Acht Volltreffer, Platzverweis, Lucky Punch – Remis zwischen Union Edelweiss und SV Bad Ischl als absolutes Spektakel [Video]

INTERSPORT Stöcker aus Eferding präsentiert: Mit dem Selbstvertrauen aus sechs ungeschlagenen Matches am Stück und getrieben vom Gedanken, den Kontakt zur Tabellenspitze der Oberösterreich-Liga herzustellen, war die Union Edelweiss heute in die Partie gegen den so offensivstarken SV Zebau Bad Ischl gegangen. Ein absolut verrücktes Kräftemessen, welches gleich mit mehreren teils unerwarteten Wendungen verblüffte, brachte schlussendlich keinen Sieger hervor.  

 

Hausherren nahe an der Perfektion

Was die Union Edelweiss heute speziell in der Anfangsphase zeigte, war schlichtweg atemberaubend. Man präsentierte sich extrem spielstark, dynamisch und stets mit den passenden Lösungen im Angriffsdrittel – Attribute, die einen anfangs desillusionierten Gegner aus dem Salzkammergut regelrecht überforderten. Bereits nach zehn absolvierten Minuten sorgte die Kondert-Truppe für eine relativ komfortable Führung: Zunächst traf Stürmer Kenan Ramic per Flachschuss aus spitzem Winkel (8. Minute). Nur wenige Augenblicke später erhöhte der quirlige Offensivpartner Yigit Yilmaz verdientermaßen auf 2:0 (10. Minute). Der Torschütze war dabei perfekt mit der Hacke in Szene gesetzt worden. Der SV Bad Ischl, der bis dato überhaupt keinen Zugriff auf diese Partie hatte, bewies aber in der 17. Minute ein erstes Mal an diesem denkwürdigen Abend, welch große Moral die Truppe hat. Franjo Dramac besorgte aus spitzem Winkel den Anschlusstreffer – ein gewaltiges Lebenszeichen der Gäste, die sich nun zusehends fingen. Man hatte fortan mehr Spielanteile gegen einen Kontrahenten, der stets eine gewisse Gefahr ausstrahlte und in den letzten Augenblicken des ersten Durchgangs ein weiteres Mal Nägel mit Köpfen machte. Saldin Pezic versenkte die Kugel aus gut und gerne 20 Metern exakt im Winkel – die Vorentscheidung? Falsch gedacht!

Tor Union Edelweiss 10

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SV Bad Ischl zeigt Nehmerqualitäten und belohnt sich auf den letzten Abdruck

In der 55. Minute folgte eine Szene, der, im Nachhinein betrachtet, ein absolut spielentscheidender Charakter zukommt: Akif Imamovic, routinierter Mittelfeldstratege der Linzer, sah die Ampelkarte und musste frühzeitig runter. Es handelt sich hierbei um einen Platzverweis, der umgehend die Statik der Partie grundlegend veränderte. Die Union Edelweiss zog sich fortan etwas zurück. Der SV Bad Ischl, neue Hoffnung schöpfend, entwickelte indes zusehends mehr Druck und belohnte sich in der 66. Minute für eine nun stark verbesserte Vorstellung. Mario Petter drückte die Kugel per Abstauber zum 3:2 über die Linie. Auf diesen Mann ist gegenwärtig einfach Verlass. 19 Minuten später schlug der Gast ein weiteres Mal zu: Nach einer Flanke von der linken Seite behielt der zentral positionierte Jakob Promberger auf erfrischende Art und Weise die Ruhe, stoppte sich den Ball gekonnt mit der Brust, sodass er sich umgehend in eine perfekte Schussposition brachte. Das Leder schlug in der Folge flach im Kasten der Union Edelweiss ein – 3:3. Eine verrückte Schlussphase hatte aber noch weitaus mehr Dramatik zu bieten: Die Scherpink-Elf ging nun All-in, drückte auf den Siegtreffer – eine Spielweise, die unweigerlich Räume im Konterspiel für die Union Edelweiss mit sich brachte. Und exakt diese nutzte man perfekt in der 90. Minute, als Kenan Ramic einen dieser überfallartig vorgetragenen Angriffe zum 4:3 abschloss. Doch damit nicht genug: Der SV Bad Ischl als taumelnder Boxer, der nicht fiel, und in der allerletzten Aktion völlig unvermittelt zum Gegenschlag ausholte – und der saß so richtig. Ein Geniestreich von Franjo Dramac sorgte schließlich dafür, dass die Zebau-Truppe doch noch einen Zähler aus der Landeshauptstadt entführte. Der Mittelfeldmann versenkte einen Eckball in der 95. Minute direkt zum 4:4-Endstand.

 

Stimme zum Spiel:

Franz Scherpink (Trainer SV Bad Ischl):

“Die Moral und der Teamspirit meiner Truppe sind außergewöhnlich. Die Art und Weise, wie wir immer wieder zurückkommen, unterstreicht das. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie sich belohnt hat. Edelweiss ist für mich das spielstärkste Team der Liga.“

 

Die Besten:

Union Edelweiss: Kenan Ramic (ST)

SV Bad Ischl: Franjo Dramac (OMF), Jakob Promberger (ZMF)


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