Groß Gerungs Sektionsleiter Martin Faltin: "Vielleicht kommt es zu einem Reinigungsprozess"

"Während der Vorbereitung gab es bei uns so gute Bedingungen wie noch nie und die Mannschaft konnte auf dem Trainingsplatz gut trainieren. Alles hatte sich durch die Situation und die Maßnahmen plötzlich geändert und wir haben diese sofort umgesetzt. Jetzt kann man nur abwarten was kommt, die Eindämmung der Ausbreitung des Virus geht vor. Die Maßnahmen sind richtig und sind einzuhalten", meint USV Groß Gerungs Sektionsleiter Martin Faltin. "In dieser Zeit ist Fußball nicht so wichtig, zunächst muss man schauen, das sich so wenig Leute wie möglich anstecken und es möglichst wenige Tote gibt. Erst wenn wir alle diese schwierige Zeit überstanden haben kann man schauen, wie man alles plant."

"Finanziell trifft es alle"

"Ich glaube nicht, dass die Frühjahresmeisterschaft so im Modus abgehalten werden kann, jetzt zum Beispiel ist der Boden gefroren und man wird die Spiele nicht alle durchbringen", so der Sektionsleiter des Tabellenelften der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel. Martin Faltin spricht zudem das Problem an, dass die Legionäre durch die Grenzschließungen derzeit zum Beispiel aus Tschechien nicht kommen könnten. Er kann sich dabei vorstellen, dass dieses Problem auch noch im Herbst vorhanden sein wird.

Der finanzielle Aspekt wird in den kommenden Wochen und Monaten für die Vereine in Österreich ebenso eine große Herausforderung darstellen. "Kleine Firmen und die Arbeiter werden Einbußen haben, genauso wird es im Sport zu Einbußen kommen. Von den Sponsoren wird es weniger Geld geben, da ja ein halbes Jahr wegfällt. Durch das Wegfallen der Einnahmen wir es für alle Vereine schwer, wenn die Wirtschaft zu kämpfen hat, haben auch die Fußballklubs zu kämpfen", zeigt Faltin auf.

Da durch die Maßnahmen der letzten und der kommenden Tage und Wochen viel liegengeblieben ist, muss in der Folge vieles aufgeholt werden und deshalb ist laut Faltin auch für viele gar keine Zeit, um an Fußball zu denken. Bei Groß Gerungs wurde alles auf Null runtergefahren, der Verein hätte auch eine Generalversammlung gehabt, die aber verschoben wurde. Alle wollen den Verein in dieser schwierigen Zeit zur Seite stehen, Martin Faltin hilft seinem Herzensverein gerade in dieser Situation weiter und sieht in der Krise für den österreichischen Fußball auch eine kleine Chance: "Es trifft jetzt alle Vereine, vielleicht ist es jetzt ein Reinigungsprozess. In dieser schwierigen Situation gibt es die Chance, etwas über das derzeitige System nachzudenken."

 

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