Spielberichte

In letzter Sekunde erzielt Köck den ersten Ratzersdorf-Sieg unter Trainer Gwiss

Der Tabellensiebente, die SV Ratzersdorf, lud den Zehnten, SCU Euratsfeld, zu einem heißen Tänzchen. Obwohl die „Ballsaison“ längst vorbei ist. Der Gastgeber war nicht vielversprechend in die Rückrunde der Gebietsliga West gestartet, nur ein Punkt in fünf Matches war die magere Ausbeute. Die Niederlagenserie, die schon drei Partien lang andauert, wollte der Drittletzte der Frühjahrestabelle rasch beenden, um nicht den Anschluss an das vordere Tabellendrittel zu verlieren. Andreas Gwiss wollte bei seiner Bestellung zum Trainer im Jänner den Liga-Vierten auf den dritten Platz hieven, stattdessen folgte der Rückfall. In der Heimtabelle ist Ratzersdorf mit elf Punkten aus acht Spielen aber weiter hinten anzusiedeln. Die gastierenden Schwarzgelben gelten als auswärtsstark und wollten zeigen, dass sie nichts mit den hintersten Plätzen zu tun haben. Im Abstiegskampf gelang Erich Zeitlhubers Truppe ein 1:1 in Kematen. Im direkten Duell behielt der Sportclub aus Euratsfeld zumeist die Überhand, war im direkten Duell drei Partien lang ungeschlagen.

 

„Wir sind schlecht in das Match gestartet – schon wieder“, seufzte Gwiss. Das 0:1 von Lukas Weber nach drei Minuten für Euratsfeld bezeichnete der Coach von Ratzersdorf als „blöden Fehler, der aber nicht ins Gewicht fiel, weil wir bis in die Haarspitzen motiviert waren.“

Zwei Freistöße leiteten die schwarzweiße Wende ein

Diese Motivation wurde beim Ausgleich nach 13. Minuten sichtbar, Martin Wetzel sorgte per Freistoß für die Wende. Seine Flanke ging an Freund und Feind unberührt vorbei. Sieben Minuten danach drehte Mario Steininger endgültig das Match, abermals aus einem ruhenden Ball.

In der Kabine gab es vor dem Seitenwechsel eine Anweisung von Gwiss: „Entweder in Ruhe das dritte Tor zu schießen oder das 2:1 über die Runden zu bringen, war meine Vorgabe.“ Euratsfeld wollte sich aber nicht dem Wunsch der Gastgeber beugen, erzielte den Ausgleich durch Nutznießer Patrick Ledic in Minute 58. Dem Goal zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich war ein Aufsitzer, den Keeper Christoph Hager nicht bändigen konnte, vorausgegangen. „Es war die erste und einzige Aktion der Gäste“, zeigte sich Gwiss über die Effizienz von Euratsfeld überrascht.

Zwei Rote Karten sorgten für mehr Räume

Es folgte ein farbenfrohes Spiel in der Rapid Viertelstunde, zwei Rote Karten zeigte Referee Thomas Bruckmüller. Istvan Ernö Svarczkopf wurde aufseiten der Heimischen ausgeschlossen. „Das Foul war total nebensächlich“, gab Gwiss zu Protokoll. „Anscheinend wollte der Schiedsrichter seine Fehlentscheidung gegen uns kompensieren und stellte auch einen Euratsfelder vom Platz.“ Lukas Jetzinger sah den roten Karton aus der Gesäßtasche des Referees. „Es war ein Foul, wie ich es an diesem Nachmittag zwanzig Mal gesehen habe“, erinnerte sich Gwiss, der lieber bei einer unsanften, irregulären Attacke an Mario Steininger Torraub gesehen hätte. Mit jeweils einem Mann weniger boten sich mehr Räume für offensive Vorstöße.

Der Spielführer der Schwarzweißen beschenkte sich und seine Elf mit dem 3:2-Siegestreffer nach 92 Minuten. Spielmacher Alexander Köck, der phasenweise als Libero fungierte, machte sich Sekunden vor dem Abpfiff mit auf den Weg nach vorne, um die gegnerischen Reihen auszutanzen. Der Pass ins Loch kam von Martin Wetzel, ehe Köck ohne Bedrängnis am Schlussmann Andreas Mistelbauer vorbei ins Tor zielen konnte. „Wir haben uns belohnt“, so Gwiss, der erstmals als Chefübungsleiter von Ratzersdorf über drei Punkte jubeln darf.

 

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