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9-Tore-Wahnsinn! SU St. Martin/M. setzt sich spektakulär gegen SV Bad Ischl durch

Dass der SV Zebau Bad Ischl in der Fremde regelmäßig nicht das Niveau erreicht, welches die Truppe auf eigener Anlage auszeichnet, ist bekannt. Heute musste man in der Oberösterreich-Liga die Reise zur SU Strasser Steine St. Martin/M. antreten – und zeigte dort eine beherzte Leistung. Dass vier Auswärtstore nicht zum Sieg reichen, ist eigentlich unfassbar. Eine genauere Analyse zeigt aber: Dass am Ende des Tages ein derartig spektakuläres Ergebnis von 5:4 auf der Anzeigetafel steht, hat insbesondere zwei Gründe – eine brutale offensive Wucht der Heimischen und eine bedenkliche defensive Instabilität der Zebau-Elf. Eine für die Gäste katastrophale Kombination.

 

Drei Volltreffer in den ersten 13 Minuten

Vor einer tollen Kulisse, rund 500 Zuschauer mitumfassend, zeigten sich die Offensivfraktionen beider Teams umgehend gewillt, für Highlights im vordersten Drittel zu sorgen – ein Umstand, der für mächtig Tempo und einen richtigen Schlagabtausch sorgte. In der 10. Minute stellte St. Martins Abwehrmann Cemil Ersoy auf 1:0 und schockte die Gäste somit ein erstes Mal an diesem Nachmittag. Diese hatten aber nur Sekunden später die bestmögliche aller Antworten parat. Rudolf Durkovic knallte die Kugel aus zentraler Position humorlos unter die Latte zum zwischenzeitlichen Ausgleich (11.). Dass man wiederum nur zwei Minuten später den nächsten Gegentreffer schlucken musste, spiegelt die aktuelle Situation der Bögl-Truppe gut wider: offensiv oftmals neue Maßstäbe setzend, defensiv aber teils inferior. Nach einem Foul an einen Akteur der Gastgeber im Strafraum Bad Ischls besorgte St. Martins tschechischer Sommerneuzugang Jakub Mares die abermalige Führung vom Kreidepunkt. Eine extrem unterhaltsame erste Hälfte konnte dann noch mit drei weiteren Highlights aufwarten. Durch einen Doppelschlag in den Minuten 34 und 36 drehten Durkovic aus kurzer Distanz und Franjo Dramac mit einem sehenswerten Schuss ins lange Kreuzeck das Match kurzerhand. Zwei Minuten vor dem Gang in die Kabinen ertönte aber ein zweites Mal der Pfiff nach einem folgenschweren Zweikampf in Bad Ischls Strafraum – nun eine harte Elfmeterentscheidung. St. Martins Mares war das egal. Der Stürmer blieb wieder cool und verwandelte den zweiten Penalty an diesem Nachmittag zum 3:3.

 

Hartl-Elf gelingt in Unterzahl Siegtreffer

In der ersten Phase der zweiten Hälfte beruhigte sich das Spiel etwas. Ein derartiges Spektakel über die gesamte Distanz wäre wohl auch des Guten zu viel gewesen. Jene Minuten waren quasi die Ruhe vor dem Sturm, ehe die beiden Offensivfraktionen nach gut einer Stunde das Tempo noch einmal so richtig anzogen und für ein fulminantes Finish sorgten. In Minute 63 brachte Mares mit seinem dritten Treffer die Heimischen wieder in Front. Er war mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck erfolgreich gewesen. Sieben Minuten später schlug der SV Bad Ischl in Person von Mario Petter zurück, der nach Vorlage von Sturmpartner Durkovic seine Goalgetter-Qualitäten unter Beweis stellte. Unmittelbar danach wurde es hektisch. Mares, eigentlich schon jetzt als Man of the Match feststehend, sorgte nach wiederholter Kritik und anschließender Ampelkarte dafür, dass seine Top-Leistung einen Makel erhielt. Dass ein derartiger Ausschluss nicht unbedingt einen Vorteil für die Überzahlmannschaft mit sich bringt, zeigte sich heute auf – für die Gäste – fatale Art und Weise. Der SV Bad Ischl legte den Fokus nun vermehrt auf das spielerische Element gegen einen vorbildhaft kämpfenden Kontrahenten. Das ging aus Sicht der Bögl-Truppe katastrophal nach hinten los. St. Martins Joker Richard Mayr stach nur vier Minuten nach seiner Einwechslung (82.). Er nützte eine Unachtsamkeit in Bad Ischls Defensive eiskalt aus und setzte somit den Schlusspunkt einer intensiven, denkwürdigen Partie.

 

Stimme zum Spiel:

Josef Bögl (Trainer SV Bad Ischl):

“Es war ein offener Schlagabtausch mit einem bitteren Ende für uns. Wir schießen vier Tore in St. Martin. Wer schafft das schon? Wir haben viel Aufwand betrieben, stehen jetzt aber mit leeren Händen da. Es reicht einfach nicht. Das ist schade.“

 

Die Besten:

SU St. Martin: Cemil Ersoy (RV), Jakub Mares (ST)


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