfte aufdrehenden Matej Vidovic, der von Roman Hintersteiner perfekt ins Szene gesetzt worden war. Irgendwie rettete dann aber die Union Edelweiß den knappen Vorsprung über die Zeit, auch und vor allem weil sich der junge Keeper Lukas Kitzmüller unmittelbar vor dem Abpfiff noch einmal so richtig auszeichnen konnte. Gegen Matej Vidovic entschärfte er ganz stark aus kurzer Distanz und bewahrte seine Truppe somit vor einer Verlängerung, die in Unterzahl wohl enorm strapaziös geworden wäre.

 

Stimme zum Spiel:

Lukas Moser (sportlicher Leiter Union Edelweiß):

„Durch den Platzverweis ging bei uns der Spielfluss komplett verloren. Donau hat dann gemerkt, dass noch etwas geht. Insgesamt war das aber ein verdienter Sieg.“

 

Die Besten:

Union Edelweiß: Philipp Frühwirth (LMF), Kenan Ramic (ST)

ASKÖ Donau Linz: Matej Vidovic (ZMF)


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