Trainerwechsel in Luftenberg

Obwohl man nach einer durchwachsenen Herbstsaison in der 2. Klasse Nord-Ost nur als Siebenter der Tabelle überwinterte, machten sich die Verantwortlichen der ASKÖ Luftenberg insgeheim Hoffnungen, doch noch in den Aufstiegskampf eingreifen zu können. Nachdem Peter Hiesl den Verein im Winter in Richtung St. Florian verlassen hat, wo er inzwischen das 1b-Team des Regionalligisten betreut, wollte man mit der Verpflichtung des erfahrenen Martin Prömmer ein Zeichen setzen und im Frühjahr eine Aufholjagd starten. Doch der Pfeil zeigte auch in der Rückrunde kontinuierlich in die falsche Richtung, weshalb sich der Klub vor wenigen Stunden vom ehemaligen Vorwärts Steyr-Spieler wieder trennte.

"Wir sind mit großen Erwartungen in die Meisterschaft gestartet, doch von Saisonbeginn an war irgendwie der Wurm drinnen. Obwohl wir eigentlich nie in die Gänge gekommen sind, haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben, ins Spitzenfeld der Tabelle noch vorstoßen zu können. Mit der Verpflichtung von Martin Prömmer wollten wir ein Zeichen setzen, doch auch im Frühjahr hat die Konstanz gefehlt und konnten demzufolge nicht den erhofften Lauf starten. Da die Saison für uns gelaufen ist und wir uns im Niemandsland der Tabelle befinden, hat der Vorstand beschlossen, sich von Martin Prömmer zu trennen", erklärt Sektionsleiter Rudolf Faltinger, der sich ab sofort auf Trainersuche begibt.

Goalgetter Thomas Arnitz, der mit 22 Saisontreffern, gemeinsam mit dem Gutauer Thomas Brunner, die Torschützenliste anführt, wird vorerst als Spielertrainer fungieren. "Zu einem Schnellschuss besteht keine Veranlassung. Wir werden in aller Ruhe nach einem Trainer Ausschau halten und gehen davon aus, dass der neue Cheftrainer die Mannschaft im Sommer übernehmen wird. Wichtig ist auch, dass sich die Mannschaft jetzt nicht hängen lässt und die Saison zu einem positiven Ende bringt", so Faltinger.

Mit nur acht Punkten aus ebenso vielen Rückrundenspielen sind die Luftenberger auf den neunten Platz zurückgerutscht. Nach zuletzt vier sieglosen Spielen ist es nun zum Trainerwechsel gekommen. Der nunmehrige Ex-Trainer, Martin Prömmer, ist über den Saisonverlauf ebenfalls enttäuscht, glaubt aber, einen weiteren Grund für das schlechte Abschneiden zu kennen. "Wir haben die Erwartungen nicht erfüllt, wenngleich wir uns im Frühjahr im spielerischen Bereich nicht so schlecht präsentiert haben. Der Verein hat es sich meiner Ansicht nach aber zu leicht gemacht, wollte mit zwei, drei Verstärkungen den sportlichen Erfolg erreichen. Um tatsächlich aufsteigen zu können, gehört aber auch ein entsprechendes Umfeld - und das ist in Luftenberg nicht vorhanden. Denn um sportlich erfolgreich zu sein, muss nicht nur der Kader, sondern auch die Funktionärsriege gut aufgestellt sein. Gerade in diesem Bereich haben mir die Ansprechpersonen gefehlt und habe vor allem das Ziehen an einem Strang vermisst", erklärt Martin Prömmer, der trotz des Scheiterns in Luftenberg die Freude am Trainerjob nicht verloren hat.


Günter Schlenkrich

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