SV Ebensee am Tiefpunkt

"2009 haben wir einen Drei-Jahres-Plan aufgestellt, der den Aufstieg in die 1. Klasse als Ziel hatte. Die ersten beiden Jahre sind in etwa nach Plan verlaufen, dann ist aber im Sommer die Transferzeit dazwischen gekommen und konnten nicht damit rechnen, so viele  Spieler zu verlieren", spricht Manfred Holzinger, Sektionsleiter des SV Ebensee, den Abgang von einigen Leistungsträgern an. Nach dem 5:1-Sieg gegen Aurach, zum Saisonstart der 2. Klasse Süd, ging es steil bergab, ist der Klub nach fünf Niederlagen am Stück Tabellenletzter und somit am Tiefpunkt der Vereinsgeschichte angelangt. Dabei rechnete sich die Mannschaft von Trainer Andreas Spitzer im Kellerderby beim 1b-Team des SV Gmundner Milch durchaus Chancen aus, die Pleitenserie zu stoppen.

"Trotz der vielen Abgänge haben wir eine gute Vorbereitung absolviert und in den Testspielen zum Teil beachtliche Ergebnisse erzielt. Doch nach dem Sieg gegen Aurach ist es nicht mehr gelaufen, wenngleich nicht viel fehlt und wir mit den meisten Gegnern gut mithalten können", sagt Holzinger. "Aber die Mannschaft ist zu unerfahren und zudem fehlt das nötige Quäntchen Glück. Das Defensivverhalten ist unser größtes Manko, so haben wir uns von den letzten 15 Gegentore zwölf quasi selbst gemacht."

Auch in Gmunden unterliefen der Spitzer-Elf zahlreiche Fehler. Die zweite Mannschaft des OÖ-Ligisten nahm diese Geschenke dankend an und führte nach einen Doppelpack von Kapitän Fabian Unger und einem Teffer von Raphael Schauer nach 20 Minuten bereits mit 3:0. Die Ebenseer, die zunächst einige Chancen nicht nutzen konnten, kamen durch Kapitän Simon Kienesberger heran, ehe praktisch mit dem Pausenpfiff abermals Schauer den Drei-Tore-Abstand wieder herstellte und zugleich den Endstand fixierte.

"Wir konnten vor der Pause viele Möglichkeiten nicht nutzen und hatten auch nach dem Wechsel mehrere Chancen, um sogar noch auszugleichen, aber derzeit haben wir die Seuche am Fuß und fehlt vor allem das Selbstvertrauen", weiß der Sektionsleiter, der sich am Samstag im Heimspiel gegen Titelaspirant Lenzing ein Erfolgserlebnis wünscht, um eine Woche später mit breiter Brust ins Derby gegen ASKÖ Ebensee gehen zu können. "Natürlich ist unsere aktuelle Situation nicht lustig, aber ich kann sie nicht ändern. Dabei ist die Stimmung in Ordnung und auch der Trainingsbesuch ausgezeichnet. Wichtig ist vor allem, die Niederlagenserie zu stoppen und zudem dürfen wir das Derby nicht verlieren", sagt Manfred Holzinger.


Günter Schlenkrich

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