Kampfstarke "Sauwaldveilchen" knöpfen SV Grieskirchen Punkt ab

In der 16. Runde der Landesliga West stand das Aufeinandertreffen zwischen der Union Leithner Bau Esternberg und dem SV Pöttinger Grieskirchen auf dem Programm. Im Duell zwischen dem Tabellenelften und dem Zweitplatzierten ging es für beide Mannschaften um wichtige Punkte. Nach einem 4:1-Heimsieg im Hinspiel ging die Gästeelf von Coach Reinhard Furthner auch am Samstagnachmittag in Führung, der Aufstiegsaspirant brachte den Vorsprung aber nicht ins Ziel, musste sich am Ende mit einem 1:1-Unentschieden begnügen und verabsäumte es, den Punkteverlust von Tabellenführer Bad Schallerbach zu nutzen. Vor allem in der zweiten Halbzeit begegneten die "Sauwaldveilchen" dem Favoriten mit offenem Viser, brachten einen Zähler ins Trockene und erreichten das dritte Remis in Folge.

 

Dominante Gäste - strittige Situation im Esternberger Strafraum

Vor Rund 250 Besuchern nahm der Favorit sofort das Heft in die Hand und bestimmte im Heinz Ertl-Stadion das Geschehen. Mit dem starken Wind im Rücken erarbeiteten sich die Trattnachtaler ein klares Übergewicht und waren stets gefährlich, dicke Chancen fand die Furthner-Elf zunächst aber keine vor. Bei einer strittigen Situation wähnten sich die Gäste in Führung, als Kapitän Matthias Leibetseder den Ball eroberte und das Leder in den Rückraum spielte. Der Schuss von Florian Spitzer viel jedoch zu schwach aus, sodass ein Esternberger Verteidiger die brenzlige Situation bereinigen konnte, wenngleich das Spielgerät die Linie möglicherweise bereits überschritten hatte - der Schiedsrichter-Assistent ließ die Fahne aber unten, weshalb Referee Nebel die Partie weiterlaufen ließ. 

Kapitän bringt Aufstiegsaspiranten in Front - Krivec gelingt aus dem Nichts der Ausgleich

Mitte der ersten Halbzeit durfte sich der Tabellenzweite dann aber doch über die verdiente Führung freuen, als Leibetseder nach einem Pass in die Schnittstelle der Esternberger Abwehr die Kugel aus halbrechter Position im kurzen Eck versenkte. Der Favorit blieb am Drücker und startete einige gefährliche Angriffe, der letzte Pass fand des Öfteren aber keinen Abnehmer. Nachdem Union-Keeper Niklas Hochholzer mit einigen starken Paraden sein Team im Spiel gehalten hatte, gelang der Elf von Trainer Jochen Fröschl kurz vor der Pause quasi aus dem Nichts der Ausgleich. Lukas Stadler schlug einen Corner Richtung erster Stange, Roland Krivec verlängerte den Ball mit dem Kopf und gab Gästegoalie Marcel Hartl das Nachsehen. Wenig später ging es beim Stand von 1:1 in die Kabinen.

"Sauwaldveilchen" blühen nach der Pause auf - vermeintlicher Grieskirchener Siegtreffer

Nach Wiederbeginn bekamen die Zuschauer ein anderes Bild zu sehen. Die Hausherren glaubten nun an ihre Chance, boten dem Favoriten die Stirn und intensivierten in der zweiten Halbzeit ihre Offensivbemühungen. Die Fröschl-Elf war nun wesentlich aktiver und spielte ab und an mutig nach vorne, klare Chancen konnte sich die Union aber keine erarbeiten. Doch in Minute 80 hätten die "Sauwaldveilchen" das Spiel beinahe gedreht, einen kurz abgespielten Freistoß konnte Grieskirchen-Keeper Hartl aber parieren. Kurz vor Schluss kamen die Gäste zu einer guten Chance, Leibetseder scheiterte jedoch in aussichtsreicher Position an Union-Goalie Hochholzer. In der Nachspielzeit schlug es dann im Esternberger Kasten ein, als der eingewechselte David Hangweirer nach einer Ecke von Thomas Stadler zur Stelle war. Da beim Corner der Ball die Linie überschritten hatte, versagte der Unparteiische dem vermeintlichen Grieskirchener Siegtreffer jedoch die Anerkennung. Kurz danach war Schluss, wurden mit einem 1:1-Remis die Punkte geteilt.

Stimmen zum Spiel:

Christian Hartinger, stellvertretender Sportlicher Leiter Union Esternberg:
"Betrachtet man die erste Halbzeit, war es ein glücklicher Punkt, aufgrund der starken Leistung nach der Pause war das Unentschieden aber nicht unverdient. Auch wenn uns das dritte Remis in der Folge in der Tabelle aktuell nicht entscheidend weiterhilft, konnten wir mit diesem Achtungserfolg Selbstvertrauen tanken, zudem ist in unserer Situation jeder Punkt wichtig und kann am Ende den Ausschlag geben".

Reinhard Furthner, Trainer SV Grieskirchen:
"Im ersten Durchgang waren wir dominant, haben es aber verabsäumt, das zweite Tor zu machen. In der zweiten Halbzeit hatten wir große Probleme mit dem tiefen Boden und konnten keine spielerischen Akzente setzen. Zudem haben die Esternberger eine großartige kämpferische Leistung abgeliefert, deshalb war die Punkteteilung in Summe nicht ungerecht".

Die Besten:
Union Esternberg: Niklas Hochholzer (TW) und Mario Fuchs (IV)
SV Grieskirchen:   Thomas Stadler (ZM) und Matthias Leibetseder (ST)

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