Geplante Spielgemeinschaft! Keine Abstiegsängste in Peilstein

Nach einem ordentlichen Frühjahr, mit 20 gesammelten Zählern, kam dier Union Dreihans Peilstein in der vergangenen Saison als Elfter ins Ziel. Trotz eines erfolgreichen Auftakts zeigte der Pfeil in der aktuellen Spielzeit der 1. Klasse Nord bislang zumeist in die falsche Richtung, zieren die Kicker aus dem Oberen Mühlviertel mit lediglich neun Punkten am Konto das Ende der Tabelle. Doch wie im letzten Jahr, als die Klubs aus Ulrichsberg und Klaffer die Kräfte gebündelt hatten, werden auch die Peilsteiner im kommenden Sommer, gemeinsam mit der Union Oepping, eine Spielgemeinschaft bilden. Aus diesem Grund blickt man im Bezirk Rohrbach der Rückrunde gelassen entgegen, zumal der Tabellenletzte in der nächsten Saison vermutlich in der Bezirksliga an den Start gehen wird.

 

Erfolgreichem Auftakt folgten zwölf sieglose Spiele

Die Mühlviertler starteten mit einem Sieg gegen Altenfelden in die Saison, der erste "Dreier" war im Herbst aber auch der letzte, denn in den zwölf folgenden Runden standen sechs Unentschieden ebenso viele Niederlagen gegenüber. "Wir hätten nicht gedacht, dass der Auftakterfolg der letzte sein würde. Im Herbst waren die Leistungen in Summe nicht schlecht und etliche Spiele eng. Doch mit vielen Unentschieden kommt man bekanntlich nicht wirklich weiter", weiß Rudolf Wiesinger, der im Sommer seine aktive Karriere beendet hatte, inzwischen aber als Funktionär tätig ist. "So waren wir gegen Neustift und Nebelberg die klar bessere Mannschaft, in diesen beiden Partien ist aber jeweils nur Punkt herausgesprungen und hätten mit zwei Siegen mehr Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle gefunden".

Vorne und hinten mit Problemen

Sieben der neun bislang ergatterten Zähler holten die Peilsteiner auf eigener Anlage, in der Fremde wartet die Union bislang aber vergeblich auf einen "Dreier" und ging in den sechs bisherigen Auswärtsspielen vier Mal leer aus. Während zumindest der Tabellennachbar aus Eidenberg weniger Treffer erzielte, kassierte das Schlusslicht satte 32 Gegentore und stellt gemeinsam mit der Union Neufelden die schwächste Defensive der Liga. "Vorne haben wir zu wenig Tore gemacht, hinten aber zu viele bekommen, hat es überall gezwickt. Die Probleme haben auch damit zu tun, dass im Sommer mit Innenverteidiger Alfred Ehrengruber ein Urgestein die Karriere beendet hat. Zudem habe auch ich nach der letzten Saison die Schuhe an den Nagel gehängt", meint Rudolf Wiesinger. "Die nachrückenden jungen Spieler haben sich  bemüht, konnten dem Druck aber nicht standhalten". 

Neuer Spielertrainer

Nach dem Rücktritt von Coach Reinhard Eisner wurde der Nachzügler auf der Suche nach einem Nachfolger in der eigenen Liga fündig. Mit Josef Prihoda trägt im neuen Jahr ein 37-jähriger Tscheche die Verantwortung, der nahezu ein Jahrzehnt lang beim aktuellen Hertbstmeister aus Vorderweißenbach ein absoluter Leistungsträger war. "Prihoda ist ungemein erfahren, ist bei uns als Spielertrainer tätig und soll als Sechser das Spiel ordnen", so Wiesinger. "Darüberhinaus war nichts geplant und hat sich auch nichts getan, auch Abgänge verzeichnen wir keine".

"Wollen alles in die Waagschale werfen"

Während der Vorbereitung, die am 30. Jänner gestartet wurde, steht auch ein Trainingslager im Salzburger Land auf dem Programm. Nach dem gestrigen 6:6-Remis gegen St. Aegidi ist am kommenden Samstag Bezirksligist Lembach der nächste Testspiel-Gegner. Obwohl der Abstiegskampf aufgrund der bevorstehenden Spielgemeinschaft eigentlich zweitrangig ist, nehmen sich die Peilsteiner für die zweite Meisterschaftshälfte viel vor. "In unserem vorerst letzten Jahr als eigenständiger Verein wollen wir alles in die Waagschale werfen, uns im Frühjahr ordentlich präsentieren und mit erhobenem Haupt aus der Liga verabschieden. Das erklärte Ziel ist, die Rote Laterne loszuwerden und die Meisterschaft nicht als Letzter zu beenden", meint Rudolf Wiesinger. "Auch wenn die Verträge noch nicht unterzeichnet sind, sollte der Spielgemeinschaft nichts im Wege stehen. Denn seit rund zehn Jahren bilden wir mit der Union Oepping im Nachwuchsbereich eine Spielgemeinschaft, die ausgezeichnet funktioniert. Demzufolge sollte der nächste Schritt kein Problem sein". 

 

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