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„Wer bereit ist, den Kampf anzunehmen, wird spielen!“ – Yahya Genc, Neo-Trainer des FC Wels, im Interview

Endlich steht er fest, der neue Coach des FC Wels. Yahya Genc soll eine augenscheinlich verunsicherte Truppe ab dem kommenden Montag in den verbleibenden Wochen vor der Winterpause wieder stabilisieren und schnellstmöglich ins Tabellenmittelfeld der Oberösterreich-Liga führen. Ein großer Vorteil: Der Inhaber der UEFA-A-Lizenz kennt das Umfeld und viele Kaderspieler aus seiner interimistischen Trainertätigkeit im Frühjahr 2021 – damals noch in der Regionalliga. Die Gegenwart ist aber: Abstiegskampf in der OÖ-Liga. Im Interview steht der Übungsleiter Rede und Antwort.

 

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Ligaportal: Warum haben Sie sich für das Engagement beim FC Wels entschieden? Was hat den Ausschlag gegeben?

Genc: „Der FC Wels ist eine Herzensangelegenheit. Ich habe hier 2010 die Chance bekommen, als einer der jüngsten Trainer in der Regionalliga zu arbeiten. Seither ist der Kontakt nie abgebrochen. Ich habe auch im Frühjahr 2021 interimistisch ausgeholfen. Der neue sportliche Leiter Alexander Bauer und der neue Funktionär in den Bereichen Vereinsentwicklung und Sponsoren Christian Piermayr sind ehemalige Spieler. Ich sehe das als Kompliment, wenn man wieder gefragt wird, ob man aushelfen kann. Es ist eine fordernde Aufgabe. Das Restprogramm ist extrem schwierig. Ich hoffe, dass wir so viele Punkte wie möglich holen.“

Ligaportal: Sie haben sich mit dem Verein auf eine Zusammenarbeit bis Winter geeinigt. Weshalb?

Genc: „Das hat berufliche Gründe. Ich muss das erst abklären. Aktuell lässt es sich aber noch gut mit der Trainertätigkeit vereinbaren.“

Ligaportal: Gibt es eine Möglichkeit, dass die Zusammenarbeit über den Winter hinausgeht?

Genc: „Der Fokus liegt jetzt einmal auf der nahen Zukunft und darauf, gleich zu helfen. Über eine längere Zusammenarbeit haben wir noch nicht gesprochen. Nach der Hinrunde werden wir das weitere Vorgehen besprechen.“

Ligaportal: Viele Spieler kennen Sie noch von Ihrem Engagement im Vorjahr. Im vergangenen Sommer gab es aber einen großen Kaderumbruch…

Genc: „Ich kenne etwa die halbe Mannschaft. Die anderen Spieler werde ich in den ersten Einheiten schnell kennenlernen. Das wird kein großes Problem sein. Die sportliche Situation ist aber extrem schwierig. Die Mannschaft ist extrem verunsichert.“

Ligaportal: Was braucht es in so einer Situation – in psychologischer und taktischer Hinsicht?

Genc: „Es geht darum, die Spieler an Erfolge und positive Erlebnisse aus der Vergangenheit zu erinnern sowie Spaß, Freude und Zuversicht zu vermitteln. Den Akteuren muss aber auch klargemacht werden, dass Abstiegskampf im wahrsten Sinne des Wortes zu 100% aus Kämpfen besteht. Es braucht Leidenschaft und die Bereitschaft für den Zweikampf. Wer bereit ist, den Kampf anzunehmen, wird spielen. Da nehme ich keine Rücksicht darauf, ob ein Spieler 16 oder 35 Jahre alt ist oder ob er ein Profi war oder nicht. In taktischer Hinsicht ist es wichtig, auf den jeweiligen Gegner einzugehen. Ich glaube ohnehin nicht, dass taktisch so viel zu tun ist. Viele Akteure haben eine sehr gute Ausbildung. Es geht viel mehr um den psychologischen Aspekt.“

 

Fotocredit: FC Wels


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