Vereinsbetreuer werden

Bestimmung ausgesetzt: NÖFV will Nachwuchs schützen

Der Niederösterreichische Fußball-Verband (NÖFV) hat für einen Paukenschlag gesorgt. Am Samstag informierte man darüber, dass "der NÖFV-Vorstand mit sofortiger Wirkung jene Bestimmung aussetzt, die den Abstieg der Kampfmannschaft bei mehrmaligem Nichtantreten im Reservebetrieb regelt." Durch die Covid-Maßnahmen und zahlreiche Rückmeldungen aus dem Nachwuchsbereich wird bis Sommer 2022 auch bei drei- oder viermaligem Nichtantreten einer Reserve die Kampfmannschaft am Meisterschafts-Ende nicht als Letztplatzierter gereiht und muss deshalb in Folge auch nicht (wie ursprünglich entschieden) absteigen.

Was bedeutet dies nun konkret? Ligaportal hilft bei der Aufklärung. "Viele Vereine haben aufgrund der aktuellen Situation Personalprobleme. Um nicht mit der Kampfmannschaft durch das Nichtantreten der Reserve absteigen zu müssen, wollen einige Vereine vermehrt Nachwuchsspieler in den Reserven einsetzen. So könnten aber einige Nachwuchsteams auf der Strecke bleiben. Und das wollen wir verhindern, denn der Nachwuchs muss geschützt werden“, begründete NÖFV-Präsident Johann Gartner den Schritt des größten Landesverbandes.

Die Mitglieder des Vorstands haben das Aussetzen dieser grundsätzlich sinnvollen, aber derzeit nicht praktikablen Regelung einstimmig am Freitag beschlossen. "Wir wissen, dass wir aufgrund der Pandemie flexibel bleiben müssen. Deshalb ist dies ein guter Schritt, um möglichen Mannschaftsrückziehungen im Nachwuchsbereich entgegenzuwirken", so Verbands-Boss Gartner.