SV Molln: "Die Mannschaft hat Moral bewiesen"

In der vergangenen Saison der 1. Klasse Ost eroberte der SV Molln den Herbstmeistertitel und landete am Ende am fünften Rang. Nach im Frühjjahr 16 geholten Zählern sprangen für Traunviertler im Herbst nur 14 Punkte heraus, weshalb die Mannen von Trainer Albert Kabashi als Elfter in der unteren Tabellenregion überwintern. "Da unsere Mannschaft im Schnitt rund fünf Jahre jünger ist als im Vorjahr und zudem mit Stefan Schmidthaler der Mittelfeldmotor die Schuhe an den Nagel gehängt hat, war die Erwartungshaltung eher gering. Wir haben gewusst, dass es schwierig wird, mit einem starken Endspurt aber das Beste daraus gemacht und konnten mit einem positiven Gefühl in die Winterpause gehen", erklärt Sportchef Florian Fröhlich.

 

Nach Pleitenserie mit starkem Finish

Mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen verzeichnete die Kabashi-Elf einen ordentlichen Start. Auch auf der Zielgeraden der Hinrunde wusste der SVM zu gefallen und fuhr iun den letzten drei Runden sieben Zähler ein. In den acht Partien dazwischen mussten die Kicker aus dem Bezirk Kirchdorf aber nicht weniger als sieben Niederlagen einstecken. "Mitte der Hinrunde hatten wir einen gewaltigen Hänger, der zum Teil der Unerfahrenheit der ungemein jungen Mannschaft, aber auch dem fehlenden Glück geschuldet war. So haben 15- bis 17-Jährige den Weg in die Startelf gefunden. Die Jungen dürfen Fehler machen, nehmen in Summe aber eine gute Entwicklung", so Fröhlich, der sich über drei Auswärtssiege freuen konnte - in den sechs bisherigen Heimspielen fuhren die Mollner aber nur einen einzigen "Dreier" ein. "Wir freuen uns über die gute Auswärts-Bilanz, die Heimschwäche ist aber nicht wirklich zu erklären, zumal es in den letzten Jahren zumeist umgekehrt war".

Schwächste Defensive der Liga

Obwohl der SVM mit satten 41 Gegentoren mit Abstand die schwächste Defensive der Liga stellt, konnte die Kabashi-Elf das Abstiegsgespenst auf Distanz halten. "Natürlich haben wir viel zu viele Gegentore erhalten, aber wenn man die Seuche am Fuß hat, wird jeder Fehler bestraft. Zudem spielt sich viel im Kopf ab", spricht der Sportchef auch von einem mentalen Problem. "Natürlich hat auch das Fehlen von Christoph Schmidthaler - der erfahrene Innenverteidiger hat in der Vorbereitung einen Bänderriss erlitten und musste im gesamten Herbst passen - eine Rolle gespielt. Doch nach der Pleitenserie hat die Mannschaft Moral bewiesen, in den letzten drei Runden das Punktekonto aufgestockt, Anschluss ans Mittelfeld de Tabelle gefunden und sich letztendlich eine ordentliche Ausgangsposition für das Frühjahr verschafft."

Keine aktive Suche nach Verstärkungen - Trainingslager im Burgenland

In der Winterpause wird in Molln jeden Freitag in der Halle gekickt, ehe Anfang Februar die Vorbereitung in Angriff genommen wird. Die Aufbauzeit beinhaltet auch ein Trainingslager in Steinbrunn. Die Reise ins Burgenland wird vermutlich keine Neuerwerbung antreten. "Natürlich kann sich in einer Übertrittszeit immer etwas ergeben, sind aber nicht aktiv auf der Suche nach Verstärkungen, sondern legen den Fokus auf die Weiterentwicklung der jungen Spieler", weiß Stefan Fröhlich, der keine Zugänge erwartet, Abgänge aber nicht ausschließen möchte.

Obere Tabellenhälfte im Visier

Die Traunviertler sind sowohl von der Abstiegszone, als auch vom aktuellen Sechsten aus Waldneukirchen nur durch sechs Punkte getrennt, demzufolge kann es für die Kabashi-Elg im neuen Jahr in beide Richtungen gehen. "Auch wenn der Strich nicht allzu weit entfernt ist, richten wir in der Tabelle den Blick nach oben, wollen den Schwung aus den letzten Spielen mitnehmen und möchten mit einem erfolgreichen Rückrundenstart das Abstiegsgespenst frühzeitig vertreiben", gibt der Sportchef die Richtung vor. "Sollten wir dort fortsetzen können, wo wir im Herbst aufgehört haben und im Frühjahr von Beginn an konstant punkten, ist eine deutliche Rangverbesserung bzw. der Sprung in die obere Hälfte der Tabelle möglich und auch unser Ziel".

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